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Die Schule der Nacht von Mia James

Reihe Ravenwood, Bd. 1

Rezension von Christel Scheja

 

Mia James ist in London geboren und aufgewachsen, so dass sie die Schauplätze ihres Debütromans sehr gut kennt. „Die Schule der Nacht“ ist nicht nur ihr erster Roman, sondern gleich auch der Auftakt zu ihrer Saga um „Ravenwood“.

 

Zunächst kann sich April Dunne gar nicht mit der Tatsache anfreunden, dass sie ihr geliebtes Edinburgh verlassen musste, nur weil ihr Vater seine Stelle bei der Zeitung verloren und keine andere im näheren Umkreis gefunden hat. Alles ist ihr fremd und sie kennt zudem niemanden. Mit ihrer Freundin kann sie nur noch per Telefon oder Internet sprechen.

Auch die Schule gefällt ihr nicht besonders. „Ravenwood“ ist eine private Eliteeinrichtung, in der ein paar Dinge anders laufen, als sie es gewohnt ist. Auf der einen Seite macht ihr der Unterricht Spaß, weil die Lehrer ganz offensichtlich zu den Besten ihres Faches gehören, auf der anderen Seite haftet ihnen, wie auch manchen der Schüler, eine seltsame Aura an. Und dann ist da noch der seltsam unnahbare Gabriel, der sie am Anfang auch noch gewarnt hat, das Gebäude überhaupt zu betreten.

Doch April hat keine andere Wahl und muss lernen, mit ihrem neuen Leben zurechtzukommen, dass viel Ungewohntes von ihr abfordert und neue Grenzen setzt. Denn seit in der Gegend, in die sie gezogen sind, seltsame Morde passieren, sehen die Eltern sie gar nicht mehr gerne nach der Dunkelheit außer Haus oder mit Freunden zusammen.

Doch das Mädchen lässt sich nicht beirren und macht nach und nach einige erstaunliche Entdeckungen, die ihr ganzes Weltbild auf den Kopf stellen und zudem auch ihr Leben tiefgreifend verändern werden

 

Obwohl „Die Schule der Nacht“ nicht als Jugendroman ausgezeichnet wurde, kann man schon am Klappentext erkennen, dass mit der Geschichte eher jüngere Leserinnen ab zwölf Jahren angesprochen werden.

Das Buch hat alles, was sich Teenager wünschen – ein ausgefeiltes Schulumfeld mit den klassischen Typen unter der Lehrerschaft und den Mitschülern, einen geheimnisvollen jungen Mann, der der selbstbewussten Heldin ins Auge fällt und nicht zuletzt eine abwechslungsreiche Mischung aus Abenteuer und Romantik.

Denn natürlich schwelt im Hintergrund noch ein großes Geheimnis, das aber nicht nur die Schule, sondern auch April selbst umgibt. Zusammen mit der Protagonistin können die Leser so nach und nach herausfinden, was es mit der Schule und den Morden in der Gegend eigentlich auf sich hat.

Letztendlich wird dem Vampirthema keine besonders ungewohnte Note abgerungen – viele Handlungsmuster sind bereits aus anderen Romanen und Geschichten bekannt, die Geschichte liest sich aber sehr flüssig und unterhaltsam, weil die Autorin ein Gleichgewicht zwischen Action und Beschreibung findet. Auch die Figuren entwickeln genug Eigenleben um zu überzeugen, auch wenn ihre Charaktere nicht besonders in die Tiefe gehen. Alles in allem kann man ihr durchaus verzeihen, dass sie viele Klischees nutzt und nur selten wirklich überraschen kann.

 

Alles in allem ist „Die Schule der Nacht“ ein durchaus unterhaltsamer Mystery-Roman für Jugendliche und jung Gebliebene, der vor allem denen gefallen dürfte, die von liebenden Blutsaugern und Vermächtnissen der Vergangenheit nicht genug bekommen können.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Die Schule der Nacht

Reihe: Ravenwood, Bd. 1

Autorin: Mia James

broschiert, 605 Seiten

Goldmann, erschienen August 2012

Übersetzung aus dem Englischen von Anja Galic

ISBN-10: 3442477719

ISBN-13: 978-3442477715

Erhältlich bei: Amazon

Kindle Edition

ASIN: B007YLVSUE

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 05.01.2013, zuletzt aktualisiert: 04.02.2019 15:57