Ein alter Bekannter stellt Holmes und Watson den jungen Adam Bradshaw vor. Er hat günstig eine große Perle erworben, die sich als außerordentlich wertvoll herausgestellt hat. Allerdings ist diese Perle von Gerüchten umgeben, dass einige ehemalige Besitzer auf mysteriöse Weise zu Tote gekommen sein. Seitdem sah Adam in einem Spiegel wiederholt einen Chinesen, obwohl er alleine im Zimmer war.
Nachdem sich Folge 68 (Blutiger Schnee in Bloomsbury Hill) von Amy Onn als nicht ganz so gelungen erwies, können Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs mit dieser Ausgabe wieder überzeugen. Autor ist erneut R. Austin Freeman, dessen Watsons erster Fall (Folge 67) schon gelungen war. Hier zeigt sich (erneut), dass die Qualität der in dieser Reihe vertonten Geschichten insbesondere vom jeweiligen Autor abhängt.
Der aktuelle Fall, dem sich Sherlock Holmes und Dr. Watson gegenübersehen, scheint eine mystische Komponente zu besitzen, sieht sich der Klient doch einer vermeintlich geisterhaften Erscheinung gegenüber. Dass Holmes die Lösung eher im realen Bereich vermutet, entspricht auch seiner Darstellung in Arthur Conan Doyles Original. Auch sonst wirken die bekannten Charaktere authentisch, und die Auflösung gelingt glaubhaft.
Wie üblich erfüllt die Umsetzung der Hörspiel-Produktion hohe Erwartungen, was sich nicht zuletzt in der Anzahl der beteiligten Sprecher ausdrückt.