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Die Verschwörer von Megan Whalen Turner

Reihe: Die Legenden von Attolia 4

 

Rezension von Christel Scheja

 

Im vierten Band „Die Legenden von Attolia“ wendet sich Megan Whalen Turner einem anderen Protagonisten zu. Das bedeutet aber nicht, dass Eugenides, einst Dieb von Ettis und nun König von Attolia zu einer unwichtigen Nebenfigur wird. Im Gegenteil, er mischt nach wie vor munter in den Intrigen mit.

 

Prinz Sophos ist nach den überstandenen Abenteuern ein guter Freund geworden, doch Eugenides hat den Erben von Sounis lange nicht mehr gesehen. Als dieser sich bei einem Ausritt des Königs bemerkbar macht, erfährt er auch, warum dies so war. Und er stellt fest, dass Sophos sich verändert hat – er ist nicht mehr der unbeschwerte und naive Prinz von früher.

Zwar ist sein Onkel tot und er damit der König, aber auch ein Herrscher ohne Land. Denn intrigante Adlige seiner Heimat haben die unsichere Lage in den Reichen genutzt, um Sophos zu entführen und zum Sklaven zu machen, weil sie ihn eines Tages als Werkzeug benutzen wollen, um selbst an die Macht zu kommen. Doch es gelingt dem jungen Prinzen zu entkommen, nun da er eine bittere Lektion gelernt hat.

Herrschen kann er nur, wenn ihn Attolia dabei unterstützt, was aber auch bedeutet, dass er bittere Zugeständnisse machen muss und dabei den alten Weggefährten nicht wiedererkennt.

Doch vielleicht ist es der einzige Weg, um seine Heimat und damit vielleicht auch die drei Reiche vor dem Zugriff der Meder zu beschützen, die seine Feinde immer offener unterstützen.

 

Auch der vierte Band der Reihe ist ein Lehrstück in Sachen politischer Intrige und beweist, dass Megan Whalen Turner dem Thema auch jetzt noch neue Facetten abgewinnen kann. Der Geschichte tut es gut, den Protagonisten zu wechseln, erfährt man so doch mehr über die politische Lage in anderen Teilen der drei Reiche und die Außenwirkung, die Eugenides auf seine Freunde und Feinde hat. Längst unterschätzt ihn niemand mehr, gerade diesmal beweist er aufs Neue, dass er genau zu wissen scheint, was er tut. Seine Motive allerdings bleiben weiterhin undurchsichtig, was die Spannung bewahrt.

Der Roman lebt von der Interaktion der Figuren. Alle sind ausgesprochen menschlich und handeln deshalb manchmal auch irrational, was sie und die Handlung nicht gerade vorhersehbar macht. Dennoch zollt die Autorin auch den üblichen Handlungsmustern ihren Tribut und sorgt dafür, dass die Geschichte angemessen voran kommt, badet dabei aber nicht in Klischees, sondern stellt diese lieber auf den Kopf.

Alles in allem ist das Buch wie schon seine Vorgänger sehr komplex, ohne dabei anzustrengen oder zu langweilen, da es immer wieder humorvolle Einschübe und ein wenig Action gibt.

 

„Die Verschwörer“ rundet die „Legenden von Attolia“ ab und stellt gleichzeitig die Weichen in den drei Reichen neu, so dass man Lust auf mehr bekommt. Gerade wer komplexe Geschichten mit vielschichtigen Figuren liebt, wird sehr viel Spaß an diesem Band haben. Nur sollte man die Vorgänger kennen, um auch wirklich alle Andeutungen zu verstehen.

 

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Buch:

Die Verschwörer

Reihe: Die Legenden von Attolia Band 4

Autorin: Megan Whalen Turner

Taschenbuch, 351 Seiten

Blanvalet, Juni 2012

Übersetzerin: Maike Claußnitzer

 

ISBN-10: 3442268796

ISBN-13: 978-3442268795

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B0089EHYM6

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

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Erstellt: 26.08.2012, zuletzt aktualisiert: 16.05.2019 14:35