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Die Stadt der Seelen von Christoph Lode

Reihe: Pandaemonia, Bd.2

Rezension von Christel Scheja

 

Nach „Der letzte Traumwanderer“ erscheint nun der zweite Teil der „Pandaemonia“-Trilogie aus der Feder von Christoph Lode. Er trägt den Titel „Die Stadt der Seelen“ und fängt genau dort an, wo der vorherige aufhörte.

 

Bradost wird schon eine ganze Weile von der geheimnisvollen Lady Sarka und ihren Spiegelmännern beherrscht. Widerstand gegen ihre absolutistische Regierungsweise erstickt sie durch ihre Häscher im Keim, so dass sich die Rebellion nur noch im Untergrund bewegt. Zudem verfolgt sie andere Pläne, als sie den jungen Jackon aus der Gosse holen lässt. Denn er besitzt eine seltene Gabe, die sie sich zu Eigen machen will – das Traumwandeln.

Während sie ihm Nahrung, Kleidung und eine gute Unterkunft gibt, lehrt sie ihn, mit ihren Kräften umzugehen, was auch schon zu einer Konfrontation mit dem Herrn der Träume führte und den Nachtalben Lucien auf den Plan rief.

Derweil muss Liam Satander mit ansehen, wie sein Vater von den Spiegelmännern, den Handlangern der Lady ermordet wird. Der Sterbende ringt ihm noch das Versprechen ab, in den Palast zu gehen und dort das gelbe Buch von Yaro D’ar an sich zu bringen, mit dem man einen Phönix rufen kann.

Das gelingt ihm mit der Hilfe Nestor Quindals, eines Erfinders. Unter den Augen der Lady freundet er sich auch mit Jackon an. Doch als er das Buch findet, bleibt ihm nichts anderes übrig, als in das Pandaemonium zu fliehen, aus dem es bisher keine Rückkehr gab.

Doch das ruft Viviana Quindal auf den Plan. Sie hat sich in Liam verliebt und wagt mit ihrem Vater ebenfalls die Reise in das Pandaemonium, weil sie durch die Familie ihrer Mutter erfahren hat, wie wichtig es ist, dieses nicht wieder in die Hand der Lady geraten zu lassen.

Derweil bereitet Sarka einen neuen Schlag vor. Mit der Hilfe von Jackon will sie zur neuen Herrin der Träume werden.

 

Christoph Lode erzählt die Geschichte in dem gleichen Tempo weiter in dem er sie begonnen hat. Man merkt der Geschichte an, dass sie der Mittelteil einer Trilogie ist, da sie gleich mitten in der Handlung anfängt und mit einem Cliffhanger endet. Wie so oft zeigt sich, dass die Gegenspielerin den Helden einen schritt voraus zu sein scheint und sie mehr in der Hand hat, als gedacht.

Vor allem Jackon kommt ins Schwitzen. Ist er am Anfang noch von der Freude erfüllt, seine Kräfte vervollkommnet zu haben, steht er am ende vor einem Trümmerhaufen, denn er durchschaut endlich, welches Spiel die Lady mit ihm getrieben hat und weiß nicht, was er jetzt tun soll.

Das ist einer der Handlungsstränge, die auch im kommenden Band noch interessant werden könnte. Man erfährt zudem mehr über die Machenschaften und Pläne Lady Sarkas, die Gefahren, die sie damit heraufbeschwören könnte und das Geheimnis des Buches hinter dem alle so sehr her sind.

Das führt allerdings dazu, dass viele Figuren, auch Liam und Viviana eher blass bleiben und sich nicht weiter- und auch diesmal kaum eine Art Persönlichkeit entwickeln, sie werden eher noch mehr zurückgenommen, was die Geschichte doch sehr schwächt, da man an ihrem Schicksal kaum noch Anteil nimmt.

Wie im ersten Band erfährt man nur wenig über den Hintergrund und kann sich gerade einmal zusammen reimen, wie Bradost, das Traumreich oder das Pandaemonium aussehen könnten. Immerhin führt er in diesem Teil zwei Handlungsstränge zusammen und zeigt damit, wie eng sie eigentlich schon vorher miteinander verknüpft waren.

 

Alles in allem ist „Die Stadt der Seelen“ wieder sehr solide verfasst, leidet aber unter den Schwächen eines Mittelteils und der geringen Ausarbeitung von Figuren und Hintergründen. Die Spannung stimmt zwar, aber man nimmt nicht wirklich Anteil an der Geschichte selbst, was ihr viel an Ausstrahlung und Atmosphäre nimmt.

 

Eure Meinung:


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Die Stadt der Seelen

Autor: Christoph Lode

Reihe: Pandaemonia, Bd.2

Paperback, 476 Seiten

Goldmann, erschienen März 2010

Titelbild von Chris McGrath

ISBN-10: 3442471745

ISBN-13: 978-3442471744

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 06.04.2011, zuletzt aktualisiert: 16.05.2019 14:35