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Die Schicksalsfestung von Robin Gates

Runlandsaga Bd. 4

 

Rezension von Ingo Gatzer

 

Rezension:

Diejenigen der Serephin die den Göttern der Ordnung dienen, haben schon zwei der vier Wächter getötet, welche die Welt Runland vor einer Invasion schützen sollen. Die Dunkelelfen, die wichtige Verbündete im Kampf gegen die drachenartigen Invasoren sein könnten, haben sich entschlossen Enris, Neria, Jahanila und Alcarasán zu prüfen. Dazu schicken sie die ungewöhnliche Schicksalsgemeinschaft in der Zeit zurück und direkt zur legendären Schlacht um die Stadt Mehanúr. Währenddessen setzen die Priester Deneb und Pándaros ihre beschwerliche Reise fort, um ihrem Mitbruder Ranar zu helfen, dessen Körper von der Anführerin der Serephin kontrolliert wird. Aber schon bald werden die beiden von Nomaden gefangen. Die einzige Möglichkeit zu entkommen, besteht darin, eine gefährliche Geistreise durchzuführen. Bald greifen Serephin, Dunkelfen, Menschen, Voron und sogar Zwerge in die Entscheidungsschlacht um Runland ein.

 

Mit seinem Roman "Die Schicksalfestung" legt Robin Gates den vierten und letzten Band seiner Runlandsaga vor. Damit sich auch die Leser leichter zurechtfinden, denen die vergangenen Geschehnisse nicht mehr ganz präsent sind, liefert der Autor zu Beginn der eigentlichen Handlung eine recht ausführliche Zusammenfassung der wichtigsten bisherigen Ereignisse. Das ist ein genauso praktischer Service wie das achtseitige Personenregister am Ende des Buches. Dieses ist umso praktischer, weil im finalen Buch der Runlandsaga fast alle wichtigen Charaktere der bisherigen Bücher noch einen Auftritt haben. Auch deswegen ist die Handlung etwas breiter angelegt, als man es bislang gewohnt war. Der Geschichtenerzähler Gates benutzt also noch mehr Erzählstränge, um sein fantastisches und farbenfrohes Gesamtgemälde zu weben.

 

Das Spannungsniveau hält der Autor aufrecht, indem er immer wieder bewusst an Spannungshöhepunkten zwischen den einzelnen Erzählsträngen wechselt. Besonders bemerkenswert imaginiert und gestaltet Gates die metaphysische Reise der Priester Deneb und Pánadaros, die Ereignisse während der Zeitreise sowie - mit kleineren Abstrichen - die große Endschlacht, die teilweise sogar epische Züge erreicht; auch wenn im finalen Kampf ein oder zwei Ereignisse etwas pseudo-dramatisch konstruiert wirken.

 

Trotz einiger gefälliger Kampfbeschreibungen ist "Die Schicksalsfestung" weniger für Fans der "Military Fantasy" geeignet. Zu unlogisch sind beispielsweise zuweilen die Kampfstrategien der vermeintlich hoch entwickelten Rassen geraten. So lassen sich etwa die Serephin von heranstürmenden Maugrim über den Haufen rennen, ohne deren Reihen durch den Einsatz von Fernkampfwaffen oder Magie in Unordnung zu bringen und so die Wirkung des Aufpralls zu mindern. Da würde sicherlich jeder Militärstratege verzweifeln.

 

Dieses "Versäumnis" könnte aber genau darin seinen Grund haben, dass es Robin Gates mehr um die Gestaltung seiner Welt und der darin agierenden Charaktere geht, als glaubwürdige Schlachtengemälde zu zeichnen. Besonders bei der Hauptfigur Enris gelingt es ihm, eine interessante Entwicklung zu zeigen, die der zunächst recht unsicher wirkende Mensch während der vier Bücher durchmacht.

 

Fazit:

Die "Schicksalsfestung" ist ein würdiger Abschluss einer ansprechenden Fantasy-Saga, die zwar nichts für Fans der "Military Fantasy" ist, aber vor allem wegen der Imaginationskraft und dem Ideenreichtum von Robin Gates gefallen kann.

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Roman

Die Schicksalsfestung

Autor: Robin Gates

Reihe: Runlandsage Bd. 4

Otherworld - Taschenbuch - 574 Seiten

Erscheinungsdatum: September 2010

ISBN-10: 3800095289

ISBN-13: 978-3800095285

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 17.03.2011, zuletzt aktualisiert: 16.05.2019 14:35