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Die Ruinen von Gorlan von John Flanagan

Reihe: Die Chroniken von Araluen, Bd. 1

Rezension von Christel Scheja

 

Es ist immer wieder interessant zu erfahren aus welchen Motiven heraus Autoren ihre Romane verfassen. Der Australier John Flanagan verfasste seine Saga um „Die Chroniken von Araluen“, um seinem 12-jährigen Sohn das Lesen schmackhaft zu machen. Und so ist der Roman auch angelehnt.

 

Ein großer Tag für Will dämmert heran. Am nächsten Morgen wird sich entscheiden, ob einer der Zunftmeister Interesse an ihm, einem der Mündel des Barons hat, oder ob er den Rest seines Lebens als Feldarbeiter und Bauer verbringen musst. Der Junge träumt von der Aufnahme in die Heeresschule, um eines Tages ein großer Ritter zu werden.

Doch es kommt ganz anders als er denkt. Während seine Freunde genau das werden können, was sie sich wünschen, sieht es für Will zunächst sehr schlecht aus, und dann erlebt er eine Überraschung. Denn nicht der Heermeister – sondern ein Fremder, der ihm bisher noch nie aufgefallen ist, entscheidet sich für Will.

Es ist Walt, einer der geheimnisvollen Waldläufer, die einen schon gast legendären Ruf besitzen, weil ihr Einsatz im letzten Krieg den Kampf entschieden hat. Der verschrobene Mann macht keinen Hehl aus den Gründen, aus denen er sich gerade für ihn entschieden hat und stellt aber auch klar, was er von Will erwartet.

Auch wenn der Junge zunächst seiner verlorenen Chance nachtrauert, so beginnt ihn das Leben als Waldläufer schon bald zu faszinieren. Er merkt, dass die Aufgaben die ihn erwarten voll und ganz seinen Fähigkeiten entsprechen, und er viel mehr als die Krieger erreichen kann.

Nach und nach erfährt er von den Kreaturen, die Araluen bedrohen, von dem finsteren Morgarath, der im Verborgenen darauf lauert, die vor fünfzehn Jahren erlittene Schmach zu rächen. Der einstige Baron von Gorlan hat sich in ein wildes Land zurückgezogen und dessen gefährliche Einwohner seinem Willen unterworfen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die grausamen Kreaturen, denen die Menschen nur wenig entgegen setzen können, in das Königreich einfallen werden.

Nicht einmal die Waldläufer ahnen, dass es bereits so weit ist. Und als sie sich mit den ersten Bestien konfrontiert sehen kommt auch für Will die Stunde der Bewährung.

 

„Die Ruinen von Gorlan“ ist ein solide geschriebener Jugendroman ohne Ecken und Kanten. Die geradlinige Handlung besitzt zwar für erfahrene Leser keiner besonderen Überraschungen, bietet aber sympathische jugendlichen Helden, mit denen sich die Jugendlichen problemlos identifizieren können und stürzt sie in spannende Abenteuer, die auch nicht gerade harmlos sind. Sie müssen sich Herausforderungen und Schwierigkeiten stellen, ihre Kindheitsträume zerbersten zwar zunächst, werden aber durch neue Ziele und Wünsche ersetzt.

Der erste Band nimmt sich die Zeit, Helden und Schurken einzuführen und erste große Herausforderungen zu stellen, da der Kampf aber noch nicht zu einem Ende geführt worden ist, sind Fortsetzungen vorprogrammiert.

 

Der Roman wendet sich vor allem an abenteuerlustige junge Leser zwischen zehn und vierzehn Jahren, die eine mittelalterliche Kulisse, Ritter und Waldläufer mögen. Fantastische Elemente sind zwar vorhanden, aber im Moment eher vernachlässigbar und überfordern die Zielgruppe nicht. Wer etwas mehr gelesen hat, wird allerdings sehr schnell durchschauen, worum es geht.

Eure Meinung:


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Die Ruinen von Gorlan

Reihe: Die Chroniken von Araluen, Bd. 1

Autor: John Flanagan

Broschiert, Taschenbuch, 314 Seiten

omnibus, erschienen Januar 2007

ISBN: 978-3-570-27072-1

Übersetzung von Angelika Eisold-Viebig

Titelbild von John Blackford

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 18.12.2006, zuletzt aktualisiert: 10.09.2019 19:06