Erstmals treten in dem Wahlkreis, in dem die junge Reporterin Iris Woodmore lebt und arbeitet, 2 Frauen gegeneinander an. Bei der Berichterstattung stößt Iris auf überraschende Informationen zum Tod ihrer Mutter vor 6 Jahren. Außerdem gab es Verbindungen zwischen ihrer Mutter und einer der aktuellen Kandidatinnen. Als es dann auch noch zu einem Mord kommt, muss die Reporterin gleich in mehrere Richtungen nachforschen.
Zumindest im vorliegenden 1. Band geht diese Cosy-Crime-Reihe von Michelle Salter für das Genre eher unübliche Wege. Während sich die Handlung zunächst auf den Tod der Mutter der Protagonistin, die der Suffragetten-Bewegung angehörte, konzentriert, wendet sich die Geschichte später einem Mordfall zu. Dass es zwischen beidem einen Zusammenhang gibt, dürfte ›geübte Leser‹ kaum überraschen. Relativ ungewöhnlich ist auch, dass das Interesse der Protagonistin weniger darauf gerichtet ist, den Mörder zu überführen, als vielmehr darauf, die Verdächtige zu entlasten. Die Suffragetten und ihr Kampf ums Wahlrecht bilden dabei einen ständig mitschwingenden Hintergrund.
Der Kriminalfall ist durchaus interessant, das ›typische Cosy-Crime-Gefühl‹ stellte sich bei mir allerdings nicht ein. Das heißt jedoch nicht, dass ich das Buch deshalb als schlecht empfinden würde. Ich würde es jedoch eher als historischen Frauenroman mit Crime-Elementen bezeichnen.
Die Autorin lässt ihre Protagonistin als Ich-Erzählerin agieren.