Vorerst hat der Alltag Seth und Kendra wieder. Aber zumindest stehen die Weihnachtsferien bevor. Doch plötzlich verhält sich Kendra ungewohnt. Als Seth und ihre Leibwächter aus dem Reservat sie zur Rede stellen, passiert das Unerwartete: Kendra stirbt. Oder steckt da etwa ein Stechbulbus dahinter?
Auch diesmal lässt Brandon Mull nur relativ kurze Zeit nach dem Finale des vorhergehenden 3. Bandes (Schattenplage) seiner Jugend-Urban-Fantasy vergehen, bis wir den Sørensen-Geschwistern wieder begegnen. Mit Kendras Tod beginnt dieser Band gleich mit einem Schockmoment – auch wenn der Leser zu diesem Zeitpunkt bereits weiß, dass es sich nicht um die echte Kendra handelt. … was man somit auch nicht als Spoiler betrachten kann. Nachdem Seth und bald darauf Kendra wieder in Fabelheim in Sicherheit sind, stellt sich bald heraus, dass das nächste Ziel im Kampf gegen den Sphinx ein Drachenreservat ist. Hier findet dann die Haupthandlung dieses Bandes statt, die alle Beteiligten wieder in ernsthafte Gefahr bringt.
Natürlich begegnen wir vielen alten Bekannten wieder, die mehr oder weniger aktiv am aktuellen Geschehen teilnehmen. Auch werden erneut neue Fabelwesen eingeführt, wobei besonders die Stechbulben diesmal eine Schlüsselrolle einnehmen. Eine überraschende Mitteilung am Ende des Bandes stellt dann wohl die Weichen für den 5. und letzten Band der Fabelheim-Pentalogie (Im Kerker der Dämonen). Da ich diesen versehentlich bereits vor dem vorliegenden Band las, kann ich schon versprechen, dass auch er sich lohnt.
Erwartungsgemäß verändert der Autor seine Stilmittel natürlich nicht und erzählt auch weiterhin wechselweise aus den Perspektiven der beiden Protagonisten-Geschwister.