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Die Mondjägerin von Keri Arthur

Rezension von Christel Scheja

 

Vampire und Werwölfe stehen im Moment hoch im Kurs und so gibt es zur Zeit eine Menge Werke, in denen sie allein oder zusammen in den Mittelpunkt gestellt werden. Doch nur selten sind die Helden Mischlinge zwischen beiden Arten, da sich die Autorinnen oder Autoren nicht die Mühe machen wollen, die Unterschiede heraus zu arbeiten, die ihre Figuren in Konflikte stürzen können. Keri Arthur wagt sich mit „Die Mondjägerin“ an dieses Thema.

 

In einer nicht näher beschriebenen Zukunft, die unserer Welt sehr ähnlich ist, leben die Zwillinge Riley und Rhoan. Sie sind Mischlinge zwischen Vampir und Werwolf und können die Vorteile beider Rassen ausnutzen, müssen aber auch mit den entsprechenden Nachteilen leben.

Beide arbeiten für die AfAR, die „Abteilung für andere Rassen“, die als polizeiähnlicher Dienst darüber wacht, dass die übernatürlichen Wesen nicht all zu sehr über die Stränge schlagen, er als Wächter und sie als seine Assistentin.

Dann wird Rhoan überraschend entführt. Riley benötigt einen klaren Kopf, um ihn zu finden und zu retten, was aber gar nicht so einfach ist, da sie ausgerechnet jetzt in der Mondwoche steckt, in der ihre Hormone verrückt spielen und die sexuellen Triebe alle anderen Sinne vernebeln. Zwar unterstützen Werwölfe wie Talon und Misha sie dabei, die Spannungen abzubauen, aber das nutzt nicht viel.

Erst als der Vampir Quinn nackt und verwirrt in ihre Wohnung stolpert, kommt Riley wieder etwas zur Besinnung. Nicht nur, dass er besonders gut zu ihr zu passen scheint, er erweist sich auch als der Schlüssel, um Rhoan zur Hilfe zu kommen. Denn die Zeit drängt, weil sein Leben mehr als nur in Gefahr ist, da die Unbekannten, die ihn verschleppt haben nun Ernst mit ihrer Drohung machen wollen, ihn umzubringen.

 

Auch wenn „Die Mondjägerin“ auf kitschige Dialoge und Beschreibungen verzichtet und dabei mehr auf deftige Szenen setzt, darf man keinen Actionthriller erwarten. Statt dessen stehen die erotischen Beziehungen ziemlich im Mittelpunkt. Da die Heldin ihren Drang nach Sex nicht kontrollieren kann, stehen ihr zwei stattliche Männer zur Verfügung, die sie zwar ebenfalls mögen, aber im Grunde nicht das sind, was sie sucht. Den Seelengefährten findet sie erst in dem geheimnisvollen Quinn, der nun auch ihrer anderen Seite entgegen kommt, aber nicht minder stark ist wie die beiden Werwölfe.

Aus diesem Grund gestaltet sich die Suche nach dem Bruder eher etwas lau, da die Heldin viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist. Die Geschichte kommt erst mit dem Auftauchen des Vampirs in die Gänge.

Die dann folgenden Actionszenen sollten aber nicht darüber hinweg täuschen, dass das Buch für den Genrefan zu wenig an phantastischen Elemente bietet. Der Hintergrund bleibt ebenso wie die Figuren eher an der Oberfläche, genau analysiert werden eher die Beziehungen, die sie mit ihrer Umgebung pflegt, nicht sie selbst und ihre zwiegespaltene Natur – von einer Ausnahme abgesehen.

 

Alles in allem wendet sich „Die Mondjägerin“ an Fans paranormaler Liebesgeschichten, die es eher deftig und mit handfester Action versetzt mögen als nur überbetont schwülstig, romantisch und emotional.

 

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Buch:

Die Mondjägerin

Autorin: Keri Arthur

broschiert, 416 Seiten

Blanvalet, erschienen Januar 2010

Übersetzung aus dem Englischen von Wolfgang Thon

Titelbildgestaltung von Hildendesign

ISBN-10: 3442373824

ISBN-13: 978-3442373826

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 11.04.2010, zuletzt aktualisiert: 20.08.2019 17:14