Mit Die vergessenen Götter konnte Anette Schaumlöffel 2004 nicht nur ihr Wissen über nordische Mythologie in einem Roman veröffentlichen, die Geschichte wurde auch zu ihrem Debüt. In dieser Urban Fantasy wird eine ganz normale junge Frau auf einmal mit Göttern wie Odin konfrontiert.
Ariane hat mit Karriereplänen und – wünschen erst einmal abgeschlossen und fristet ihr Leben als Sekretärin. Auch hat sie sich mit ihrem renovierungsbedürftigen Häuschen arrangiert. Das ändert sich aber, als ein Fremder in ihr Leben stolpert. Und dieser ist kein anderer als Odin, der Göttervater selbst.
In einer Zeit, in der die meisten Menschen längst an andere Dinge glauben, hat er keine Aufgaben mehr, aber er sucht sich welche. Und ausgerechnet jetzt kommt ihm ein alter Rivale in die Quere, der auch dafür sorgt, das Ariane nicht mehr so schnell zur Ruhe kommt und ein wildes Abenteuer nach dem anderen erlebt.
Manchmal wünscht man sich Dinge, bei denen man schon bald bereut, dass sie eingetreten sind, vor allem wenn alles anfängt zu entgleisen und die Kontrolle in anderen Händen liegen. Zunächst will die junge Frau nicht unbedingt glauben, dass sie es mit einem Gott zu tun hat, aber bald bleibt ihr keine Wahl mehr.
Denn ein Abenteuer beginnt, dass sie sich so nicht vorgestellt hat. Es gilt eine Schnitzeljagd durch einige Städte Europas zu überleben und sich mit den Attacken des großen Gegenspilers herumzuschlagen. Sie bleibt dann auch nicht die Einzige, die unter den gelangweilten Göttern zu leiden hat.
Und das das besonderen an dieser Geschichte, die bewusst mit den Konditionen des Genres bricht, denn natürlich ist Ariane nicht die Auserwählte mit den besonderen Kräften, sondern gerät eher zufällig in den Ärger, auch trägt Odin sie nicht unbedingt auf Händen, sein Gegenspieler schon gar nicht.
Es liegt ganz allein an der Heldin, herauszufinden, wem sie trauen kann und mag, was sie zulassen will und wann sie auch einen Schlussstrich zieht. Das ganze wird mit einem Augenzwinkern in Szene gesetzt, die Figuren, vor allem Odin und andere nehmen sich selbst nicht ganz so ernst. Und auch die menschlichen Charaktere wirken sehr glaubwürdig und lebensnah.