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Doktor Strange – Die Vorgeschichte zum Film

Rezension von Christel Scheja

 

Mit „Doctor Strange“ wird das „Marvel Cinematic Universe“ um einen weiteren klassischen Superhelden erweitert, der anders als seine Vorgänger ist. Denn seine Fähigkeiten lassen sich nicht mit Wissenschaft erklären, sie sind reine Magie und berühren auch die Welten, in die andere bisher nur einen kurzen Blick warfen. Benedict Cumberbatch verkörpert den charismatischen Magier auf seinem Werdegang, aber die „Vorgeschichte zum Film“ widmen sich anderen Figuren.

 

Sie gehören zu den fähigen und wichtigen Kämpfern rund um die Ancient One, der arrogante aber mächtige Meister Kaecilisu, der kriegerische Mordo, der mit seinen inneren Dämonen immer noch uneins ist und Wong, der Biblothekar, der sehr genau weiß, was er will und kann.

Gemeinsam tauchen sie immer da auf, wo sie gebraucht werden, um die Magie und Monster anderer Dimensionen von der Erde fern zu halten – sei es nun in London, wo die Nachwirkungen des Kampfs zwischen Thor und dem Dunkelelfen Malekith immer noch spürbar sind, oder in China, wo sie sich mit den Drachenreitern herumschlagen müssen, einer anderen magischen Vereinigung.

Gleichzeitig wächst in Kaecilius der Groll auf die Älteste, die ihm seiner Meinung nach, wichtiges Wissen vorenthält. Und das führt ihn schließlich auf den Weg, den er bis zum bitteren Ende gehen wird, auch wenn ihn ganz andere Gründe dazu gebracht haben, überhaupt erst die magischen Künste zu erlernen …

 

Da Stephen Strange noch nichts von seiner Berufung weiß, können sich die Episoden nur den Figuren widmen, die sich bereits im Kamar-Tay aufhalten. Die „Vorgschichte zum Film“ ist daher eine gute Gelegenheit, mehr über die Wegbegleiter des zukünftigen obersten Zauberers, und seinen ersten großen Feind zu erfahren.

Man erlebt hier Kaecilius noch als treuen Gefährten der Ancient One, der aber bereits bei seinem ersten Auftreten die Anlagen zeigt, die ihn später auf den dunklen Weg führen und kann auch Wong in Aktion erleben. Die Kämpfe sind hier eher Nebensache – spiegeln sie doch das wieder, was den Fan später im Film erwartet. Aber gerade die Blicke auf die Nebenfiguren geben diesen etwas mehr Hintergrund, der viele ihrer Taten plausibler macht – auch wenn letztendlich nichts verraten wird, was den Film vorweg nehmen würde.

Zeichnerisch bleiben die Hefte eher Durchschnitt, die Figuren sind nur bedingt zu erkennen, gerade bei Kaecilius fällt das ziemlich deutlich ins Gewicht. Aber wen das nicht stört, der erhält mit der Sammlung verschiedener Episoden durchaus eine nette Ergänzung zum Film.

 

Man merkt auf der künstlerischen Seite durchaus, dass „Doctor Strange – Die Vorgeschichte zum Film“ ein marketingtechnischer Schnellschuss war, vom Inhalt her lohnt es sich aber durchaus, einen Blick in das Heft zu werfen, da es tatsächlich einigen Figuren, vor allem dem Schurken, mehr Tiefe gibt.

 

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Eure Meinung:

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Comic:

Doktor Strange – Die Vorgeschichte zum Film

Autor: Will Corona Pilgrim

Original: Marvel's Doctor Strange Prelude #1,2, Marvel's Doctor Strange Infinite Comic # 1, USA 20016

Panini Verlag, 10/2016

Übersetzer: Bernd Kronsbein

Titelillustration und Zeichnungen: Jorge Fornes, Farben von Jesus Aburtov

 

erhältlich bei: Panini

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Erstellt: 31.10.2016, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:40