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Die Schöne und das Biest, Staffel 3

Rezension von Christel Scheja

 

Zwischen 1987 und 1990 entstanden drei Staffel der romantischen Mystery-Serie „Die Schöne und das Biest“, die in den 2010er Jahren ein zeitgemäßes Reboot erhalten hat. Damals jedenfalls schlüpften Ron Perlman und Linda Hamilton in die Rollen der Hauptfiguren und tauchten ein in eine magisch mystische Welt, die unter den modernen Wolkenkratzern Manhattans existiert. Paramount legt nun die dritte Staffel der Serie vor, die allerdings nur noch zwölf Folgen umfasst und mit dem vorzeitigen Ausstieg von Linda Hamilton fertig werden musste.

 

Catherine Chandler wagte als einzige zu dem in eine instinktgesteuerte Bestie verwandelte Bestie zu gehen und ihn wieder auf den richtigen Weg zurück zu führen. Doch diese ohne Furcht sondern nur mit viel Liebe begangene Tat, ist nicht ohne Spuren geblieben. Das merkt sie aber erst, als sich bereits wieder düstere Wolken am Horizont bilden.

Denn der Drogenbaron Gabriel ist hinter ihr Geheimnis gekommen und sieht in dem, in der jungen Staatsanwältin heranwachsenden Kind einen mächtigen Erben, den er nach seinem Willen formen möchte.

Deshalb lässt er sie entführen und verstecken. Vincent findet seine Liebste zwar, kann sie aber nicht mehr retten. Mit der Sterbenden in den Armen muss er mitansehen, wie Gabriel seinen Sohn entführt.

Nachdem er Catherine zu Grabe getragen hat, bleibt ihm nur noch eines – die Schuldigen zu finden und ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Dabei unterstützt ihn Diana Bennet, die als Profilerin im Mordfall Chandler ermittelt und nach und nach immer mehr an die Stelle von Catherine rückt.

Nach und nach kommt er den Feinden auf die Spur, denn auch Gabriel versucht ihn immer wieder beseitigen zu lassen. Dazu kommen andere Probleme – auch mit der Tunnelgesellschaft, denn nicht alle, die dort Zuflucht gesucht haben, sind frei von Verfolgung oder meinen es wirklich ernst.

Als das Kind schließlich schwer erkrankt, so dass Gabriel die Hilfe des leiblichen Vaters braucht, um den Jungen zu retten. Allerdings soll dies nur zu seinen Regeln geschehen … und das könnte für Vincent, der sich ohne Zögern in die Gewalt des Drogenbarons begibt, weitreichende Folgen haben …

 

Anders als in der Neuverfilmung „Beauty and the Beast“, liegt der Schwerpunkt von „Die Schöne auf das Biest“ deutlich stärker auf der romantischen und mystischen Seite, als auf der Action.

Das Tempo der Episoden ist bewusst entschleunigt, man darf mit Hilfe der entsprechenden Musik schon einmal Minuten in einer Szene ohne Dialoge oder Reaktionen der Figuren schwelgen. Gefühle werden groß geschrieben, denn auch hier geht es mehr darum, die innere Schönheit und Perfektion Vincents zu zeigen, als sein Aussehen zu ändern. Er mag zwar das Gesicht einer Großkatze haben – dennoch verwandelt er sich nur in Zeiten höchster Not oder Wut in das Raubtier, das manche in ihm sehen mögen.

Gewalt ist für ihn nicht die erste Option, tatsächlich versucht er oft erst einmal zu reden und greift nur dann von sich aus an, wenn sein Beschützerinstinkt erwacht.

Die dritte und letzte Staffel beginnt – wie schon geschildert mit einem Drama. Catherine und ihr ungeborenes Kind werden zum Spielball in den Händen des Drogenbarons Gabriel, der die Staatsanwältin zunächst eigentlich nur ausschalten will. Über fast die ganze Staffel hinweg zieht sich der Konflikt – das Bestreben Vincents und der Polizei, die Mörder der an einer Überdosis Morphium gestorbenen Catherine Chandler, dingfest zu machen.

Natürlich gibt es auch die ein oder andere Nebengeschichte, die verblassen aber meistens eher neben dem eigentlichen Thema. Zudem bleibt er nicht lange ohne Frau an seiner Seite. Auch wenn Diana Bennet durchaus spürt, dass das Herz von Vincent noch immer seiner verstorbenen Liebe gehört, entwickelt sie nach und nach Gefühle zu ihm, weil sie sich einfach von seinem Wesen angezogen fühlt.

Gelegentlich darf auch die Tunnelgesellschaft in den Mittelpunkt rücken – nämlich immer dann, wenn Probleme diejenigen belasten, die sich in den Untergrund New Yorks zurück gezogen haben, um dort frei von Verfolgung und Angst zu leben. Vor allem „Vater“ alias Jacob Wells, der auch schon Vincent aufgezogen hat und als sanftmütiger Patriarch auf die anderen achtet, bekommt seine eigenen Geschichten.

Für heutige Zuschauer wirkt „Die Schöne und das Biest“ behäbig, ja manchmal sogar langweilig, das fällt schon auf, wenn nach dem Vorspann gut eine halbe bis ganze Minute lang mit Musik unterlegte Luftaufnahmen New Yorks gezeigt werden. Und auch gefühlvolle Momente werden nicht schon nach ein paar Sekunden ausgeblendet, hier nehmen sich die Macher Zeit, Trauer oder Freude, Angst und Wut wirken zu lassen.

Das ist etwas, für das man Geduld aufbringen sollte. Hat man die, wird man mit sehr schönen Bildern belohnt und einer Geschichte, die oft verträumt wirkt, aber dann doch immer wieder in den harten Alltag und zu Kriminalfällen zurückführt. Phantastisch ist vor allem die Tunnelwelt, in der nicht nur altertümliche Kleidung getragen wird, sondern wo auch die Menschen den alten Tugenden folgen und aufeinander achten. Märchenhafte Bilder lassen Tunnel und Gänge wie Zugänge zu einer Zauberwelt wirken.

Die größte Schwäche der Serie ist vermutlich, dass sie manchmal zu sehr auf die Tränendrüse drückt und dadurch sogar kitschig wirkt, und sich manchmal einfach zu viel Zeit lässt, um Gefühle auszuleben.

Die Handlung ist dadurch sehr in die Länge gezogen. Bei der dritten Staffel kommt noch dazu, dass man die vorhergehenden Geschichten kennen sollte, um das Beziehungsgeflecht zu verstehen, dass nicht mehr erklärt wird und so einige Fragen aufwerfen könnte. Auch wirkt die erneute Liebesgeschichte etwas aufgezwungen, obwohl sie halbwegs zurückhaltend dargestellt und nicht all zu sehr breit getreten wird.

Bild und Ton entsprechen übrigens den Standard der damaligen Zeit. Extras gibt es allerdings keine, dafür sind die Slim-Boxen sehr schön gestaltet und geben den Inhalt der Folgen wieder. An Rande interessant ist vielleicht, dass einer der Drehbuchautoren auch ein gewisser George R. R. Martin war, der heute durch eine ganz andere Romanreihe und Fernsehserie bekannt geworden ist.

 

 

Fazit:

 

„Die Schöne und das Biest“ richtet sich an alle ZuschauerInnen, die eine sanfte und verträumte Mystery-Serie mit schönen Bildern mögen, in der die Action- wie auch Elemente einer Kriminalgeschichte deutlich gegenüber den magisch-romantischen Szenen zurückgestellt werden. Es gehört nämlich einiges an Geduld dazu, die entschleunigte Erzählweise und den durchaus vorhandenen Gefühlskitsch hinzunehmen oder sogar zu genießen, der der Geschichte vor allem in dieser dritten Staffel zu eigen ist.

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Eure Meinung:

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MEDIUM:

Die Schöne und das Biest, Staffel 3

Regisseur(e): Victor Lobl, Gus Trikonis, Kenneth R. Koch

Format: Dolby, HiFi Sound, PAL

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono), Englisch (Dolby Digital 2.0 Mono)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Region: Region 2

Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1

Anzahl Disks: 3

FSK: Freigegeben ab 12 Jahren

Studio: Paramount Home Entertainment

Erscheinungstermin: 4. Juni 2015

Produktionsjahr: 1989

Spieldauer: 538 Minuten

Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

ASIN: B00UMQDDEM

Erhältlich bei: Amazon

 

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Ron Perlman

Roy Dotrice

Jo Anderson

Jay Acovone

Edward Albert

Linda Hamilton

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Erstellt: 08.06.2015, zuletzt aktualisiert: 04.11.2021 18:47