Die Sims 2 - Apartment-Tiere (Nintendo DS)
 
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Die Sims 2 - Apartment-Tiere (Nintendo DS)

Rezension von Christine Schlicht

 

Inhalt / Hintergrund

Der Sim, den man sich erstellt, bezieht ein Apartment und wird, kaum das er sich mal darin umgesehen hat, sofort vom Hausmeister genervt, der eine Hundewelpe gefunden hat, um die man sich kümmern soll. Das Tier stinkt barbarisch und ist erst einmal damit beschäftigt, dem Sim die Wohnung auf den Kopf zu stellen. Dann aber, wenn er das Getier wieder zu einem artigen, sauberen Hund erzogen hat, rennen ihm die Tierbesitzer die Bude ein, denn die Wohnung, die übernommen wurde, ist das Tier-Wellness-Center des Onkels. Und so ist der Sim den ganzen Tag damit beschäftigt, Tiere zu putzen, zu beschäftigen und zu pflegen und sich so seine Simoleons zu verdienen. Zwischendurch, wenn er wegen der ganzen Kundschaft dazu kommt, kann er mit den Tieren ein paar Minispiele spielen. Ganz nebenbei kann er auch noch die Wohnung umdekorieren, wenn er mag... sofern er vor lauter Panik dazu kommt.

 

 

Technik

Erst einmal fühlt man sich ein wenig erschlagen von der Masse an Informationen, die man bekommt, wenn man das Spiel beginnt. Man hat kaum Zeit, sich mit der Situation vertraut zu machen, bevor man schon den ersten Wohnungsgenossen aufs Auge gedrückt bekommt. Dazu kommen E-Mail-Botschaften von dem bewussten Onkel, von dem man die Wohnung übernommen hat und bevor man sich überhaupt über ein Tier hermacht, sollte man unbedingt die ganzen Handbücher lesen.

 

Zuerst muss man sich seinen Sim zusammenbauen und da ist die Auswahl wirklich erstaunlich groß und gut gemacht. Das Apartment kann man in der Übersicht betrachten, dann ist es aber sehr winzig und man hat mit einen Sehfehlern ein Problem, was zu erkennen. Man kann aber auch zoomen, dann hat man eine größere Ansicht, verliert aber ein bisschen den Überblick, wenn das Tier in einen anderen Raum abzischt.

 

Gespielt wird mit allem, was der DS zu bieten hat, dem Touchpen dem Steuerkreuz und den Tasten. Die Menüführung in den einzelnen Optionen erinnert verdächtig an die eines I-Phone, denn man bekommt keine Liste zum antippen, sondern man hat Bilderchen, die im Kreis hintereinander stehen und von denen man dich dann das gewünschte in den Vordergrund zieht.

 

Auf dem oberen Bildschirm werden in der Grundfunktion (Bewegung im Apartment) die Inhalte des PDA angezeigt, also Tageszeit, deine Geldmengen, Nachrichten, die auf Behandlung wartenden Tiere und die Bedürfnisse des Sim (der auch mal aufs Klo muss oder sich was zu essen holen). Bei der Behandlung eines Tieres dann dessen Bedürfnisse oder Werte.

 

Viel Holz auf einem Haufen, durch das man sich erst einmal durcharbeiten muss, um effektiv arbeiten zu können. Das Wellness-Center zu führen bedeutet nicht nur, die Tiere zu bespaßen, sondern auch eine Diagnose über ihren Zustand zu stellen und es entsprechend zu behandeln.

 

Am Anfang sind es Hund und Katze, später werden dem Sim auch Hasen, Meerschweinchen und sogar Schlangen vorbeigebracht. Bei den Minigames können zusätzliche Objekte freigeschaltet werden, oder auch Geld verdient. Zur Auswahl stehen die Schatzsuche (für Hund und Katze), bei dem die Tiere Geldbeutel finden können, aber auch alte Schuhe (Nieten). Für Vögel gibt es einen Tanz und die Schlange kann beschwört werden.

 

Um die Gestaltung der Wohnung und den Ausbau des Wellnesscenters sollte man sich aber auch unbedingt kümmern. Die Dekorationsmöglichkeiten sind vielfältig und kostspielig. Das muss erst mal verdient werden.

 

 

Spielspaß

Der Sim ist in seinem Tiercenter doch sehr isoliert, von wegen „triff interessante Nachbarn und kümmere dich um ihre Tiere“. Davon kann man den ersten Teil getrost streichen. Man macht jeden Tag den ganzen Tag das Gleiche, Tiere entgegennehmen, pflegen, bespaßen. Und der Tag hat viel zu wenig Stunden, um alles just in time auf die Reihe zu bekommen. Ob das auf die Dauer den Spieler an die Konsole fesseln kann, ist stark zu bezweifeln. Viele Spielabläufe kennt man schon, z.B. von Nintendogs, also Hund pflegen, mit ihm Ball spielen usw. aber da geht es entspannter zu. Da kann man auch mal Kontakte nach außen pflegen.

 

Für lesefaule Kinder wird der Spaß auch schnell verdorben, wenn sie erst einmal endlose Handbücher durcharbeiten müssen, bevor sie mit den Tieren klar kommen und auch die Spielanleitung ist sehr umfangreich. Dazu kommen immer wieder Nachrichten zum lesen und immer wieder die gleichen Handlungen. Dazu das zum Teil nervtötende Autogehupe als eines der wenigen Hintergrundgeräusche.

 

Der Spieler braucht jedenfalls eine Menge Geduld. Wer die hat, der wird mit toller Grafik belohnt. Wer sie nicht hat, mit Stress.

 

 

Fazit

Trotz des Umfangs an Spielinhalten und den Stress, den man sich am Anfang antut, auf die Dauer dürfte „Apartmenttiere“ eher als langweilig eingestuft werden können. Dann lieber die Sims mit Kontakt zur Außenwelt spielen und den Bedarf an Kuschel- und Spieleinheiten mit Tieren mit den Klassikern wie Nintendogs decken.

 

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202407132024554a07f105
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Die Sims 2 - Apartment-Tiere

von Electronic Arts GmbH

Plattform: Nintendo DS

USK-Einstufung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gem. 14 JuSchG

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 19.11.2008, zuletzt aktualisiert: 21.10.2022 08:12, 7763