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Die Wilde Jagd von Elsbeth Cooper

Reihe: Die wilde Jagd Band 2

 

Rezension von Christel Scheja

 

Mit „Die Lieder der Erde“ begann die englische Autorin nicht nur ihre Karriere als Autorin, sie eröffnete auch einen Fantasy-Zyklus, der nun mit „Die Wilde Jagd“ fortgesetzt wird. Nur rückt Gair das „Schattenkind“, der junge Magier, in den Hintergrund und überlässt den Hauptteil der Geschichte anderen, auch wenn natürlich auch sein Schicksal weitererzählt wird.

 

Wie Gair sind auch die freien Clans aus den fruchtbaren Gebieten des Reiches verbannt worden und ziehen mehr oder weniger nomadisierend durch ein Land, das weder ihnen, noch ihren Tieren nicht viel bietet. So lange die einzelnen Sippen und Stämme uneins sind, droht keine besondere Gefahr, aber was, wenn ein lange gehegter Plan endlich in die Tat umgesetzt wird?

Teia, eine junge Frau aus einem der Clans hat es nicht ganz einfach. Sie war die Geliebte des früheren Häuptlings, doch nun ist er tot und an seine Stelle rückt sein Sohn, den sie aufgrund seiner Brutalität nicht leiden kann. Aber sein Wort ist Gesetz und so muss sie sich fügen, als er mit Hilfe der Seherin beschließt, jede Gefahr für sich zu bannen und sie ebenfalls zu seiner Gespielin zu machen.

So muss Teia einiges erdulden und kann schließlich auch nicht mehr verbergen, dass sie das zweite Gesicht besitzt. Ytha, die Seherin nimmt sie unter ihre Fittiche und beginnt ihre Gaben zu schulen – mit dem Ergebnis, dass die junge Frau eines Tages eine schreckliche Vision hat. Denn die Seherin und der junge Häuptling haben einen schrecklichen Plan. Sie wollen nicht nur die Clans zu einem großen Stamm vereinen, sondern auch eine uralte Macht entfesseln, die sie siegreich machen soll. Aber Teia sieht nur Tod und Zerstörung und weiß, dass sie die beiden aufhalten muss. Doch wie soll ihr das gelingen?

Auch an anderen Fronten brennt es, denn Gair versucht Nonnen zur Flucht zu verhelfen, während er sich mit Kultisten herumschlagen muss und seine ehemalige elfische Begleiterin überlegt an anderer Stelle, ein Portal zu benutzen, um endlich wieder zu ihren Reisegefährten zu stoßen.

 

Man merkt sehr deutlich, dass „Die Wilde Jagd“ eine Fortsetzung ist, die regelrecht danach verlangt, dass man „Die Lieder der Erde“ kennt. Denn die Autorin wirft die Leser mitten in die Handlung und gibt keine weiteren Erklärungen, auch wenn sie diesmal eine andere Person in den Vordergrund rückt.

Diesmal wird das Leben von Teia, einer jungen Clansfrau und angehenden Seherin unter die Lupe genommen und in allen Details geschildert. Aber auch hier wirft die Autorin kleine Mosaiksteine für den Hintergrund in den Raum und baut so ihre Welt mit allen Gefahren immer weiter aus. Damit es nicht all zu langweilig wird, hat die Heldin einige Gefahren zu überstehen, genau so wie die anderen Figuren des Buches.

Allerdings erfindet die Autorin auch diesmal das Rad nicht neu, sondern bedient sehr viele Klischees. Auch wenn Teia kein klassisches Opfer sind, sondern am Ende sogar aus der ihr aufgezwungenen Rolle ausbricht, so muss sie doch einiges an sexuellen und körperlichen Misshandlungen ertragen. Das trägt allerdings nicht dazu bei, dass die Bösewichte wirklich zu einer Bedrohung werden, zu sehr fügen sie sich in die üblichen Rollenmuster ein und entwickeln kein Eigenleben.

Während sich die Haupthandlung bei den Clans abspielt, laufen die anderen Ebenen eher auf Sparflamme. Wer gehofft hat, mehr über Gairs weitere Abenteuer zu erfahren, wird ziemlich enttäuscht, auch die anderen Figuren, die im ersten Band mehr zu tun hatten, bleiben eher blass.

 

Alles in allem dürfte „Die Wilde Jagd“ vor allem den Lesern gefallen, die schon ihren Spaß an „Die Lieder der Erde“ hatten und ausgefeilte epische Fantasy ohne Tiefgang haben. Für alle anderen macht die Lektüre keinen wirklichen Sinn.

 

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Buch:

Die Wilde Jagd

Reihe: Die Wilde Jagd Band 2

Original: Trinity Rising, July 2012

Autor: Elsbeth Cooper

Taschenbuch, 558 Seiten

Heyne, Februar 2013

Übersetzer: Michael Siefener

 

ISBN-10: 3453528026

ISBN-13: 978-3453528024

 

Erhältlich bei Amazon

 

Kindle-ASIN: B00AS8VT04

Erhältlich bei Amazon Kindle-Edition

weitere Infos:


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Erstellt: 03.09.2014, zuletzt aktualisiert: 16.05.2019 14:35