Die Rückkehr von Wolverine (Autor: Charles Soule; Marvel Must-Have)
 
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Die Rückkehr von Wolverine von Charles Soule

Reihe: Marvel Must-have

 

Rezension von Ingo Gatzer

 

Eigentlich ist Wolverine ziemlich unverwüstlich. Doch 2014 schickten Charles Soule und Steven McNiven den Krallenschwinger mit Der Tod von Wolverine überraschend in Rente. Es dauerte letztlich aber nur vier Jahre, bis es zu Die Rückkehr von Wolverine kam. Beide Bände hat Panini als Marvel Must-have geadelt. Doch warum lebt der Mutant wieder, wem kann er vertrauen und warum sind seine Erinnerungen so getrübt? Alles scheint mit dem geheimnisvollen Soteira und einer Frau namens Persephone zusammenzuhängen.

 

Schöpfer der Comeback-Story ist mit Charles Soule (Star Wars: Light of the Jedi) nicht zufällig der Autor, der für Wolverines Ableben verantwortlich war. Hier liefert der gelernte Jurist nicht nur eine spannende sowie wendungsreiche Geschichte ab, die immer größere Ausmaße annimmt, und schließlich in einer globalen Bedrohung kulminiert. Er trifft auch ziemlich gut den Ton, den Wolverine-Fans zu schätzen wissen. Dabei ist besonders der Blick in das Unterbewusstsein des Mutanten aufschlussreich. Eine gute Idee ist auch der strukturelle Aufbau der Graphic Novel in fünf Kapitel, die von Hölle über Vorhölle, Fegefeuer und Gericht bis zum Himmel reichen, was besonders beim Finale in mehr als einer Hinsicht stimmig ist. Allerdings bleibt am Ende so manche Frage ungeklärt. Das ist beim bewusst offen gehaltenem Schluss noch relativ unproblematisch. Aber warum Wolverines Krallen nun glühen und etwas mehr über seinen erneuten Laboraufenthalt hätte Charles Soule schon verraten können, ohne damit gleich die Aura des Geheimnisvollen – die den Krallenschwinger ja schon immer umgab – zu zerstören.

 

Mit Steven McNiven ist das Team von »Der Tod von Wolverine« komplett. Der Kanadier hat bereits Meilensteine wie b>Civil War veredelt. Leider ist er jedoch nur für das erste und das letzte Kapitel von »Die Rückkehr von Wolverine« verantwortlich. Hier beweist der Zeichner aber, was er kann und punktet durch kraftvolle, dynamische Bilder sowie ein abwechslungsreiches Panel-Design.

 

Wohl auch weil McNiven nicht der schnellste Zeichner ist, reicht er im Mittelteil den Stift an Declan Shalvey (Aus dem Reich der Toten) weiter. Der leistet keine schlechte Arbeit. Im direkten Vergleich reichen seine Panels aber einfach nicht an die von McNiven heran. So gestaltet der Ire auch die Hauptfigur weniger überzeugend und deren Mimik weniger facettenreich oder ausdrucksstark. Beide Künstler zeichnen auch Technik – etwa das Vehikel für Wolverines »Himmelsreise« – unterschiedlich, was die Immersion etwas erschwert. Schade also, dass die Macher McNiven nicht einfach die notwendige Zeit gegeben haben.

 

Das umfangreiche Bonusmaterial ist für viele Fans ein zusätzlicher Anreiz, einen Band aus der »Marvel Must-have«-Reihe zu kaufen. Auch hier lassen die Macher nicht lumpen. Das fängt bei alternativen Covern an, bei denen besonders die Titelbildentwürfe von bekannten Künstlern wie Adam Kubert oder Todd McFarlane zu gefallen wissen. Aber auch der Blick hinter die Kulissen ist spannend. Zudem zeigt sich bei den Anmerkungen eine interessante Schwäche von Wolverine – trotz Heilfaktor.

Fazit

Die erneute Zusammenarbeit von Soule und McNiven sorgt in »Die Rückkehr von Wolverine« erzählerisch und optisch für ein starkes Comeback, auch wenn dieses nicht ganz an den Klassiker »Der Tod von Wolverine« herankommt.

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Comic:

Die Rückkehr von Wolverine

Reihe: Marvel Must-have

Original: Return of Wolverine #1–5, 2018

Autor: Charles Soule

Zeichner: Steve McNiven und Declan Shalvey

gebundene Ausgabe, 156 Seiten

Panini Verlag, 2/2025

 

ISBN-10: 374164093X

ISBN-13: 978-3741640933

 

Erhältlich bei Amazon

 

Kindle-ASIN: B07ZL152D2

 

Erhältlich bei Amazon Kindle-Edition


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Erstellt: 17.02.2025, zuletzt aktualisiert: 18.08.2025 14:01, 24258