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Die Wormworld-Saga 2: Der Hort der Hoffnung

Rezension von Christel Scheja

 

„Gut Ding will Weile haben“, das dachte sich wohl auch Damiel Lieske und präsentiert erst gut 1 ½ Jahre später den zweiten Teil seiner „Wormworld-Saga“, die als Webcomic begann und eine magische Fantasy-Geschichte erzählt

 

Jonas ist ein Träumer, der seit dem Tod seiner Mutter nicht mehr wirklich in der realen Welt lebt, was vor allem seinen Vater ärgert, da die Schulleistungen entsprechend schlecht sind. So fügt sich der Junge nur widerwillig in seine Pflichten, die bedeuten, dass er in den Sommerferien bei der Oma mehr lernen, als spielen darf.

Bei einer seiner Erkundungsreisen durch das alte Landhaus entdeckt Jonas schließlich eine Tür in eine andere Welt. Neugierig wagt er den Schritt ins Unbekannte und muss feststellen, dass er nicht mehr zurück kann.

Glücklicherweise ist aber eine junge Frau zur Stelle, sie sich seiner annimmt und ihn vor den Gefahren der Welt bewahrt, gleichzeitig aber auch Hoffnungen in ihn zu setzen scheint. Sie nimmt ihn mit zum „Hort der Hoffnung“, wo ein alter Guru nicht nur mehr Geheimnisse der Welt enthüllt, sondern auch deutlich macht, dass Jonas nicht länger davon träumen darf, ein Held zu sein, sondern einer werden muss, ist er doch der Auserwählte, der verhindern muss, dass der Gott des Feuers und der Zerstörung in der Lage ist, sich zu befreien und die ganze Welt zu vernichten ...

 

Konsequent verfolgt Daniel Lieske seine Geschichte weiter, die klassischen Motiven folgt – die Heldenreise seines jungen Protagonisten verfolgt genau die Stationen, die man bereits aus vielen anderen Sagas kennt, begegnet er doch nun dem alten und weisen Meister, der ihm die wichtigsten Geheimnisse der Welt enthüllt, damit er sie besser verstehen kann und ihn gleichzeitig darauf vorbereitet, mehr werden zu müssen.

Jonas beginnt zu verstehen, dass er nicht länger nur träumen darf, sondern auch handeln muss, auch wenn er merkt, dass es gar nicht so leicht ist, ein Held zu sein. Aber er nimmt allen Mut zusammen. Glücklicherweise muss er den Weg nicht allein beschreiten – und das ist auch ideal für den Leser, der genau so unwissend wie der Protagonist ist.

Wie auch schon im ersten Teil zehrt die Spannung nicht von der allzu vorhersehbaren Handlung, sondern eher von den vielen kleinen Details, die der Künstler in seine Geschichte einarbeitet, von den atmosphärischen Zeichnungen, die bis ins Kleinste durchdacht wurden und die liebenswerten Figuren, die er mit wenigen Strichen lebendig darstellt.

So taucht man gerne in das Märchen ein und lässt sich von seinen magischen Mythen und aus sich selbst heraus leuchtenden Bildern verzaubern. Denn wenn man genau hinsieht, so gibt es doch eine Menge Neues zu entdecken – und zwar nicht nur für neue oder junge Leser, die die Fantasy gerade erst für sich entdeckt haben.

Am Ende des Hardcover-Bandes gibt es wieder einen Blick hinter die Kulissen, beigefügt ist diesmal aber auch ein Poster des Titelbildes und eines Mandalas, das große Bedeutung in der Handlung hat.

 

So kann „Die Wormworld-Saga“ auch im zweiten Teil „Der Hort der Hoffnung“ wieder durch ihre liebenswert erzählte und atmosphärisch umgesetzte Geschichte überzeugen, die vor allem von den ganzen Details in den Bildern und der Begeisterung des Künstlers für seine Erzählung und seine Figuren lebt.

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Eure Meinung:

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Comic:

Die Wormworld-Saga 2: Der Hort der Hoffnung

Autor und Künstler: Daniel Lieske

Comicformat, Hardcover, vollfarbig, 128 Seiten

Tokyopop, Hamburg, erschienen Juli 2014

ISBN-10: 3842009291

ISBN-13: 978-3842009295

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 20.07.2014, zuletzt aktualisiert: 23.06.2019 12:39