Als sie noch ein Kind war, starb Maras Mutter bei einem Bootsunfall auf einem Bergsee. Ihre Leiche wurde nie gefunden, weshalb Maras Vater immer noch glaubt, dass seine Frau irgendwo da draußen ist. Als sie erfährt, dass jetzt ihr Vater verschwunden ist, kehrt Mara – längst erwachsen – nach Jahren in ihre Heimat zurück. Lebt ihr Vater noch? Und wieso zieht ein längst aufgegebenes Bergwerk sie immer stärker an?
Mit nur (etwa) 86 eBook-Seiten liegt Jules B. Asches’ Werk an der Grenze zwischen Kurzgeschichte und Novelle. Wirkt die Story ganz am Anfang noch wie die Bewältigung eines Kindheits-Traumas, verschiebt sich die Stimmung schnell im Richtung Mystery. … um dann zu eindeutigem Horror zu mutieren.
Im Zentrum steht die Protagonistin Mara, die sich ihrer Vergangenheit stellen muss. Immer wieder blickt man in ihren Erinnerungen an damalige Ereignisse zurück. Genau wie die Protagonistin weiß auch der Leser lange nicht, was eigentlich wirklich passiert ist und jetzt passiert. Der Ausgang soll hier natürlich nicht verraten werden. Nur soviel: es gibt Tote.
Fragen wirft der Reihencharakter von Cold Creeps auf. Die Handlung wirkt nämlich abgeschlossen, und der Klappentext von Band 2 deutet darauf hin, dass es dort um eine gänzlich andere Geschichte geht. Haben wir es mit einer Anthologie-Reihe zu tun?