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Die Stunde des Zwielichts von Carrie Vaughn

Reihe: Midnight Hour, Band 6

Rezension von Christel Scheja

 

„Die Stunde des Zwielichts“ ist nicht nur der sechste Band der „Midnight Hour“-Serie sondern auch die direkte Fortsetzung des Vorgängerbandes „Die Stunde der Spieler“ und schließt den dort begonnenen Handlungsbogen ab.

 

Inzwischen hat sich einiges für Kitty getan. Sie muss nun nicht mehr auf der Flucht vor ihrem Rudel durch das Land reisen sondern ist selbst Alphawölfin. Inzwischen hat sie in Ben ihre große Liebe gefunden.

Beide wollen heiraten aber nicht unbedingt großen Aufwand betreiben. Deshalb beschließen sie nach Las Vegas zu gehen, wo Kitty ohnehin vor hat, ihre erste Fernsehsendung zu drehen. Doch dort kommt es anders als gedacht, da sie sich schon im Hotel nicht nur mit Waffenschiebern anlegen, sondern auch die Aufmerksamkeit eines düsteren Kults auf sich ziehen, der die babylonische Urgöttin Tiamat verehrt.

Die beiden kehren nach einigen Abenteuern nach Denver zurück, müssen aber feststellen, dass man nicht bereit ist, sie in Ruhe zu lassen. Schon bald setzt ein Unbekannter in Kittys Umfeld Häuser in Brand und zerstört dann auch noch leben. Es handelt sich ganz offensichtlich um einen Feuergeist, denn die vampirische Priesterin des Tiamat-Kultes hinter Kitty und Ben hergeschickt hat.

Nun ist guter Rat teuer, denn weder der Zauberer Grant noch der Meistervampir Rick, die ebenfalls in Denver leben, können ihr wirklich effektiv dabei helfen. Auch die Angehörigen des Rudels beginnen unruhig zu werden, so dass das ganze auch noch zu einer Bewährungsprobe für sie als Alphawölfin wird.

Ansonsten macht sie so weiter wie bisher und findet nicht nur Unterstützung durch ihre Zuhörer, sondern auch durch ein Fernsehteam, das eine Sendung über paranormale Phänomene gestaltet.

 

Der Leser merkt sehr schnell, dass die Geschichte nicht ganz für sich steht, sondern bereits im vorhergehenden Band begonnen hat, da er unvermittelt in die Handlung gestoßen wird und auch mit einigen Personen zurecht kommen muss, die Kitty inzwischen sehr gut zu kennen scheint.

Auch wenn viele Szenen dem alltäglichen Leben von Kitty gewidmet sind, die einen ganz anderen Weg als ihr Vorgänger in der Führung des Rudels einschlägt, auf der anderen Seite aber auch immer noch an ihrer Sendung hängt, so merkt man doch, dass eine nicht ganz fassbare Bedrohung über allem liegt und der Werwölfin zusammen mit ihren Freunden zu schaffen macht. Nach und nach enthüllen sich die Einzelheiten – und auch die Tatsache, dass das alles nur Teil eines viel größeren Spieles ist und eine ganz andere Person die Fäden in der Hand hält als vermutet.

Lange Zeit kommt es zu keiner großartigen Konfrontation, so dass die Action eher Mangelware ist, auch wenn die Spannung gewahrt bleibt. Man lernt Kitty und Co. zudem noch ein wenig mehr kennen und auch die Beziehungen der Figuren untereinander bleiben frei von all zu großer Rührseligkeit oder gar Kitsch. Alles in allem hat die Geschichte wieder an Fahrt gewonnen, da die Mischung zwischen Hintergrund und Charakterentwicklung wieder ausgewogen ist und einige sehr interessante Figuren dazu gekommen sind, die die Truppe um die junge Moderatorin ergänzen.

 

Auch in „Die Stunde des Zwielichts“ bleibt Carry Vaughn ihrer Linie treu und bietet eine spannende Geschichte, die in einen viel größeren Kontext eingebettet ist, als man zunächst vermutet und daher neugierig auf die Fortsetzungen macht...

 

Eure Meinung:


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Die Stunde des Zwielichts

Reihe: Midnight Hour, Bd. 6

Autorin: Carrie Vaughn

Paperback , 399 Seiten

Heyne, erschienen Januar 2011

Übersetzung aus dem Amerikanischen von Ute Brammertz

Titelbild von Dirk Schulz

ISBN-10: 345352747X

ISBN-13: 978-3453527478

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 30.03.2011, zuletzt aktualisiert: 04.02.2019 15:57