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Die Stunde des Schurken von Scott Ciencin

Reihe: Everquest Bd.1

Rezension von Carsten Kuhr

 

Eine junge Frau, eine Halbelfin wird in einem der berüchtigten Viertel der Hafenstadt Qeynos von zwei Dieben bedrängt. Plötzlich mischt sich ein Mann ein. Kaum ist die Gefahr gebannt wird der Unbekannte selbst zur gehetzten Beute. Ohne eine Erinnerung an sein bisheriges Leben muss er sich den Nachstellungen unterschiedlichster Verfolger erwehren. Priester des Todeskultes sind ebenso hinter ihm her, wie die Diebesgilde, Geheimgesellschaften und die von ihm gerettete Halbelfin. Seine Wurfmesser und eine rätselhafte Botschaft, die an einen Rileigh gerichtet ist führt ihn auf die Spur seiner Vergangenheit und eine Queste. Zusammen mit drei anderen Paladinen macht er sich auf, vier der auf der ganzen Welt verteilten Knochen des letzten Drachen zu suchen. Doch auch Andere sind auf der Jagd nach den Knochen. Nur mit diesen lässt sich der Drache wiederbeleben, und die Vernichtung der Welt herbeiführen. Und genau dies haben einige der Gegner unseres Helden vor. Zum Finale treffen sich alle Parteien wieder in Qeynos und einmal mehr ist Rileigh wie er sich mangels besserem Wissen nennt das Zünglein an der Waage...

 

Sword & Sorcery nennt man diese Spielart der Fantasy. Farbenprächtige Settings, wilde Kämpfe, böse Magier und Priester sowie verführerische Frauen gehören ebenso dazu wie charismatische Helden. Und vorliegend geht es dann zu Beginn so richtig los ins Abenteuer. Wir haben einen sympathischen Helden, der sich wie wir auch in seiner Umgebung mangels Erinnerung nicht auskennt. Schnell aber wird deutlich, dass er sich seiner Haut zu wehren weiss. Dazu kommen dann die üblichen Verdächtigen - die lokale Unterwelt oder Piraten dürfen dabei ebenso wenig fehlen, wie verräterische Adelige, dunkle Magier oder tödliche Labyrinthe.

 

Das liest sich anfänglich recht flott und spannend. Interessiert verfolgte ich, wie sich das Mysterium um unseren Helden zunächst offenbart, wie er sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit und seinem Platz in der Welt macht. Geschickt stellt der Autor seine verschiedenen Fraktionen vor, mischt seiner actionbetonten Handlung genau das richtige Mass an Geheimnissen und Rätseln bei, um der Lektüre Spannung zu verleihen.

Doch dann kommt es plötzlich und unerwartet zu einem Bruch im Erzählfluss. Als Autor von über sechzig Romanen sollte Ciencin es eigentlich besser wissen, und keine typischen Anfängerfehler mehr machen. Doch ab der zweiten Hälfte des Romans hüpft die Handlung unmotiviert und ohne Übergänge von einer Szene zu der nächsten. Befanden wir uns eben noch an Bord eines Segelschiffes, finden wir uns im nächsten Moment in einer Piratenfestung etc. Plötzlich tauchen neue Gegner auf, unser Held muss sich mit anderen Begebenheiten auseinandersetzen, ohne dass wir erfahren warum. Das wirkt nur noch verwirrend, und zerstört den bis dahin aufgebauten Handlungsbogen und die Stimmung. Nachdem ich das Original nicht kenne kann ich nicht beurteilen, ob hier ggf. ohne Fingerspitzengefühl gekürzt wurde, oder ob die Handlung im englischsprachigen Original ebenso unmotiviert fortgesetzt wird. Was als durchaus vergnüglich zu lesendes Fantasy-Abenteuer begann, das entwickelt sich zu einem verwirrenden Durcheinander, das mir letztlich den Appetit auf das Buch verdarb.

 

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Die Stunde des Schurken

Reihe: Everquest Bd.1

Autor: Scott Ciencin

Broschiert - 410 Seiten - Dino Entertainment

Erscheinungsdatum: September 2005

ISBN: 3833213124

Erhältlich bei: Amazon

Zur Serie:

EverQuest

Weitere Infos:


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Erstellt: 13.02.2006, zuletzt aktualisiert: 16.05.2019 14:35