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Die Tränen von Armon Surath

Reihe: Ganarah, Bd. 1

Rezension von Ralf Steinberg

 

Rezension:

Im Zentrum dieser Heroic Fantasy Saga steht eine hübsche, wohl gerundete Blondine, die nicht nur kämpfen kann, sondern auch ein dunkles Geheimnis mit sich herum trägt. Ganarah.

 

Autor und Zeichner Fabrice Meddour führt den Leser über mehrere Einzelszenen in die Handlung ein, die Vorgeschichte enthüllt sich erst nach und nach und auch noch nicht vollständig.

Dabei ist der Hintergrund eher düster. Die gewohnt mittelalterlich anmutende Welt ist dezent unirdisch gehalten, die Figuren weisen Hauer statt Zähne auf oder tragen Fell, in ähnlicher Mischung wie etwa bei Disney. Tiere und Pflanzen sind ähnlich verfremdet, wobei es hier einige mit deutlichem Niedlichkeitsfaktor gibt.

Das dient dem Kontrast und fügt den Bildern auch eine komische Note hinzu, der dem zum Teil blutigen Geschehen die Schärfe nimmt. Auch wenn Gewalt stattfindet, wird sie so eher zum notwendigen Bestandteil der Handlung als zum zentralen Motiv.

Neben hübschen Mädchen, von denen es einige gibt, glänzt der Band aber auch mit trüberen Farben.

Die Stadt Armon Surath befindet sich im Niedergang. Die einstige Hauptattraktion, Gladiatorenkämpfe in einer riesigen Arena, stellt sein Publikum immer weniger zufrieden, zu deutlich sind Betrug und Manipulation um den Champion Dzeroff. Mehr und mehr Einwohner verlassen die Stadt, ohne dass so recht klar wird, warum die Kämpfe so wichtig sind für das Leben.

Aber früher hat Ganarah hier gekämpft. Doch dann wurde sie wegen einer Regelverletzung verbannt und lebt als Einsiedlerin im Wald, nur zu den Wettkämpfen kommt sie in die Stadt. Obwohl sie erkannt wird, ignoriert man sie. Auch hier bleibt unklar warum.

 

Eine weitere Protagonistin der Marke sexy und gefährlich ist das Werwesen Tschenee, die an Ganarah verschont wird, als sie ihr in die Quere kommt. Tschenee wird von einem unbändigen Hunger getrieben, der sie immer wieder zwingt, wahllos zu morden. Doch ist sie nicht kaltherzig, etwas in ihr leidet unter ihrem Trieb. Sie ist noch lange nicht soweit, sich in ihrer verfluchten Existenz zurechtzufinden. Das spürt auch Ganarah und nimmt sich ihrer an.

 

Aber auch in der Stadt gibt es Personen die sich Gedanken machen. Etwa um das Wohl der Stadt. Schnell gelangt man zu der Ansicht, allein die Rückkehr von Ganarah in die Arena, könne den Verfall der Stadt aufhalten, doch mehrere Versuche, die Verbannte zu überzeugen, schlagen fehl.

Denn etwas stimmt nicht mit jenen Kämpfen in der Arena, wo die Kämpfer durch willkürliche Energiestrahlen mit übernatürlichen Kräften ausgestattet werden, die nur während des Kampfes wirken. Irgendetwas verbindet Garanahs Geheimnis mit diesen Kämpfen.

 

Insgesamt ist die Handlung des ersten Bandes der Garanah Reihe noch sehr auf die Einführung der Figuren bedacht. Sie werden mit Schatten versehen und bewusst zwiespältig gehalten. Sehr oft aber bleibt die Motivation unklar, erscheinen die Handlungen der Figuren willkürlich

Die visuelle Untermalung ist eher konservativ. Von drollig bis grob umrissen reichen die Figuren, die Hintergründe sind mal fein ziseliert, mal verschwommen leer, ohne wirkliche Highlights.

 

Fazit:

Der Auftakt zur Garanah Reihe baut eine düstere Fantasywelt auf, in der die hübsche Heldin mit einem dunklen Geheimnis aufgefordert wird, ihre Heimat zu retten. Von den aktuellen Serien im Splitter Verlag ist Garanah bisher die schwächste, ohne dabei schlecht zu sein.

 

Eure Meinung:


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Comic:

Die Tränen von Armon Surath

Reihe: Ganarah Bd. 1

Autor und Zeichner: Fabrice Meddour

Original: Les larmes d’Armon Zurath, 2005

Reihe: Ganarah Band 1

Splitter, 2007

Hardcover, 48 Seiten

ISBN: 978-3-939823-60-5

Erhältlich bei Splitter

weitere Infos:


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Erstellt: 28.08.2007, zuletzt aktualisiert: 17.11.2019 13:35