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Die unbezwingbare Stadt

Rezension von Stefan Glaubitz

 

Ich hatte noch nie etwas von diesem Spiel gehört, doch klang der Titel dann interessant. Allerdings hätte ich das Spiel in einem Laden wohl glatt übersehen, da die Packung recht unscheinbar, in Brauntönen, gehalten ist. Erste Pluspunkte sammelte das Spiel trotzdem bereits bei mir. Die Packung ist im klassischen quadratischen Format, wie viele andere Spiele inzwischen auch, was ein Einlagern in den Spieleschrank auf jeden Fall erleichtert. Vorne auf der Packung sieht man eine mittelalterliche Szene, bei der einige Ritter auf eine, Stadt zureiten, die auf einem Berg thront. Auf der Rückseite sieht man einen Ausschnitt einer Spielszene. Weiterhin steht hier eine kurze Einleitung in das Spiel und man kann erfahren, dass es zu den Basisregeln noch eine strategische Variante des Spiels gibt. Außerdem findet man auf der Rückseite noch Angaben zu den Autoren, Designern, dem Vertrieb sowie Angaben zum Mindestalter, Spieleranzahl und ungefährer Dauer einer Partie. Auf der Vorderseite der Box ist weiterhin ein Siegel zu sehen, das zeigt, dass „Die unbezwingbare Stadt“ im Jahr 2005 den „Niederländischen Spielpreis“ gewonnen hat. Man darf also gespannt sein was sich im Inneren der Box befindet und ob das Spiel die hohen Erwartungen meinerseits erfüllen kann.

 

Aufmachung

Öffnet man die Packung fällt einem zuerst das Spielbrett auf. Es ist kreisrund und in 4 Teile zusammenklappbar. Das hat den Vorteil, dass das Spielfeld auf eigentlich jeden Tisch passt, selbst auf einen recht kleinen Tisch eines schwedischen Möbelherstellers. Das hat den Vorteil, dass man es eigentlich fast überallhin mitnehmen und bequem spielen kann. Das Spielfeld ist in 48 Gebiete unterteilt, die kreisförmig um das Zentrum herum angeordnet sind. Durch manche Gebiete läuft eine Straße, vom Zentrum zum Rand des Spielplans, durch andere fließt ein Fluss. In Jedem Gebiet sind kleine Kreise zu sehen, von einem bis zu acht, die die Kosten des Gebietes wiederspiegeln. Außerdem haben einige davon noch in der rechten unteren Ecke kleine Zahlen, von +1 bis +3, die einen Zusatzertrag symbolisieren. Der Rand des Spielplans wird umrahmt von der Siegpunktleiste, dargestellt durch eine Mauer, mit den Zahlen von 1 bis 50. Einige der „Mauerfelder“ sind rot hervorgehoben, dass wird im Laufe des Spiels noch wichtig sein. Insgesamt finde ich die Illustration der Gebiete ein wenig schlicht, da hätte ich mir etwas mehr Details gewünscht, dafür ist die Art der Spielplanaufmachung immer wieder begeisterungswürdig.

Weiterhin liegen dem Spiel 120 Karten bei. Sie gliedern sich in:

68 Gebäudekarten, 15 Ereigniskarten, 30 Einflußkarten, 4 Großmachtkarten (strategische Variante), 2 Handelskarten: „Pfandhaus“ und „Freier Markt“ (strategische Variante) und 1 Informationskarte zu „The Game Master“ (über die Firma)

Alle Karten sind ebenfalls in einem recht schlichten Stil gehalten, dadurch erscheinen sie nicht überladen. Lediglich ein wenig größer hätten sie sein können, damit man sie besser greifen könnte, dann allerdings würden sie nicht mehr richtig auf die Spielfelder passen.

Weiterhin liegen 125 Holzzylinder in 5 Farben (5 x 25) bei, welche die Ritter symbolisieren. Für jede Farbe gibt es zusätzlich ein großes Holzplättchen, welches den Großmeister jedes Ritterordens darstellt. Dazu kommen noch einmal 60 kleine braune Holzscheiben und 20 große Holzscheine, die Bausteine.

Dazu gibt es noch das Regelheft, das 8 Seiten stark ist und wie der Spielekarton in brauner Farben gehalten ist.

Die Box ist in viele Fächer unterteilt, sodass man alle Komponenten bequem einlagern kann, etwas, was ich an dieser Stelle einmal positiv vermerken möchte.

 

Das Ziel des Spiels

Ziel des Spiels ist es, als Großmeister eines der 5 Ritterorden, Bürgermeister der „unbezwingbaren Stadt“ zu werden. Das erreicht man dadurch, dass man Ländereien rund um die Stadt erwirbt und dort seine Gebäude baut, die alle unterschiedliche Siegpunkte geben. Dabei kommt es auf die Anzahl der Mitspieler an, wie viele Punkte man erreichen muss, um zu gewinnen. Die Punktemarke für den Sieg im Einzelnen ist bei:

 

  • 5 Spielern 20 Punkte.
  • 4 Spielern 25 Punkte.
  • 3 Spielern 30 Punkte.
  • 2 Spielern 40 Punkte.

 

 

Verständlichkeit der Regeln

Wie bereits oben erwähnt, ist das Regelheft 8 Seiten stark. Die erste Seite beschäftigt sich dabei mit dem historischen Hintergrund des Spiels und gibt uns eine Einführung in die Thematik. Auch sind hier die Siegpunkte, in einem braun hervorgehobenen Kasten, abgedruckt, sodass man sie immer schnell zur Hand hat. Die zweite Seite gibt Aufschluss über die Spielematerialien. Außerdem werden hier die Symbole auf den Gebäudekarten erklärt. Einige davon dürfen nicht in Gebieten gebaut werden, durch die ein Fluss läuft, andere MÜSSEN in einem Gebiet, durch das eine Straße führt, gebaut werden, andere dürfen wiederrum nicht in den inneren Ring der Stadt gebaut werden. Auf der dritten Seite ist eine Spieleszene abgebildet. In dieser Abbildung sind die einzelnen Spielkomponenten noch einmal, sehr übersichtlich, erklärt und geben schon mal einen „Vorababriss“ der wichtigsten Spielregeln. Die Seiten 4 und 5 befassen sich dann mit den eigentlichen Grundregeln des Spiels, auch „Basisspiel“ genannt. Hier gibt es zum einen den Kurzüberblick über die 3 Phasen des Spiels, wie auch eine ganz genaue Erklärung dieser Phasen. Auch die Siegbedingungen sind hier noch einmal erklärt, wie auch die Vorbereitungsphase. Das Regelwerk punktet dabei hier durch eine sehr gute Übersichtlich- wie auch Verständlichkeit. Nach einmaligem Lesen bleiben eigentlich keine Fragen an die Regeln offen, falls doch, sollte man sich einfach Seite 5 anschauen. Hier wird auf einer ganzen Seite ein Beispiel gegeben, in dem wirklich alle Regelfälle des Basisspiels behandelt werden. Die letzten beiden Seiten befassen sich dann mit erweiterten, noch strategischeren Regeln, die das Spiel herausfordernder machen. Auch hier geizen die Regeln keinesfalls mit Übersichtlichkeit.

Alles in allem hat „Die unbezwingbare Stadt“ ein sehr gut strukturiertes und sehr übersichtliches Regelwerk.

 

Vorbereitung

Die Spielvorbereitungen sind, für das Basisspiel wie für die erweiterte Version, schnell getroffen. Zuerst wird das Spielbrett aufgebaut, dann wählt jeder Spieler seine gewünschte Farbe und bekommt seine 25 Ritter. Seinen Großmeisterstein legt er bei der Siegpunktleiste auf das Feld mit der Zugbrücke, vor dem Feld mit der 1. Dann erhält jeder Spieler noch 3 Gebäudekarten und 5 Bausteine. Die restlichen Gebäudekarten werden zusammen mit den Ereigniskarten gemischt und als verdeckter Stapel in die Mitte des Spielplans gelegt. Das „Pfandhaus“ wird an die Seite des Plans gelegt und die Einflusskarten ebenfalls, jedoch verdeckt und das ist schon alles was man für das Basisspiel braucht.

 

Spielablauf

Alle Spieler wählen nun ihre Startpositionen, indem sie sich bis zu 3 ihrer Ritter in Gebieten positionieren. Dabei ist zu beachten, dass diese Gebiete nicht direkt nebeneinander liegen dürfen und den Gesamtwert von 10 Punkten nicht überschreiten. Dieser Vorgang ist notwendig, damit die verteilten ersten 5 Baustoffe leichter in Gebäude investiert werden können, da sonst möglicherweise einem Spieler mehr Vorteile entstehen, als anderen. Nachdem alle Spieler ihre Startpositionen gewählt haben (in umgekehrter Reihenfolge, d.h. der Startspieler wählt zuletzt) kann es auch schon losgehen. Ein Spielzug gliedert sich in 3 Phasen, die jeder, der am Zug ist, durchführen muss.

Phase 1, die Ertrags- und Ereignisphase:

Der aktive Spieler deckt die oberste Karte des Stapels in der Mitte des Spielbretts auf. Ist es eine Gebäudekarte, bekommt jeder der Spieler, der mindestens 1 Gebäude dieses Typs (Bürgertum, Gewerbe, Handel und Stadtgebäude) auf dem Spielplan ausliegen hat, die auf dem Gebäude abgedruckten Punkte als Ertrag in Bausteinen (kleine und große braune Holzscheiben). Sollte das Gebiet, in dem das Gebäude liegt in der rechten unteren Ecke eine Zahl aufweisen (+1 bis +3), ist das der Zusatzertrag, den der Spieler zu seinem Gebäudeertrag dazu bekommt. Sollte ein Spieler mehr Gebäude des gerade gezogenen Typs haben, muss er sich für eins seine Gebäude entscheiden, denn er kann nur für ein Gebäude die Erträge „einfahren“. Haben alle Spieler ihre Erträge eingenommen, nimmt der aktive Spieler das gerade gezogene Gebäude auf seine Kartenhand. Anfangs, wenn noch gar keine Gebäude errichtet wurden, darf der Spieler die Karte sofort auf die Hand nehmen, da ja noch nicht verglichen werden muss, ob jemand eine Karte gleichen Typs besitzt.

Einen Sonderfall bilden hier die Stadtgebäude. Wird ein solches Gebäude aufgedeckt fallen zuerst einmal Steuern an. Jeder Spieler, der mehr als 5 Bausteine besitzt muss alle überschüssigen an die Bank zurückgeben. Erst dann werden die Erträge durch die einzelnen Spieler eingenommen.

Sollte der aktive Spieler eine Ereigniskarte ziehen, wird das Ereignis ausgeführt. Ein Ereignis betrifft alle Spieler, sodass nicht nur der aktive Spieler belohnt oder bestraft wird. Haben alle Spieler die Bedingungen der Karte erfüllt, zieht der aktive Spieler eine weitere vom Stapel. Sollte es sich wieder um ein Ereignis handeln, wird auch dieses ausgeführt. Das setzt der aktive Spieler solange fort, bis er eine Gebäudekarte zieht.

 

Phase 2, Bau- und Handelphase:

Diese Phase ist das Herzstück des Spiels. Dem Spieler stehen in dieser eine Menge Möglichkeiten zur Verfügung.

Er kann Gebäudekarten an das Pfandhaus verkaufen. Dabei bekommt er den halben Wert (aufgerundet) der Gebäudekarten in Bausteinen von der Bank und legt sie offen neben dem Pfandhaus ab.

Sollten Gebäudekarten neben dem Pfandhaus ausliegen, kann sie der nächste aktive Spieler für 5 Bausteine pro Gebäude, vom Pfandhaus kaufen. Natürlich ist es dem ehemaligen Besitzer ebenfalls unbenommen seine Karte in der nächsten Runde oder später für ihren Wert zurück zu erlangen.

Ein Spieler kann maximal 2 neutrale Gebiete auf dem Plan kaufen. Dazu bezahlt er den, auf dem Gebiet abgedruckten Wert in Bausteinen an die Bank und stellt einen seiner Ritter in selbiges. Dabei ist zu beachten, dass man nur Gebiete erwerben kann, die direkt an bereits eigene angrenzen.

Der aktive Spieler kann pro Zug bis zu 2 Gebäude platzieren. Entweder bezahlt er den Punktewert der Gebäude in Baustoffen und legt sie dann jeweils in ein, von ihm kontrolliertes, unbebautes Gebiet, oder er reißt bereits bestehende Gebäude für jeweils 5 Baustoffe als Kosten ab und baut dann neue Gebäude, deren Kosten er ebenfalls noch bezahlen muss, an diesen Stellen auf.

 

Phase 3, Punktezählung:

Zum Abschluss korrigiert der Spieler dann seinen Punktestand auf der Siegpunktleiste. Hat er durch abreißen von Gebäuden Siegpunkte verloren muss er seinen Großmeister selbstverständlich auf dieser zurücksetzten. Landet der Marker dann auf einem rot hervorgehobenen Feld, darf sich der Spieler eine Einflusskarte vom Stapel ziehen und auf die Hand nehmen. Dabei ist zu beachten, dass man nicht mehr als 2 Einflusskarten auf der Hand haben darf.

Zudem dürfen Einflusskarten auch für 5 Bausteine pro Stück nachgekauft werden jedoch nur im nächsten eigenen Zug gespielt werden, es sei denn auf der Karte steht etwas anderes. Diese Karten können dem Spieler Schutz gewähren, Vorteile bringen oder die Gegenspieler kräftig ärgern. Wer gewinnen will wird um den Einsatz solcher Karten also nicht herum kommen.

 

Damit ist der Spielzug abgeschlossen und es ist am nächsten Spieler.

 

Erweiterbarkeit

Das Basisspiel bietet einen guten und einfachen Einstieg in „Die unbezwingbare Stadt“. Spätestens nach dem zweiten oder dritten Spielzug hat jeder verstanden, wie es funktioniert und man kann sich voll auf das Spielen konzentrieren.

Wem das Basisspiel noch nicht genug ist, der kann die erweiterte „strategische Variante“ ausprobieren. In dieser ist es unter anderem möglich, durch Isolation einzelner Gebiete den Gegnern deren Land und Gebäude abzunehmen. Auch kann man, durch erringen einer „Großmacht“ in einer der 4 Gebäudekategorien zusätzliche Punkte sammeln. Das „Pfandhaus“ wird durch den „Freien Markt“ ersetzt und man kann nun Gebäude, nach ihrem Wert handeln. Außerdem bietet die „Strategische Variante“ noch die Möglichkeit Gebäude nach ihrer Komplexität (Historischer Aufbau) errichten zu können. Jede Gebäudekarte ist durch einen Buchstaben (A bis C) markiert und zu Beginn ist es nur möglich „A-Gebäude“ zu bauen.

Diese Erweiterungen sind weitestgehend sinnvoll, lediglich der historische Aufbau stieß bei mir auf einige Fragen. Wie soll ich, nachdem ich die Gebäude in 3 Stapel sortiert habe und dann einen großen Gebäudestapel wieder daraus gemacht hab, wie vorgeschrieben (A-Gebäude liegen Oben, C-Gebäude liegen zu unters) noch die Ereignisse dazwischen mischen, ohne die Gebäudetypen durcheinander zu bringen? Auf diese Frage bleibt, die sonst sehr gute Anleitung, jegliche Antwort schuldig.

 

Spielvorgaben

„Die unbezwingbare Stadt“ ist für ein Mindestalter ab 10 Jahren gedacht. Gehe ich von den Illustrationen und den Spielmaterialien aus, kann ich diesem Ansatz nur zustimmen. Lediglich die Komplexität an einigen Stellen lässt mich zweifeln, ob das Spiel für die breite Masse von 10-jährigen geeignet ist. Meine Empfehlung wäre daher, das Spiel ab 12 Jahren zu spielen.

Was mich wiederrum besonders freut ist, dass man „Die unbezwingbare Stadt“ schon ab 2 Spielern spielen kann. Maximal können 5 Spieler daran teilnehmen. Damit bricht „The Game Master“ den Trend Spiele für 2 bis 4 oder 3 bis 5 Spieler zu entwickeln, was ich sehr begrüße.

 

Spielspass und Fazit

Es fällt mir schwer diese beiden Punkte getrennt zu behandeln, da sie für mich sehr stark ineinander greifen. Nach mehrmaligem Spielen beider Varianten kann man folgendes über den Spielspass sagen:

Das Basisspiel fing bei uns bereits an beim zweiten Mal langweilig zu werden. Dazu ist es einfach zu simpel „gestrickt“ und bietet zu wenig Komplexität. Die „strategische Variante“ bietet, mit Ausnahme des „Historischen Aufbaus“, dagegen schon mehr Abwechslung und konnte mich daher länger begeistern. Besonders hervorheben möchte ich noch folgenden Punkt, der für beide Varianten gilt: In insgesamt 8 Partien konnte nie jemand das Spiel klar gewinnen, auch wenn er zu Anfang allen davon gezogen war.

Ich möchte zum Ende noch einmal die Stärken und Schwächen des Spiels hervorheben:

„Die unbezwingbare Stadt“ ist ein Spiel, das man recht schnell begreift. Das liegt auf der einen Seite an der sehr guten Anleitung, wie auch daran, dass das Spielkonzept nicht wirklich neu ist. Spieler, mit Erfahrungen in dem Bereich der Wirtschaftsspiele, dürften kein Problem haben es sofort in der „strategischen Variante“ spielen zu können. Das Spiel selbst kommt gänzlich ohne Würfel aus, was Spielern, die unter ständigem Würfelpech leiden, sehr zugute kommt. Leider ist das Basisspiel immer noch sehr "glückslastig". Ziehe ich nur einfache Gebäude, bleibe ich auf Dauer auf der Strecke. Meine Gegenspieler bekommen einfach viel höhere Erträge als ich und man kann somit nur noch aufholen, wenn sie sich mit Einflusskarten „bekriegen.“ Die „strategische Variante“ nimmt dem Glücksfaktor etwas die Wichtigkeit, da es mir immer noch möglich ist, gegnerische Ländereien und Gebäude zu isolieren und zu übernehmen. Stelle ich mich dabei besonders geschickt an, kann ich plötzlich ganz weit Vorne sein.

Bei der Aufmachung hätte ich mir auch etwas mehr Liebe zum Detail gewünscht. Über eher kindliche Illustrationen von Karten und Spielfeld kann ich noch hinwegsehen, doch finde ich die Holzmarker, seien es Ritter, Großmeister, oder Baustoffsteine ein wenig zu einfach. Dass mich niemand falsch versteht, ich liebe Holz als Spielkomponente, doch einfach nur runde Holzsteine in die Box zu legen, ist mir ein wenig zu einfach. Zumindest ein einfaches Siegel in die Holzmarker der Großmeister zu stampfen hätte für den Preis möglich sein müssen.

Auch dass es nur einen einzigen Rohstoff gibt, sorgt bei mir für Zähneknirschen. Hier hat man weitere Möglichkeiten verschenkt, das Spiel komplexer und vor allem interessanter zu machen. Für Einsteiger in Wirtschaftsbrettspiele und Kinder (ab 10 Jahren) mag das reichen, für Kenner anderer, vergleichbarer Spiele wird dieser Umstand eher für schnelle Langeweile sorgen. Außerdem wird es letztendlich erst ab einer Mindestspielerzahl von 4 Spielern interessant. Für 2 oder 3 Spieler ist das Spielfeld einfach zu groß, man spielt eher nebeneinanderher als mit- oder besser gesagt gegeneinander. Das finde ich sehr schade, kommt das Spiel, und das möchte ich als einen riesigen Pluspunkt hervorheben, doch eigentlich ohne jegliche Kriege und Gewalt aus. Natürlich gibt es, für 2 Spieler, noch die Variante, dass jeder Spieler 2 Ritterorden übernimmt, doch macht es das Ganze auch nicht wirklich spannender.

Unterm Strich lässt sich also sagen, mit 4 oder 5 Spielern und in der „strategischen Variante“ kann mich „Die unbezwingbare Stadt“ hin und wieder erfreuen. Jedoch zu einem Top-Spiel in meiner, recht großen Sammlung, kann ich es leider nicht zählen. Dafür gibt es einfach zu viele vergleichbare Spiele, dieses Genres, die komplexer und besser ausgestattet sind. Als Einstieg in die Wirtschaftsbrettspiele, für Kenner und Fans des Genres aber eher nicht geeignet.

 

Bilder zum Spiel (zum vergrößern anklicken)

Eure Meinung:


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Die unbezwingbare Stadt

von Huch Verlag

Spielerzahl: 2 - 5 Spieler

Spieldauer: ca. 75 Minuten

Altersempfehlung des Herstellers: 10 - 99 Jahre

ASIN: B000JMJWKS

Erhältlich bei: Amazon

 


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Erstellt: 14.02.2007, zuletzt aktualisiert: 16.02.2018 17:50