Die Auseinandersetzung mit den Namenlosen spitzt sich deutlich zu. Gabriels Eltern setzen ihn unter Druck und bedrohen alle, die ihm nahestehen. Dazu kommt, dass Gabriel plötzlich unter Halluzinationen zu leiden scheint. Und natürlich wird auch die Aufgabe des diesjährigen Gaunerpokals noch anspruchsvoller als alle bisherigen.
Wie üblich lässt J. J. Arcanjo auch den 4. Band seiner Jugend-Abenteuer-Reihe Schule der Meisterdiebe wieder mit nur kleiner zeitlicher Lücke an den vorherigen (Die geheimnisvolle Insel) anschließen.
Neben neuen Herausforderungen bei ihrer Ausbildung zu meisterhaften Dieben müssen sich der Protagonist und seine Freunde diesmal in noch größerem Maße mit der Verbrecherorganisation der Namenlosen auseinandersetzen. Auch wenn es der Autor schon seit mehreren Bänden nicht mehr ausdrücklich erwähnt, müssen die Schüler aus Gariels Jahrgang im Alter von mittlerweile 16 Jahren in dieses Schuljahr starten und im Laufe des Bandes 17 werden. Mittlerweile sind sie also schon eher junge Erwachsene – was sich in der Handlung allerdings nicht erkennbar widerspiegelt. Sie wirken immer noch eher wie die Kids, die sie am Anfang der Reihe waren. Allerdings macht sich das nicht störend bemerkbar. Der Aufbau der Geschichte entspricht von den Grundzügen her wieder dem bewährten Muster. Am Ende dieses Buches verheimlicht der Protagonist seinen Freunden eine wichtige Information, ohne des es dafür aus meiner Sicht eine offensichtliche Erklärung gibt. An diesem Punkt kann man nur spekulieren, welche Bedeutung das für den noch ausstehenden letzten Band dieser Reihe bekommen könnte. Da kann man nur der Auflösung harren.
Stilistisch kommt es zu keinen Veränderungen. Der Autor folgt auch weiterhin stets seinem Protagonisten.