Schon vor einigem Jahren veröffentlichte Panini die bei Titan-Comics erscheinenden Serien zur britischen Kultserie Doctor Who. Da dem nicht allzu viel Erfolg beschieden war, wurden sie schließlich eingestellt. Aber nun wagt man mit dem Einzelband Es war einmal ein Timelord noch einmal einen Neuanfang.
Zusammen mit Martha besucht der zehnte Doctor einen kosmischen Jahrmarkt, kann aber nicht verhindern, dass seine Begleiterin entführt wird. Sie wird dazu verdammt, den unersättlichen Pyromethen Geschichten zu erzählen, vor allem unbekannte.
Mutig legt sie los und berichtet von Abenteuern des Timelords, die bisher noch keiner kannte. Aber auch der fünfzehnte Doctor muss sich Herausforderungen stellen, die nicht ganz ohne sind und schon bald gefährliche Weichen stellen.
Wie so oft dient auch dieser Band als Überleitung zu den Abenteuern des neuen Doctors und ist nicht all zu sehr in der Serienhistorie verortet, sieht man einmal von den Begleitern ab. Und letztendlich nutzt man das auch für weitere Gastauftritte.
Denn immerhin greift man dabei auch noch einmal auf Erlebnisse des neunten Doctors mit Rose zurück und schlägt so eine Brücke zwischen der ersten Ära von Russel T. Davies als Showrunner und seiner neuen Ägide mit dem fünfzehnten Doctor, der wieder einmal mit den Konventionen bricht.
Heraus kommt ein wilder Mix mit den Elementen, die die Geschichten des Timelords eigentlich ausmachen – denn das Chaos regiert bei seinen Gegnern und in seinen Entscheidungen.
Das hebt auch ein leicht veränderter, fast schon skizzenhafter Zeichenstil hervor, der bewusst in den Sequenzen eingesetzt wird, in denen Martha vom Doctor und seinen Erlebnissen erzählt.
Alles in allem ist die Zusammenstellung ganz nett, aber man hat zugleich auch das Gefühl, das etwas zu fehlen scheint. Nicht wenig hat man davon schon einmal in ähnlicher Form gelesen, so dass es auch kaum Überraschungen gibt, dafür aber viele Andeutungen, die vor allem Fans verstehen werden. Das könnte Nicht-Fans etwas irritieren und verwirren.