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Die siebte Frau von Frédérique Molay

Rezension von Andreas Hammerschmidt

 

Rezension:

Der Pariser Kriminalkommissar Nico Sirsky wird zu einer grausam zugerichteten Frauenleiche gerufen. Kaum hat er mit der Untersuchung des Falls begonnen, geschieht

ein zweiter, noch brutalerer Mord. Wie bei dem ersten Opfer, der Geschichtsdozentin Marie-Hélène, ist das Umfeld unverdächtig. So geht es weiter, jeden Tag eine tote Frau. Bis Sirskys Freundin verschwindet. Wird sie die siebte Frau?

 

Nico Sirsky ist Hauptkommissar und Leiter der „Brigade Criminelle“ der Kriminalpolizei in Paris, was nicht unbedingt ein perfektes Leben verspricht. Ganz im Gegenteil: Durch Übermüdung und Stress hat er ein Magengeschwür, die Bilder der Leichen lassen ihn nachts nicht in Frieden schlafen und seine Exfrau mit seinem Kind bescheren ihm auch nicht gerade ein rosiges Leben.

Doch sein neuer Fall, ein Serienmörder, der innerhalb sieben Tage sieben Morde ankündigt, lässt ihm ebenfalls keine Ruhe. Die ermordeten Frauen, dessen Umfelder in keinster Weise auffällig sind, werden auf eine grausame Art und Weise zugerichtet und kaltblütig umgebracht. Der Täter, ein Vollprofi, hinterlässt weder Spuren noch irgendwelche „Werkzeuge“.

Sirksy ist zeitweise ratlos und sehnt sich immer mehr nach einer Frau in seinem Leben, die ihn unterstützt. Seine neue Ärztin, Dr. Caroline Dalry, wäre solch eine, doch ein Privatleben gibt es für ihn eigentlich nicht.

Als auch noch der Schwager von Sirsky in den Fall verwickelt wird und er direkt vom Mörder angesprochen und herausgefordert wird, scheint sich die Situation für Sirsky zu einem Dilemma zu entwickeln...

 

Im Juni 2008 erschien die deutsche Übersetzung des französischen Bestsellers „La 7ème femme“, übersetzt „Die siebte Frau“, von Frédérique Molay. Ihr Debütroman konfrontiert anfangs ganz typisch für einen Thriller den Leser mit den Problemen der Hauptfigur, in diesem Fall den Zeit-, Familien- und Krankheitsproblemen Sirskys, und dem ersten grausamen Mord. Die nötige Spannung ist folglich ab der ersten Seite präsent.

Sirsky, aus dessen Sicht der größte Teil des Buches geschrieben ist, wirkt als Hauptfigur trotz seiner hohen Stellung bei der Polizei natürlich sympathisch. Auch allgemein gesehen kann sich der Leser jede einzelne Figur sehr gut vorstellen.

Da der zweite brutale Mord sogar aus der Sicht des Mörders erzählt wird, steigt die Spannung im Kapitel „Dienstag“ weiter an und der Gedanke an eine Lesepause entsteht nicht einmal. Die großen Aufteilungen des Buches in einzelne Wochentage (Der Zeitraum des Thrillers beläuft sich auf eine Woche) und die Aufteilung letzterer machen das Ganze sehr übersichtlich, strukturiert und sehr leicht zu lesen. Hier ein Kompliment an die Autorin.

Doch das größere Kompliment geht schlicht ergreifend an die Art und Weise, wie Molay ihre Leser an das Buch fesselt. Einen Spannungsabfall kennt das Buch nicht; auch durch seine unkomplizierte und einfache, doch trotzdem nicht niveaulose Schreibweise.

Als etwa in der Mitte des Buches der Schwager von Sirsky und er selbst in den Fall verwickelt werden, kann man das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Wechselnde Sichtweisen erhöhen die Spannung immer mehr.

Am Ende laufen natürlich alle Spuren und alle Verbindungen zusammen – Happy End wie man es kennt.

Was eigentlich weder bedeutsam noch erwähnenswert ist, ist die lustige Anmerkung, dass Molay auffallend oft versucht, mit aller Gewalt eine Doppelnennung eines Namens zu vermeiden.

 

Fazit:

Respekt, Frau Molay, ihr Debütroman hat mich beeindruckt! Ein Buch voller Spannung und Abwechslung – eine super Abendlektüre.

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Die siebte Frau

Autor: Frédérique Molay

Heyne, Juni 2008

broschiert, 335 Seiten

ISBN-10: 3453405463

ISBN-13: 978-3453405462

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 15.09.2008, zuletzt aktualisiert: 12.04.2019 16:18