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Die Nacht der Magie von Ilona Andrews

Reihe: Stadt der Finsternis, Bd. 1

Rezension von Christel Scheja

 

Das amerikanische Autorenehepaar Ilona und Andrew Gordon versteckt sich hinter dem Pseudonym Ilona Andrews. „Die Nacht der Magie“ ist ihr erster Roman und der Auftakt zu der düsteren Urban Fantasy-Serie „Stadt der Finsternis“.

 

Nicht mehr länger regieren Technik, Wissenschaft und der Tationale Geist die Erde, sondern all diejenigen, die gelernt haben, die zurückkehrende Magie für sich zu nutzen, sei es nun durch besondere Artefakte oder innere Begabungen. Harpien, Werwölfe und Vampire sind nur einige der magischen Geschöpfe, die auf die Erde zurück gekehrt sind, und nun nicht mehr weichen wollen. Menschen haben die Zauberkunst und Nekromantie für sich entdeckt, während rund um sie herum die Relikte der Technologie langsam aber sicher verfallen.

Doch auch die Magie ist nicht immer stabil. In Wellen pulst sie über das Land und durch Städte wie Atlanta. Deshalb haben sich Menschen und andere Wesen zusammen getan, um ein wenig Ordnung in dem entstandenen Chaos zu schaffen.

Söldner wie Kate Daniels sorgen dafür, dass einige Geschöpfe nicht all zu übermütig werden und beseitigen die Überreste der Magie, wo immer sie Schaden anrichten könnten. Die junge Frau hat sich im Unfrieden von ihrer Familie getrennt, weil sie diese innere Berufung nicht verleugnen kann und sucht ein wenig vergessen in ihrer Arbeit, in die sie mit ihrem magischen Schwert „Slayer“ bewaffnet zieht. Unter den Söldnern hat sie eine zweite Heimat und Familie gefunden.

Um so härter trifft es sie, als ihr väterlicher Freund und Mentor Greg eines Tages brutal ermordet neben einem enthaupteten Vampir gefunden wird. Alles deutet darauf hin, das jemand nekromantische Magie benutzt hat, um beide umzubringen.

Bei ihren Nachforschungen gerät Kate in die Unterwelt von Atlanta und mitten in ein Netz von Intrigen, denn ihr Freund ist nicht das erste Opfer des unbekannten Killers, der es sich zur Aufgabe gemacht haben scheint, einen Machtkampf zwischen Nekromanten und Gestaltwandlern anzuzetteln.

Doch als die junge Frau sich daran macht, mehr über die Hintergründe der Taten zu erfahren, gerät sie in tödliche Gefahr. Der Killer will nicht nur verhindern, dass sie ihm auf die Schliche kommt, er kennt auch eine Skrupel. Und so schlägt er schließlich erbarmungslos zu.

 

„Die Nacht der Magie“ mag zunächst wie ein paranormaler Liebesroman klingen, in dem die Heldin in erster Linie den für sie bestimmten einzig „Richtigen“ finden soll, tatsächlich aber verfliegt der Eindruck sehr schnell, da der Roman nur ganz am Rande eine Romanze anklingen lässt und die Heldin viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als einen Mann an sich heran zu lassen.

Der Roman konzentriert sich auf die Entwicklung von Kate, die nun ohne ihren Mentor lernen muss, sich in der Stadt der Finsternis mit all ihren Gefahren zurecht zu finden. Sie kann sich nicht mehr länger auf seinen Rat und seine Hilfe verlassen. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als selbst ein Gespür für Wahrheit und Lüge zu entwickeln.

Dabei bleiben die Umgebung und das Setting zwar ein wenig blass, aber vielleicht wollen die Autoren noch nicht zu viel verraten, um ihr magisches Atlanta ohne Beschränkungen weiter zu entwickeln.

Dass alles wird in einem temporeichen Stil und mit viel Action erzählt. Kate Daniels ist keine „Buffy“, die markige Sprüche klopft, sondern eine seelisch zerrissene Kämpferin, die ihren festen Stand erst wieder suchen muss. Wie ihr das gelingt wird auch für den Genrefan unterhaltsam beschrieben.

 

„Die Nacht der Magie“ fällt angenehm in dem Wust der unzähligen paranormalen Liebesromanzen auf, da sie zwar mit einigen Klischees des Genres spielt, aber ansonsten den Schwerpunkt auf Spannung und Action legt und Beziehungen oder Romanzen nur am Rande streift. Da auch das Setting sehr horrorlastig ist, kann man auch als Fan des Phantastischen problemlos einen Blick riskieren ohne gleich enttäuscht zu werden.

 

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Buch:

Die Nacht der Magie

Reihe: Stadt der Finsternis Band 1

Autorin: Ilona Andrews

broschiert, 302 Seiten

Egmont Lyx, März 2009

Übersetzer: Jochen Schwarzer

Titelbild: Patricia Malina u. a.

 

ISBN-10: 3802582144

ISBN-13: 978-3802582141

 

Erhältlich bei: Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 13.04.2009, zuletzt aktualisiert: 12.04.2019 16:18