Es ist schon wieder so weit: bei Fangzähne und Zauberei handelt es sich um die Finalausgabe und es gibt reichlich zu erzählen. Das beginnt noch relativ entspannt mit einem Zirkusbesuch, den Stephen Strange und Clea mit einem kleinen Kind unternehmen. Da dieses jedoch über ein enormes magisches Potenzial verfügt, sind Probleme vorprogrammiert. Später geht es auch noch um einen besonderen Eindringling, der es bis in das Allerheiligste von Stephen Strange schafft, sowie eine Gefahr, die New York in ein Fantasy-Rollenspiel verwandelt. Die zweite Hälfte des Bandes nimmt dann das Vampirkrieg-Crossover Blood Hunt ein.
Auch für den Finalband ist wieder Jed MacKay Der Krieg gegen General Strange verantwortlich. Dabei schafft es der viel beschäftigte Autor, dass keine Langeweile aufkommt. Das gelingt ihm unter anderem, indem er den Fokus etwas verschiebt und Stephen Stranges Geisterhund Bats sowie zwei schlangenhafte Wächter des Sanctums stärker in den Fokus rückt. Geglückt ist vor allem die Episode über das Fantasy-Rollenspiel, die eine Verneigung vor Dungeons & Dragons darstellt. Dabei bedient sich MacKay als Personal mit sichtlichem Vergnügen bei Figuren aus seinen anderen Serien und streut auch immer wieder etwas Komik ein. Gleichzeitig sind die Geschichten stimmig miteinander verknüpft und bieten auch Verbindungen zu den ersten Bänden. »Blood Hunt« bietet zwar einige Überraschungen – inklusive eines unerwarteten Helden. Es ist dem Event jedoch anzumerken, dass es sich um ein Crossover handelt, bei dem einige Ereignisse noch in anderen Veröffentlichungen stattfinden. Die in diesem Band enthaltenen Storys bilden daher nur eine Art Rumpf, der etwas zu sehr in der Luft hängt und unvollständig wirkt. Dazu kommt die spürbare Lücke zwischen den beiden letzten Kapiteln des Bandes.
Mit Danilo S. Beyruth schwingt in den ersten beiden Kapiteln ein neuer Künstler die Zeichenfeder. Der Brasilianer hatte bereits in Man Mithout Fear mit MacKay zusammengearbeitet. Die Arbeit des Südamerikaners kann sich sehen lassen. Seine Panels wirken nicht nur dynamisch, sondern sind zudem auch schön detailreich. Dabei stimmt auch das Figurendesign.
Den Rest der Bebilderung übernimmt ein weiteres Mal Pasqual Ferry (Der Ultimative Iron Man), der vor allem die Kampfsequenzen ansprechend umsetzt. Er schwächelt leider vor allem im letzten Kapitel, wo er zu selten spannende Bilder findet und immer wieder Teile der Seite ungenutzt lässt. Auch seine Ideen für Fantasy-Rollenspielkostüme und die Gestaltung eines tierischen Avatars können visuell nicht ganz überzeugen. Lob verdienen hingegen die toll und detailreich komponierten Titelbilder von Alex Ross.