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Die verlorenen Legionen von David Hair

Reihe: Die Brücke der Gezeiten Band 7

 

Rezension von Christel Scheja

 

Die Zeit der Mondflut geht auf ihr Ende zu, was bedeutet, dass die „Brücke der Gezeiten“ wieder im Meer versinkt und die beiden Kontinente Yuros und Antiopia wieder voneinander trennen wird. Deshalb versuchen die verschiedenen Parteien um so hartnäckiger zu retten, was zu retten ist, in weltlicher wie magischer Hinsicht.


Die Skytale des Corineus ist nun in den Hände der Leute, die diese nur missbrauchen wollen. Doch welche Wahl hatte Alaron, wenn er überhaupt einen der Zwillinge seiner geliebte Ramita retten wollte? Das andere Kleinkind bleibt in der Gewalt von Malevorn, der zusammen mit der Seelentrinkerin Huriya die Geheimnisse des Artefakts entschlüssel wollen, der eine um noch mächtiger zu werden und wie ein Reinblütiger seine macht zu entfesseln, die andere um endlich den Fluch zu beenden, der über ihren Volk liegt.

Derweil ziehen sich auch Alaron und Ramita in ein abseits gelegenes Kloster zurück, um dort mit Hilfe einer lange tot geglaubten Person selbst die Aszendenz zu erringen und mit Hilfe des Ambrosia ihre wahre magische Macht zu entfesseln. Sie stellen sich damit der letzten Prüfung, die über Tod und Leben entscheiden kann.

Auch an anderer Stelle toben heftige Kämpfe, denn während die Bewohner der Reiche Antiopias eine Stadt nach der anderen zurückerobern, versuchen sich die noch immer auf dem Kontinent gestrandeten Heere und ihre Anführer sich so festzusetzen, dass sie die nächsten Jahre überleben können – ein Vorhaben, das auf beiden Seiten einen hohen Blutzoll fordern wird …


Wenn die Serie auf einen Höhepunkt zusteuert, dann doch eher im magischen Bereich als im Kampf um die Herrschaft auf Antiopia, denn der Kriegszug aus Yuros ist schon jetzt mehr oder weniger im Sande verlaufen und für die Agressoren verloren. Retten kann sie jetzt nur noch einer, doch wird Malevorn seinen einstmals geschworenen Eiden treu sein?

Die Geschichte konzentriert sich jetzt bewusst auf weniger Handlungsstränge, um diese gezielter auszuarbeiten. Gerade die Einblicke in die Vergangenheit decken noch einmal Lügen auf und setzen interessante Entwicklungen bei denen in Gang, die sich der Magie verschrieben haben.

Daher kann der Leser auch davon ausgehen, dass die wirkliche Schlacht in diesem Bereich geschlagen wird, denn es gilt nicht nur, ein Kind zu retten, sondern auch ein ganzes Volk – sofern das noch möglich ist.

Gerade das sorgt aber auch dafür, dass die Handlung eine gewisse Spannung aufrecht erhält und auf das Finale hinfiebern lässt.

Ansonsten bleibt doch eher alles beim Alten . Die Helden und Schurken verhalten sich mehr oder weniger so, wie man es erwartet, es gibt ein paar brutale Kämpfe und Konfrontationen im Kleinen wie im Großen. Noch einmal werden die Intrigen untereinander auf die Spitze getrieben, aber auch hier gibt es schon keine Überraschungen mehr, nur noch die Frage, wie der Feind letztendlich abtreten wird und ob er noch jemanden mit sich nimmt. Wie immer sollte man allerdings auch nicht zu viel von den Figuren erwarten – bis auf ganz wenige der Hauptfiguren und ihrer Gegenspieler sind sie auf die notwendigsten Attribute reduziert und dienen eher der Geschichte als sie mitzutragen.


Für einen vorbereitenden Band, im Original quasi die erste Hälfte des abschließenden Romans, macht „Die verlorenen Legionen“ seine Arbeit recht gut, denn erste Handlungsfäden finden ihren – zugegebenermaßen manchmal etwas brutalen – Abschluss, in anderen werden letzte Weichen für den magischen Showdown gestellt, so dass Fans sicherlich gespannt und interessiert am Ball bleiben werden.


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Eure Meinung:

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Buch:

Die verlorenen Legionen

Reihe: Die Brücke der Gezeiten Band 7

Autor: David Hair

Taschenbuch, 604 Seiten

Blanvalet, Februar 2018

Übersetzung: Michael Pfingstl

Titelbild: Isabelle Hirtz

 

ISBN-10: 3734160774

ISBN-13: 978-3734160776

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B071XRT538

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

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Erstellt: 08.03.2018, zuletzt aktualisiert: 18.07.2019 19:45