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Die Pferdelords und das verborgene Haus der Elfen von Michael H. Schenk

Reihe: Die Pferdelords Bd. 4

Rezension von Christel Scheja

 

Zwölf Bände soll die Saga um „Die Pferdelords“ umfassen. Ein Drittel der epischen Geschichte, die zwar abgeschlossene Abenteuer bietet, aber doch auch einen fortlaufenden roten Faden beinhaltet, schon geschafft.

 

Mit dem vierten Band „Die Pferdelords und das verborgene Haus der Elfen“ wendet man sich nun einem der anderen mächtigen Völker zu. Schon seit längerem sind die Pferdelords freundschaftlich mit dem Haus Elodarion verbunden und die Geschwister Lotaras und Leowyn gern gesehene Gäste am Hofe des Königs und des Fürsten der Hochmark.

Deshalb zögert Garodem auch nicht, den jungen Elfen Hilfe zuzusagen, als sich diese auf die Suche nach dem verlorenen Haus des Urbaums machen wollen, dass vor vielen tausend Jahren durch dunkle Magie in Vergessenheit geriet. Sie hoffen immer noch, dass sie dort Überlebende finden können.

Noch heute gilt der versteinerte Wald, in dem es liegen soll, als verfluchter Ort, in dem alle Lebewesen über kurz oder lang den Tod finden. Trotz der Warnungen und Mythen, die sich um den düsteren Ort ranken, wagen es die Pferdelords doch, gemeinsam mit den Elfen in das unheimliche Gehölz vorzustoßen und sich den dortigen Gefahren zu stellen. Denn wenn es ihnen gelingen sollte, das verlorene Haus wieder zu finden und den Bannspruch zu brechen, könnten sie vielleicht wertvolle Verbündete im Kampf gegen die Orks finden.

Das ist um so wichtiger geworden, da sie auf der Reise ein Kriegslager der Feinde entdeckt haben und einen Heereszug, der nur ein Ziel hat – die Eroberung der Ostwacht und der Stadt Merdonan – dem Tor in die Gemarken der Pferdelords.

Auch Nedeam und sein väterlicher Freund Dorkemund sind wieder mit von der Partie. Erneut muss sich der junge Krieger einer unüberwindlichen Herausforderung stellen, denn er weiß, dass das Schicksal seines Volkes von seinen Entscheidungen abhängt.

 

Nach dem Ausflug ins Dünenland kehrt Michael H. Schenk wieder in vertrautere Gefilde zurück. Menschen, Elfen und Zwerge müssen sich nicht mehr nur dunklen Bedrohungen der Gegenwart, sondern auch der Vergangenheit stellen und für einige verändert sich dabei eine ganze Menge.

Konsequent wird der Handlungsstrang um die stetige Bedrohung durch die Orks fortgesetzt, und es kommt erneut zu einer epischen Schlacht, die über Wohl und Wehe der Menschen entscheiden könnte, aber vermutlich nur der Vorgeschmack von viel Schlimmerem ist

Epische Action ist ebenso vorhanden wie dramatische Szenen, nur mit der Liebe tut sich der Autor etwas schwer, auch wenn er den Figuren diese nicht unnötig aufdrängt, sondern die Romanze langsam entwickelt. Vor allem Nedeam wird erstmals mit Dingen konfrontiert, über die er sich früher noch keine Gedanken gemacht hat.

Wie erinnert vieles zunächst an die „Herr der Ringe“-Filme. Doch die Ähnlichkeiten enden größtenteils bei Äußerlichkeiten, die den Lesern helfen sollen sich durch die vertrauten Details das Setting besser vorstellen zu können. Unter diesem Gesichtspunkt wird deutlich, dass Michael H. Schenk sich nicht an Tolkien selbst orientiert, sondern ähnliche, wenn nicht sogar die gleichen Quellen benutzt wie dieser und auch von seiner Einstellung her ähnliche Züge aufweist. Auch ihm macht es Spaß Kulturen durch ausführliche Beschreibungen von Alltäglichkeiten und Details vorzustellen und dabei in eine Handlung zu betten in der das Abenteuer trotzdem nicht zu kurz kommt. Heraus kommt ein flüssig geschriebener Roman, dessen Handlung man sehr leicht folgen kann, ebenso gut voneinander zu unterscheiden sind die auch Charaktere, auch wenn nichts davon wirklich in die Tiefe geht.

 

Damit sind „Die Pferdelords und das Verborgene Haus der Elfen“ grundsolide Unterhaltung, deren Autor Spaß daran hat, eine phantastische Welt mit Leben zu erwecken und ein spannendes Abenteuer zu erzählen. Man sollte sich mittlerweile auch nicht mehr daran stören, das vieles an den „Herrn der Ringe“ erinnert, spätestens nach den ersten fünfzig Seiten merkt man, dass Michael H. Schenk seine eigene Welt entwickelt und nur den Einstieg erleichtert will.

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Die Pferdelords und die Barbaren des Dünenlandes

Die Pferdelords und das verborgene Haus der Elfen

Reihe :Die Pferdelords Bd. 4

Autor: Michael H. Schenk

broschiert, 588 Seiten

Mira, Hamburg, erschienen Dezember 2007

Titelbildgestaltung sowie Illustrationen und Karten von pecher und soiron, Alexander Jung

ISBN 978-3-89941-402-8

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 10.06.2008, zuletzt aktualisiert: 16.05.2019 14:35