Digimon Story Time Stranger (PC)
 
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Digimon Story Time Stranger

Rezension von Max Oheim

Verlagsinfo

Der neuste Titel in der Digimon Story-Reihe ist endlich da! In diesem RPG lüftest du ein Geheimnis, das sich über die menschliche und die digitale Welt erstreckt, und sammelst dabei eine Vielzahl von Digimon, die du groß ziehst, um die Welt zu retten.

Story

In Digimon Story: Time Stranger geht es nicht als Cyber-Detektiv·in gegen kriminelle Hackergruppen, sondern als Agent­·in bin ich Teil des Anomaliesonderermittlungsbüros, kurz ADAMAS. Unser Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger vor Anomalien zu schützen. Diese geheimnisvollen und wissenschaftlich unerklärlichen Phänomene nehmen zu und führen regelmäßig zu gesellschaftlichen Krisen. Wir sind daher stets auf weltweiten Missionen unterwegs, sammeln unter strikter Geheimhaltung Informationen und analysieren diese in unserer Datenbank.

Gleich zu Beginn des Spiels kommt es zu einem Zwischenfall im Herzen Tokios. Hier macht ihr nicht nur Bekanntschaft mit den ersten Digimon, sondern auch mit den Titanen. Der Konflikt zwischen diesen Fraktionen überspannt das gesamte Abenteuer und rückt neben eurem Hauptcharakter vor allem Aegiomon und die junge Inori in den Mittelpunkt.

Gameplay

Da Digimon unter anderem aus elektrischen Teilen besteht, ist es vergleichsweise einfach, eigene zu »züchten« bzw. diese Daten in eine Lebensform umzuwandeln. Dazu müssen lediglich gegnerische Digimon besiegt werden. Mit jedem besiegten Digimon erhaltet ihr Daten in eurem Digivice. Habt ihr genügend Daten gesammelt, könnt ihr diese zu einem echten Digimon umwandeln und in euer Team aufnehmen oder sie in die Digifarm zum Trainieren platzieren.

Das Schöne daran ist, dass euer Digivice scheinbar so viel Speicherplatz aufweist, dass ihr quasi alle Digimon gleichzeitig mit euch tragen könnt.

Euer Team besteht aus drei aktiven Digimon, drei als wechselbare Reserve und drei Gast-Digimon, die euch auf eurer Reise hin und wieder begleiten. Während die Gast-Slots für externe Digimon stets reserviert sind, können Digimon ganz bequem immer und überall vom Team zur Box und umgekehrt gewechselt werden. Das ist ziemlich praktisch und erhöht den Komfort erheblich.

 

Grundsätzlich laufen die Kämpfe in Runden ab. Am rechten Bildschirmrand zeigt das Spiel die Reihenfolge an. Die Digimon kommen in Typen wie etwa Serum oder Daten daher und besitzen entsprechend gegeneinander Stärken und Schwächen. Es ist ein klassisches Schere-Stein-Papier-System.

Darüber hinaus besitzen sie Resistenzen und Anfälligkeiten für bestimmte Angriffe mit Elementen wie Feuer oder Erde. Eure Aufgabe besteht also darin, die Schwächen eurer Feind·innen herauszufinden und auszunutzen. Und das führt im Konflikt mit Titanen zu langen und komplexen Gefechten. Hier kommen auch die sogenannten X-Künste – die Spezialaktionen des Agenten – ins Spiel. Diese aktiviert ihr nach ausreichend angerichteten Schaden. X-Künste könnt ihr erweitern und an eure Strategie anpassen, sodass ihr etwa eine gewaltige Explosion zündet oder sogar die Gruppe heilt.

 

Das Mikromanagement geht bei unserem Spielcharakter weiter. Die Beziehung zu Digimon spielt bei der Progression eine entscheidende Rolle. Für erledigte Missionen sammeln wir Anomalie-Punkte, mit denen wir Perks in fünf Talentbäumen kaufen können. Diese Talentbäume richten sich nach den Charakterzügen unserer Digimon. Und die beeinflussen wir zum einen auf der Digifarm: Hier können wir nämlich unsere Digi-Monster füttern und uns so mit ihnen anfreunden. Während des laufenden Spiels können wir allerdings auch immer wieder mit ihnen sprechen und in kurzen Dialogen Einfluss auf deren Launen nehmen. Leider sind diese Dialoge sehr monoton und wiederholen sich oft. Wir hätten uns hier mehr Abwechslung und Tiefe gewünscht. Durch diese Gespräche jedoch schalten wir weitere Charakter-Perks frei, die uns zusätzliche Boni bescheren. Im Klartext heißt das: Ein offenes Ohr für die Digimon wird belohnt.

 

In »Time Stranger« ist die Digifarm erneut eine zentrale Einrichtung. Sie dient als Anlaufstelle für die Pflege und Stärkung der eigenen Digimon. Die digitalen Begleiter·innen können dort selbstständig trainieren, was eine kontinuierliche Entwicklung außerhalb aktiver Kämpfe ermöglicht. Trotzdem erhalten sie dieselben Erfahrungspunkte wie Digimon in der Box.

Mit Farm-Items kann die Digifarm zudem nach Belieben gestaltet werden. Die Digifarm selbst kann bei Mirei Mikagura angesprochen werden. Sie leitet das Dazwischen-Theater, einen besonderen Ort, der zwischen verschiedenen Raumzeitdimensionen liegt. Das Theater ist irgendwie seltsam und mittels einer leuchtenden Tür an unterschiedlichen Orten der Welt erreichbar. Was es wohl damit auf sich hat?

Wer seine Freizeit mit anderen Aktivitäten verbringen möchte, sollte das Spiel Jogmon Ultimatives Kartenspiel (JUKS) im Auge behalten. Dabei handelt es sich um ein kleines, aber feines Sammelkartenspiel, das optisch ansprechend ins Spiel integriert wurde. Als SpielerIn legt ihr abwechselnd Karten auf einem Digivice aus. Anschließend werden die ausgewählten Pixelmonster generiert und kämpfen gegeneinander. Eine nette Abwechslung für zwischendurch, zumal es gut ins Spiel passt.

Fazit

»Digimon Story: Time Stranger« ist das beste Digimon-Spiel, das ich gespielt habe. Ich liebe das Tempo, den Fortschritt, Digimon sammeln, Digimon digitieren und die Welt von Illiad.

 

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PC-Game:

Digimon Story Time Stranger

Entwickler: Media.Vision

Publisher: Bandai Namco

Veröffentlichung: 03. Oktober 2025

USK: 12

 

Erhältlich bei: Steam


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Erstellt: 07.10.2025, zuletzt aktualisiert: 11.02.2026 14:29, 25274