Als der britische Archäologe Edward Blackwood von einem vergessenen Tempel erfährt, der noch nicht ausgegraben wurde, setzt er alles daran, das zu übernehmen. Alle raten ihm ab, die einheimischen Grabungshelfer sind widerwillig. Nach dem Freilegen der Tür ziehen sie sich umgehend zurück. So muss er den Tempel allein betreten. Was dann geschieht, ändert sein Leben für immer.
Der Autor, der unter dem eigenartigen Pseudonym TOR MKK veröffentlicht, führt seine Leser in die Welt der Ägyptologie. Da die Geschichte mit einem Archäologen anfängt, der gerade erst mit seinen Ausgrabungen beginnt, ist zunächst nicht offensichtlich, dass es sich um den 3. Band einer Hexalogie handelt. Die Bände 1 und 2 sind anscheinend zu Lebzeiten der Pharaonin angesiedelt, deren Mumie hier ausgegraben werden soll. Da in diesem Band der Archäologe Edward Blackwood als Protagonist auftritt, kommt einem das zunächst jedoch nicht in den Sinn.
Eine Genre-Einordnung fällt schwer. Obwohl man zunächst natürlich an (Urban) Fantasy denken könnte, tendiert das Geschehen dann doch deutlich stärker in Richtung Mystery und Horror. Auch wenn ich dem Buch selbstverständlich zugutehalten muss, dass die Kenntnis der vorhergehenden Bände vielleicht manches verständlicher machen würde, konnte mich die Geschichte nicht wirklich überzeugen. Da dieser Band die Geschichte Edward Blackwoods im frühen 20. Jahrhundert erzählt, bezweifle ich, dass das Wissen um die anscheinend Jahrtausende zuvor angesiedelten bisherigen Bände 1 und 2 dies grundlegend ändern würde. Der Stil des Autors wirkt mit seinen überwiegend sehr kurzen Absätzen etwas abgehackt.