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Die Seelenzauberin von Celia S. Friedman

Reihe: Die Magister, Bd. 2

Rezension von Christel Scheja

 

Im ersten Band der „Magister“-Trilogie führte Celia Friedman in ihre magische aber sehr düstere Welt voller Magie ein, in der Götter und Dämonen auf sehr seltsame Art und Weise aktiv sind und sich in die Seelen der Menschen schleichen. Damals ist es Kamala gelungen, in den Bund der Magister aufgenommen zu werden und dadurch eine vollwertige Magierin zu sein. Dabei wurde sie erstmals mit den Seelenfressern konfrontiert, einer Macht aus der fernen Vergangenheit der Welt, die nur durch wenige Menschen mit dem Blut der Götter in sich im Zaum gehalten werden konnten.

Damals lernte sie auch den Prinzen Andovan Aurelius kennen, den Erben des Großkönigs Danton Aurelius. Allerdings opferte dieser schließlich sein Leben, um die anderen Menschen vor den Machenschaften seines Vaters zu retten.

 

Für Trauer bleibt allerdings keine Zeit, denn die Seelenfresser streifen noch immer zwischen den Menschen umher und bringen ihnen den Tod. Und das Großkönigtum ist in Gefahr, denn neben dem König und seinem ältesten Sohn ist auch noch der zweite Erbe umgekommen, so dass die Krone nun an den jüngsten Sohn fällt, der sich allerdings einem Orden fanatischer Mönche angeschlossen hat.

Zwar entsagt er seiner Berufung und nimmt das Amt des Königs an, aber er verschließt seine Augen vor den magischen Gefahren, die immer noch vor den Toren seines Palastes lauern.

Derweil versuchen Kamala und die Magister einen Weg zu finden, um die Seelenfresser aufzuhalten. Dabei stöbern sie in den alten Archiven der Lyr und entdecken eine überraschende Spur, die zu der Mutter des neuen Großkönigs führt, und die sich bisher immer im Hintergrund gehalten hat. Könnte sie die Person sein, die die Macht ihres Blutes zu entfesseln vermag?

Doch auch die Feinde der Magister ruhen nicht und versuchen alles, um Kamala und ihre Gefährten aufzuhalten, die sich nun daran machen, die Strophen einer alten Prophezeiung in die Tat umzusetzen.

 

Wie der erste Band „Die Seelenjägerin“ ist auch der zweite Roman der Reihe eher ruhig und verzichtet zu Gunsten einer ausführlichen Charakterzeichnung auf Action. Auf der einen Seite spinnt die Autorin die Schicksale ihrer überlebenden Charaktere weiter und führt neue ein – vor allem Andovans jüngsten Bruder, der ihm trotz aller Unterschiede doch recht ähnlich ist.

Derweil erfährt man ein wenig mehr über die Lyr und die Seelenfresser.

Es gibt zwar den ein oder anderen Kampf, aber diese Auseinandersetzungen werden nur gering dosiert eingesetzt, um die Handlung ein wenig aufzulockern.

Die Geschichte wird mehr von den anschaulichen Beschreibungen der Welt und der sehr detailliert beschriebenen Figuren getragen, wobei sie in diesem Band allerdings den Fehler macht, sich auf zu viele Personen zu konzentrieren. Das führt in dem Roman gerade in der Mitte zu einigen Längen, da die Geschehnisse die Helden nicht wirklich voran bringen.

Alles in allem ist die Handlung aber klug durchdacht und logisch nachvollziehbar, sie gewinnt gerade zum Ende hin an Atmosphäre.

 

Alles in allem ist auch „Die Seelenzauberin“ ein eher ruhiger Fantasy-Roman, der vor allem die Leser anspricht, die charakterzentrierte Geschichten mit einem gut durchdachten magischen Hintergrund mögen und nicht unbedingt nach einem Happy End verlangen.

 

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Die Seelenzauberin

Reihe: Die Magister, Bd. 2

Autorin: Celia S. Friedman

Paperback, 505 Seiten

Piper, erschienen Oktober 2010

Übersetzung aus dem Englischen von Irene Holicki

Titelbild von Nicolai Georgiew

ISBN-10: 3492267823

ISBN-13: 978-3492267823

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 26.11.2010, zuletzt aktualisiert: 16.05.2019 14:35