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Die Stimme der Ahnen von Pierre Grimbert

Reihe: Die Krieger, Bd.3

Rezension von Christel Scheja

 

Mit dem Zyklus um „Die Krieger“ kehrt Pierre Grimbert noch einmal in die Welt „Der Magier“ zurück, denn nach dem Ende der Tetralogie waren offensichtlich noch nicht alle Geheimnisse der Insel Ji gelöst und schon gar nicht alle Feinde besiegt. Einigen davon ist es selbst gelungen, Erben heran zu ziehen, andere haben nur geduldig eine Generation abgewartet.

Noch immer treibt der von dem dunklen Magier Saat frei gelassene Dämon Sombre sein Unwesen und die Prophezeiung hat sich noch nicht erfüllt, das einer mit dem Blut der Erben ihn besiegen könnte, der aber noch nicht geboren worden sei.

 

Nun, fast dreißig Jahre später haben die Gefährten, die die Insel Ji sahen und überlebten, selbst erwachsene Kinder. Diese werden eines Tages völlig davon überrumpelt, dass ein Unbekannter ihre Eltern einfach entführt.

Amanon, der Älteste, kann nur auf die Aufzeichnungen seiner Mutter zurück greifen, um Hinweise zu finden. Doch sie müssen schmerzhaft erfahren, dass es ganz neue Feinde auf sie abgesehen haben. Er ist sich aber sicher, dass sie die Antworten auf ihre Fragen wie ihre Eltern nur auf Ji erhalten können.

Doch schon auf der Reise müssen sie sich vielen Gefahren stellen. Nach dem letzten Kampf gegen die heimtückischen K’lurier erwachen Keb und Cael erst einmal nicht aus ihrem Koma, so dass die anderen, um sie fürchten müssen.

Doch sie haben noch einmal Glück im Unglück, denn die beiden kommen auf Ji wieder zu sich, gerade rechtzeitig, um mit den anderen einem neuen vertrauten und wenig geschätzten Gesicht gegenüber zu stehen.

Die Göttin Zuïa und eine ihrer Dienerinnen erwarten sie vor dem Eingang zur Höhle der Geheimnisse – ausgerechnet das Wesen, dass ihre Eltern damals umbringen wollte. Sie macht den Erben ein interessantes Angebot, das sich allerdings als Falle erweist, der sie nur knapp entkommen können...

Auf der Flucht werden sie erneut angegriffen und wieder verlieren zwei Helden das Bewusstsein, während die anderen daran knabbern müssen, dass sein zweites und aggressives Ich immer mehr Macht über Cal gewinnt. Nun beschließen sie sich an das Orakel des Gottes Usul aufsuchen, um wenigstens eine Antwort auf ihre vielen Fragen zu bekommen und machen sich auf den gleichen Weg wie ihre Eltern zuvor, wohl wissend, was sie dort erwartet.

 

Wie wiederholt ein Autor seinen Erfolg? Indem er die erfolgreichen Versatzstücke der ersten Saga noch einmal verwendet? Pierre Grimbert wäre nicht der erste Autor, auch Schriftsteller wie David Eddings haben keinen Hehl daraus, sondern sich sogar lustig darüber gemacht.

Allerdings ist der Zyklus um „Die Krieger“ nicht als humorvolle Fantasy angelegt, so dass man doch schon manchmal die Augenbraue hochzieht, wenn die Kinder nicht nur ähnliche Wege wie ihre Eltern gehen, sondern auch fast das gleiche durchmachen, auch wenn der Hintergrund der Gegner etwas anders ist und er immer wieder einige von seinen Helden ausschaltet, um sich mehr auf die anderen konzentrieren zu können. Das Verwirrspiel geht jedenfalls weiter und erstmals gibt es auch unangenehme Länge, da die Protagonisten auch im dritten Band noch im Dunkel tappen und nicht wirklich wissen, wo sie eigentlich ansetzen sollen.

Das führt trotz der Action zu erheblichen Längen in dem Buch. Die Handlung gerät mehrfach ins Stocken und man ist immer noch nicht wirklich mit den Figuren warm geworden, die sich nicht sonderlich weiter entwickelt haben.

Fast genau so oberflächlich und schemenhaft wie die zentralen Charaktere wirkt weiterhin der Hintergrund und man hat nicht das Gefühl dem Höhepunkt wirklich näher gekommen zu sein.

 

Obwohl schon der dritte Band der Saga ist „Die Stimme der Ahnen trotz Action und Drama doch recht spannungslos und dazu noch verwirrend, weil man immer noch nicht wirklich weiß, was eigentlich los ist. Gerade einmal die absoluten Fans der beiden Sagas um die Insel Ji werden die kryptischen Hinweise wirklich genießen können, andere treffen eher auf gepflegte Langeweile.

 

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Die Stimme der Ahnen

Reihe: Die Krieger, Bd. 3

Autor: Pierre Grimbert

Klappbroschur 349 Seiten

Heyne, erschienen Dezember 2009

Übersetzung aus dem Französischen von Sonja Finck und Nadine Püschel

Titelbild von Lee Gibbons & Paolo Barbieri, Karte von Andreas Hancock

ISBN-10: 3453525477

ISBN-13: 978-3453525474

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 07.02.2010, zuletzt aktualisiert: 16.05.2019 14:35