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Die Tricks des Überlebens

Rezension von Christel Scheja

 

Das Leben beweist immer wieder, wie trickreich es sein kann, um zu bestehen. In der Dokumentation „Die Tricks des Überlebens“ wird gezeigt, wie und warum in Regionen, die eigentlich als nahrungsarm und trist gelten, vom Klima gebeutelt sind, eine Artenvielfalt besteht, die man nicht für möglich hält.

 

Der Regenwald wirkt auf den ersten Blick wie ein Paradies, in dem nichts und niemand Hunger leiden muss. Tatsächlich ist das eine Täuschung, denn mehr als in anderen Regionen sind Pflanzen und Tiere aufeinander angewiesen, um weiter zu bestehen. Der Artenreichtum kündet von den vielen speziellen Abhängigkeiten und fragilen Ökosystemen, die dort existieren – sei es durch die unzähligen Kolibris, die nur den Nektar ganz bestimmter Blüten trinken können, weil ihr Schnabel genau auf deren Öffnungen abgestimmt ist, oder die unzähligen anderen Tiere, die allein durch die Tatsache, dass sie die Früchte fressen, die Samen der Bäume und Sträucher weiter verbreiten.

Wie kann es sein, dass ausgerechnet in der Savanne die größten Säugetiere der Welt leben. Was ermöglicht es ihnen in dem kargen Grasland zu bestehen, obwohl ihre Nahrung eigentlich nährstoffarm ist? Wie schaffen sie es, auch noch die letzten Reserven aus ihrem Futter zu holen?

Auch in den Wäldern der gemäßigten Zonen sind Tiere und Pflanzen aufeinander angewiesen. In Kanada etwa können viele Wälder nur überleben, weil Bären und Wölfe die Fische auf den Moospolstern ablegen und nicht ganz auffressen – den Bäumen so die notwendigen Nährstoffe überlassen.

Und nicht zuletzt gibt es die ausgefallenen Lebensgemeinschaften in Bächen, Flüssen, Seen und Meer, die den Bestand vieler Arten sichern.

 

In den letzten Jahren wird von Umweltschutzorganisationen immer wieder daraufhingewiesen, wie eng doch Tier und Pflanzenwelt miteinander verbunden sind, und was passiert, wenn man ein Teil davon absichtlich oder unabsichtlich zerstört. Meistens wird dabei der mahnende Zeigefinger gehoben und auf die Umweltzerstörung hingewiesen.

Anders sieht es in „Die Tricks des Überlebens“ aus. Die vierteilige BBC-Dokumentation konzentriert sich einzig und allein darauf, die Lebensgemeinschaften in voller Funktion zu zeigen und zu verraten, warum dem so ist. Ohne erhobenen Zeigefinger darf man in epischen Bildern miterleben, wie alles zusammenhängt, ein Sprecher liefert dazu immer wieder die wichtigsten Informationen. Die Geschichten sind so aufgebaut, dass sie sich ineinander verweben und ein Wechsel in eine andere Region sanft geschieht. Vielleicht wird für den erfahrenen Umweltschützer nicht genug verraten – aber gerade Neulingen könnten so die Augen ohne bitteren Beigeschmack geöffnet werden.

Alles in allem sind die vier Episoden kurzweilig gehalten und lassen die Zeit beim Zuschauen schnell vergehen. Am Ende ist man klüger – aber glücklicherweise nicht belehrt und kann sich entspannt zurücklehnen, gelassen über das Gesehene nachdenken.

An Bonusmaterial gibt es diesmal nichts – die vier Episoden stehen für sich alleine, sind aber von guter Bild- und Tonqualität, durch die auch die Aufnahmen besonders wirken.

 

 

Fazit:

 

Alles in allem überzeugt auch „Die Tricks des Überlebens“ durch seine angenehm unaufdringliche aber visuell herausragende Präsentation des Themas, die Neulinge genauso ansprechen dürfte, wie die alten Hasen. Der Informationsgehalt der Episoden ist hoch, der Lernfaktor auch ohne erhobenen Zeigefinger immens.

 

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DVD:

Die Tricks des Überlebens

(DVD; Dokumentation; FSK 0)

Format: Dolby, PAL, RC 2

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1

FSK: Ohne Altersbeschränkung

Studio: Polyband/WVG

Erscheinungstermin: 23. April 2013

Produktionsjahr: 2012

Spieldauer: 200 Minuten

ASIN: B00BQTL1IO

Erhältlich bei: Amazon

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 2023020519162246676a8c
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Erstellt: 21.05.2013, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01