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Dinosaurier - Kampf der Giganten (Nintendo DS)

Rezension von Julia Krause

 

Dinosaurier waren vor einigen Jahren sehr beliebt, wahrscheinlich nicht zuletzt aufgrund des Filmes Jurassic Park. Selbst sehen konnte man einen Dinosaurier natürlich nicht mehr, jedenfalls nicht lebendig oder in freier Wildbahn, interessant waren sie aber dennoch. Nun rollt Ubisoft dieses Interesse neu auf, indem sie ein fantastisches DS-Spiel auf den Markt bringen, in dem man in die Rolle eines Dinosauriers schlüpfen kann.

 

Handlung

Der Spieler wählt einen Dinosaurier, zur Auswahl stehen dabei verschiedene Formen und Spezialgebiete. Wenn man während des Spiels erfolgreich ist, werden auch immer mehr wählbare Dinosaurier freigeschalten. Zu wählen sind „Gefräßige Räuber“ wie beispielsweise der Tyrannosaurus, „Grausame Räuber“ wie der Baryonyx, „Trickreiche Aasfresser“, wie der Velociraptor, „Gehörnte Infanterie“ wie der Triceratops, „Starke Panzerechsen“ wie der Ankylosaurus oder „Langhälse“ wie der Brachiosaurus. Nachdem man den Dinosaurier gewählt hat, den man spielen möchte, bricht man auf in ein großes Abenteuer. Man befindet sich in einer prähistorischen Landschaft, in der es Fossilien zu entdecken Eier zu stehlen oder Geheimnisse zu lüften gibt. An erster Stelle steht jedoch das Überleben, das durch zahlreiche Kämpfe gegen andere Dinosaurier gesichert werden muss. Dazu gehört auch, dass man sich an toten Gegnern satt frisst oder im nahen Fluss trinkt, vor allem nachdem man verletzt oder müde ist. Wenn man in einem Gebiet alle Aufgaben erledigt hat, wechselt man in das nächste über.

 

Technik

Dieses Spiel ist im ersten Sinne ein Kampfspiel, so stehen die Kämpfe im Mittelpunkt. Die Steuerung ist dabei recht anspruchsvoll. Während man per Touchpen die Umgebung erkundet, Flüsse durchqueren und durch das Unterholz brechen kann, muss man bei einem Kampf komplexe Linien nach fahren. Dabei wählt man die Wucht der jeweiligen zur Verfügung stehenden Attacke und je nach Stärke der Attacke, wächst auch der Anspruch. Je mehr Siege man davon getragen hat, desto mehr Punkte sammelt man ein und diese kann man dann gegen neue Attacken oder Schutz eintauschen, sodass man im Laufe des Spiels immer stärker wird. Diese Linien sind meistens Umrisse der Gegner. Dafür hat man auch eine vorgegebene Zeit, die oftmals gerade so für einen doch recht ungenauen Durchgang ausreicht. Das ist manchmal sehr schwierig, da die Zeichnungen viele Ecken und Kanten haben und man die in solch einer knappen Zeit nicht immer trifft. Je nachdem, wie viel man nach gezeichnet hat, bekommt der jeweilige Angriff eine bestimmte Wucht. Die Kämpfe werden sehr gut dargestellt, die Dinosaurier stellen sich auf die Hinterbeine, schlagen mit dem Schwanz zu, beißen, schnappen, weichen aus und brüllen dabei vor allem. Die Graphik ist dabei fantastisch, die Bewegungen sind fließend, die Farben kräftig. Mit diesem Spiel liegt definitiv eines der besten Spiele in Sachen Graphik vor. Die Hintergrundgeräusche mit den Vogelstimmen, dem Brüllen der Dinosaurier und den Schritten ist sehr gut und geht einem auch nicht so schnell auf die Nerven.

 

Spielspaß

Hier liegt ein Spiel vor, das Spaß machen soll und das tut es auch. Es macht richtig Spaß durch die prähistorische Landschaft zu rennen. Es ist schade, dass es hier nicht mehr Möglichkeiten gibt, wie beispielsweise auf Berge zu klettern oder durch Büsche zu laufen. Leider läuft man wie bei allen Spielen dieser Art irgendwann gegen eine unsichtbare Mauer, an der man dann nicht mehr weiter kommt. Zu Beginn ist die Landschaft ein einziger schwarzer Fleck, je mehr man jedoch erforscht hat, desto deutlicher wird die Karte, die man auf dem oberen Bildschirm immer im Blick hat. Hier sieht man auch die Dinosaurier, die Eier bei sich haben und die man bekämpfen muss und Fragezeichen, die die Stellen belegen, an denen die einzusammelnden Fossilien oder ein großer unbekannter Gegner liegen. Die unbekannten Gegner sind sehr albern und meiner Meinung nach fehl am Platze. Ich bin mir nicht sicher, was sich die Macher hierbei gedacht haben. Diese Gegner sind nämlich keine besonders starken Dinosaurier, sondern Gegenstände wie eine Telefonzelle, eine Schule oder ein Autobus. Diese stehen zudem nicht einfach nur da und lassen sich attackieren, sondern sie schlagen zurück und das nicht zu knapp. Die Gegner werden ebenso wie man selbst immer stärker. Der große Unterschied hierbei ist, dass man sich selbst weiter entwickelt, Hörner und Panzerplatten dazu bekommt oder diverse andere Evolutionen durchmacht, während die Gegner weiterhin Dinosaurier bleiben.

Außer diesem Abenteuer-Modus kann man sich auch für Blitzkämpfe entscheiden. Hier tritt man gegen bereits besiegte Gegner an und kann einfach nur kämpfen. Im Mehrspieler-Modus ist es möglich gegen den Dinosaurier eines Freundes anzutreten und diesem zu zeigen was man drauf hat.

Ein Manko an diesem Spielsystem ist, dass nicht jedes Kind (das Spiel ist ab sechs Jahren freigegeben) die vorgegebenen Linien so schnell nachzeichnen kann, wie man sollte. Dafür braucht man eine relativ ruhige Hand, genaues Augenmaß und ein wenig Talent. Ich kann mir vorstellen, dass es für manche Kinder deprimierend sein kann, wenn sie es nicht so gut hin bekommen, da die Zeit sehr knapp bemessen und die Zeichnungen zum Teil sehr anspruchsvoll sind. Auch die Brutalität ist zu einem gewissen Punkt ein kleines Manko. Es spritzt zwar kein Blut, aber man sieht detaillierte Kämpfe, die Dinosaurier fressen Artgenossen, wenn sie Hunger haben, inbegriffen die eindeutigen Geräusche dabei. Nicht jedes Kind hält das womöglich aus. Das müssen jedoch die Eltern entscheiden, denn diese kennen ihre Kinder ja am besten.

 

Fazit

Alles in allem liegt hier ein fantastisches Spiel für den Handhelden vor, mit dem man richtig Spaß haben und gut inszenierte Kämpfe ausleben kann. Es macht Spaß, fordert Kinder dabei vielleicht zu sehr, ist aber dennoch zu empfehlen!

 

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Dinosaurier - Kampf der Giganten

von Ubisoft

Plattform: Nintendo DS

Erscheinungsdatum: 30. Oktober 2008

USK-Einstufung: Freigegeben ab 6 Jahren gem. 14 JuSchG

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 24.11.2008, zuletzt aktualisiert: 16.02.2017 13:47