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Die strahlende Stadt von Kate Forsyth

Reihe: Rhiannons Ritt, Bd. 2

Rezension von Christel Scheja

 

Kate Forsyth gewann bereits mit der Saga „Der magische Schlüssel“ um die Hexen von Eileannan viele Fans in Deutschland. Auch ihr neuster Zyklus „Rhianonns Ritt“ spielt in dieser Welt, wenn auch eine Generation später und in einer etwas anderen Region, so dass die Ereignisse ihrer ersten Geschichte keine Rolle spielen und man die Saga auch nicht kennen muss.

 

Rhiannon ist die Tochter einer der besten Jägerinnen der Satyricorn. Allerdings hat sie zu viel von ihrem menschlichen Vater geerbt und entwickelt nicht die äußerlichen Zeichen und die Gaben, die sie bräuchte, um ganz in den Stamm aufgenommen zu werden. Aus diesem Grund beschließt das Mädchen, das zu dieser Zeit noch keinen Namen besitzt, zu fliehen. Anlass dazu ist ein Mann, der unter unglücklichen Umständen stirbt, als sie ihn befreien will.

Aber seine Kleidung und Ausrüstung helfen ihr dabei zu fliehen, sogar eines der halbwilden geflügelten Pferde zu fangen und die Berge zu verlassen.

Schließlich wird sie von dem Hexerlehrling Lewen und seiner Mutter Lilanthe aufgenommen und soll mit beiden zum Hexenturm reisen, denn auch in ihr schlummern besondere Gaben.

Doch schon auf der Reise holt sie die Vergangenheit ein. Da sie offen zugibt, dass sie den Mann, dessen Kleidung und Habseligkeiten sie mit sich geführt hat, getötet hat, wird sie von den Wachen des Righ verhaftet und eingesperrt, um auf ihren Prozess zu warten.

Während Rhiannon mit der neuen Einsamkeit und der Aussicht auf ein düsteres Schicksal fertig werden muss, setzt ihr auch noch der Geist einer rachsüchtigen Königin zu, der sie als Werkzeug ihrer Vergeltung ausnutzen will.

Derweil kehrt Lewen in den Hexenturm zurück, um seine Ausbildung zu vollenden, aber ausgerechnet jetzt wird er durch die Leidenschaft einer seiner Kameradinnen in die am Hof tobenden Intrigen gezogen und findet nicht die Zeit, sich um Rhiannon zu kümmern.

Schließlich sind auch noch Isabeau, Iseult und Lachlan gezwungen, einzugreifen, um ihre Kinder zu beschützen, denn ganz offensichtlich hat Rhiannons Vergangenheit mehr mit den Schatten, die sich am Horizont zeigen, zu tun, als sie dachten.

 

Wer jetzt erwartet, dass die Handlung der Geschichte rasant voran getrieben wird, der täuscht sich ziemlich. Auch in „Die strahlende Stadt geht es eher gemächlich zu, und die Autorin nimmt sich sehr viel Zeit, um die Charaktere miteinander agieren zu lassen. Dabei setzt sie auf Dialoge und Beschreibungen, innere Entwicklungen und kleine dramatische Szenen, weniger auf das große Epos. Action wird nur sehr sparsam eingesetzt, ebenso die Magie, die zwar eine wichtige, aber keine prominente Rolle spielt.

Indem man die Welt im Kleinen kennen lernt, die Helden in ihren alltäglichen Umfeld, wächst man in sie hinein. Deshalb ist das Buch auch dann noch spannend, wenn eigentlich nichts passiert. Allerdings sollte man schon ein Faible für diese charakterzentrierten Werke haben, sonst wird man nicht wirklich zufrieden sein.

Auch diesmal endet das Buch wieder mit einem Cliffhanger und lässt den Leser im Regen stehen, so dass man entweder bitter enttäuscht ist oder gespannt auf das kommende buch wartet.

 

Auch „Die strahlende Stadt“ wendet sich in erster Linie an sehr geduldige Leser, die an ihrer Lektüre vor allem eine stimmungsvolle Atmosphäre und lebendige Personen schätzen und denen es weniger um Schlachten, Gemetzel oder ein dramatisches Liebesmelodram geht.

 

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Die strahlende Stadt

Autor: Kate Forsyth

Reihe: Rhiannons Ritt, Bd.2

broschiert, 638 Seiten

Blanvalet, München erschienen 2009

Übersetzung aus dem Englischen von Karin König

Titelbild von Kadri Umbleja und anderen

ISBN-10: 344224451X

ISBN-13: 978-3442244515

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 09.02.2010, zuletzt aktualisiert: 18.07.2019 19:45