Seit dem Neustart der Kultserie im Jahr 2005 gehören die Weihnachts-Specials zur Tradition von Doctor Who. Gelegentlich dienten sie auch dazu, nach einer Regeneration einen neuen Doctor einzuführen, meistens zum Ende hin. Bei Joy to the World ist das allerdings nicht der Fall. Aber dennoch ist die Geschichte so angelegt, dass sie ein wenig aus der Masse heraus ragen kann.
Nachdem er Ruby zurückgelassen hat, reist der Doctor wieder alleine durch Raum und Zeit. Dabei landet er in einem Hotel, das in den einzelnen Zimmern Einblicke und Zugänge in verschiedene Zeiten der Erdgeschichte erlauben.
Und er beobachtet einem Mann, der einen seltsamen Koffer mit sich herum trägt, der es in sich hat. Schon bald versucht er das Leben einer junge Frau namens Joy zu retten, die damit in Berührung kommt, denn der Inhalt des Gepäckstücks ist mehr als explosiv.
Damit beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, und wie man es sich bei der Serie denken kann, geht das natürlich nicht nur linear von statten. Und wieder einmal muss der Doctor ungewöhnliche Wege gehen, um das Geheimnis des Koffers zu ergründen, begegnet sich dabei auch selbst, was zudem noch weitere Fragen aufwirft.
Die Geschichte ist, wie man es von Moffat gewohnt ist, durchaus komplex gestrickt, löst sich aber immerhin zum Ende hin gelungen und glaubwürdig auf und spielt mit gleich mehreren Andeutungen, die schon im Titel begründet liegen.
Wieder einmal wird so einiges geboten, besondere Sympathie gewinnt dabei Joy, die weibliche Kurzzeit-Begleiterin, die fröhlich und offen daher kommt, aber dennoch eine unübersehbare Traurigkeit in sich trägt, aber am Ende dann ihren Wert und ihre Aufgabe erkennt.
Heraus kommt eine durchaus unterhaltsame und kurzweilige Folge, die zwar manchmal verwirrend ist, aber am Ende doch zufrieden zurück lässt, zumal noch einmal sehr weihnachtliche Gefühle bedient werden.
Wie immer hat Polyband die Veröffentlichung edel ausgestattet und bietet neben einem Booklet auch noch jede Menge an Extras wie Doctor Who Unleashed, Tardis Gespräche und einen Audiokommentar. Bild und Ton sind natürlich auch wieder auf der Höhe der Zeit und lassen für eine Fernsehproduktion keine Wünsche offen.