»Die Perle des Mandarin« ist ein Hörspiel, das sich zwischen manche Stühle setzt. Die ersten 16 Tracks sind ein reiner Erzählerbericht, ohne aktive Handlung. Hier wird eine fast gruselige Hörspielstimmung erzeugt. Dann schließt sich ein aktives Muster an, da Sherlock Holmes und Dr. Watson zum Ort des Geschehens reisen und dieses genauer in Augenschein nehmen. Diese Zweiteilung sorgt dafür, dass zunächst viel Informationen gegeben werden und es nicht leicht fällt, alle zu behalten und somit ein wenig mitzurätseln. Auch bleibt ein Detail ungelöst.
Im zweiten Teil gefällt das Hörspiel besser. Hier »sieht« man Sherlock Holmes und Dr. Watson in Ausführung ihrer Erkundung. Der Besuch eines begehbaren Schrankes nähert sich dabei wiederum der Gruselstimmung an. Insofern sitzt das Hörspiel tatsächlich ein wenig zwischen zwei Welten.
Die Sprecher agieren auf hohem Niveau, wie man das von Titania-Medien gewohnt ist. Mit dabei sind Joachim Tennstedt als Sherlock Holmes, Detlef Bierstedt als Dr. Watson, Regina Lemnitz als Mrs. Hudson, Lutz Reichert als Inspektor Lestrade sowie Willi Röbke, Tim Kreuer, Hans Bayer, Christian Rudolf, Rolf Berg, Stephan Bosenius und Marc Gruppe.
Auch die Sounduntermalung ist stimmig, wobei diesmal neben orchestraler Musik auch asiatische Klänge zu hören sind.