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Die Schlangenbrut von Michael Borlik

Rezension von Julia

 

Bücher müssen Abenteuer sein und Spannung, sodass sie ihre Leser, gleichgültig ob jung oder alt, zu fesseln wissen. Wenn jemand die Spannung für sich gepachtet hat, dann ist das Michael Borlik mit seinem Roman „Die Schlangenbrut“, denn hier hält er seine Leser 320 Seiten lang in Atem.

 

Australien ist ein vielfältiges Land voller verschiedener Vegetationen und Landschaften. So leben hier auch drei unterschiedliche junge Menschen, die jedoch gut miteinander befreundet sind. Phil kümmert sich in seiner Freizeit sehr gerne um seine zahlreichen Terrarien und dessen Bewohner. Er liebt Schlangen und lernt immer mehr über die zum Teil doch recht gefährlichen Tiere. Sein Freund Mouse dagegen ist ein sehr kluger Bursche, der sich hervorragend mit Computern auskennt. Sara ist das Mädchen unter den beiden Jungen und interessiert sich ebenso wie ihr angesehener Vater, der an einem Heilmittel für Krebs forscht, für die Wissenschaft, insbesondere der Genetik und damit mit der hellste Kopf der Gruppe.

Als Sara nun eines Tages nicht mehr weiter weiß, da ihr Vater plötzlich spurlos verschwunden- und nicht mehr aufzufinden ist, bittet sie ihre Freunde um Rat und Hilfe. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, was dem Wissenschaftler zugestoßen sein könnte und finden erschreckende Hinweise. So sind Kollegen von Saras Vater vor einiger Zeit selbst unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen und das Mädchen bangt nun um ihren Vater. Die Spur führt zudem ausgerechnet in die Tiefen des australischen Regenwalds, zu einem geheimen Forschungslabor, in einer Umgebung, die allerlei Gefahren birgt. Doch bevor sie sich versehen sind sie dort nicht mehr allein, denn ein Auftragskiller hängt sich an ihre Fersen und spätestens hier wird den Kindern klar, dass dies kein Abenteuer mehr ist, sondern sie um ihr Leben rennen müssen. Worauf sie dabei stoßen, hätten sie niemals auch nur geahnt, denn in dem Dickicht, das sie umgibt, in den fliehenden Schatten und geheimen Winkeln lauert noch mehr.

 

WOW! Der Autor schafft es tatsächlich eine richtig spannende und mitreißende Geschichte zu entwickeln, der man sich so schnell nicht mehr entziehen kann. Obwohl alles recht harmlos anfängt, entwickelt sich die Geschichte schnell zu einer richtigen Jagd, innerhalb der es kaum eine Verschnaufpause gibt. Man hetzt mit den Freunden durch den australischen Dschungel, erwartet hinter jeder Ecke eine Gefahr und neue Herausforderungen. Das strapaziert nicht nur die Nerven der Leser, sondern auch die Freundschaft der drei Jugendlichen, die mit den Ereignissen und auch mit sich selbst zu kämpfen haben. So müssen sie lernen zusammen zuhalten und einander zu vertrauen, aber auch, sich ihrer Angst zu stellen.

Das richtig Tolle an diesem Buch ist, dass nicht alle Fragen restlos aufgeklärt werden. Normalerweise ist das schrecklich, aber hier bleibt ein kleiner gruseliger Nachgeschmack auf der Zunge, nachdem man das Buch geschlossen hat und man fragt sich, ob es nicht vielleicht doch sein könnte, das es mehr zwischen Himmel und Erdbeereis gibt, als man sich so vorstellen mag. So kommt es, das die Geschichte weiterlebt, obwohl das Buch zu Ende ist und man auch hin und wieder daran denken muss.

Die Optik des Buches ist bereits sehr gut gelungen, da sich der Einband ein wenig wie Schlangenhaut anfühlt, um die es in der Geschichte ja teilweise auch gehen wird. Gerade junge Leser wird solch eine Buchausstattung sicherlich positiv ansprechen.

Hoffentlich darf man die drei Freunde noch auf weitere Abenteuer begleiten!

 

Ein faszinierender Jugendroman, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte! Empfehlenswert!

 

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MEDIUM:

Die Schlangenbrut

Autor: Michael Borlik

Broschiert: 320 Seiten

Verlag: Thienemann Verlag (14. Juli 2009)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3522200160

ISBN-13: 978-3522200165

Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 15 Jahre

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 15.09.2009, zuletzt aktualisiert: 28.10.2019 13:53