Drachenlord (Autor: James Barclay; Die Legenden des Raben Bd.5)
 
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Drachenlord von James Barclay

Reihe: Die Legenden des Raben

Rezension von Christel Scheja

 

Langsam nähert sich der zweite Zyklus um den Bund des Raben seinem Ende, aber noch einmal fährt James Barclay schwere Geschütze auf. Nach ihrem Sieg über die dämonischen Wytchlords, musste der berühmteste Söldnerbund Balaias fest stellen, dass ihr Einsatz nicht unbedingt viel genutzt hatte.

Ohne die Bedrohung von außen begannen die vier Magierkollegien um die Macht zu streiten und sich gegenseitig zu bekämpfen. Wie immer gehörte vor allem die einfache Bevölkerung des Landes zu den Leidtragenden.

Die Söldner des Raben versuchten einzulenken, brachten sich aber nun selbst ins Schussfeld der Kollegien. In einem waren sich diese nun einig: Hirad Coldheart und seine Freunde mussten vernichtet werden. Nur die Magier von Julatsa stellten sich dagegen und beschützten die Söldner, da zwei von ihnen aus ihren Reihen stammten.

 

Da sie merken, dass sie nichts mehr ausrichten können und ihnen der Boden unter den Füßen selbst zu heiß wird, beschließt der Rabe Balaia zu verlassen, so sehr es ihnen auch in der Seele weh tut. Aber sie haben keine Wahl, wenn sie nicht wieder die einfachen Leute mit hinein ziehen wollen.

Nur noch einmal müssen sie ihr Geschick beweisen, als Hochstapler sie beim Volk in Misskredit bringen wollen, dann kehren sie ihrer Heimat den Rücken und suchen ihr Glück in die Ferne. Ein Teil kehrt auf die Insel zurück, auf der sie schon zuvor gelebt haben, ein anderer geht mit den Elfen.

Doch zwei Jahre später finden sie wieder zusammen, denn Hirad Coldheart wurde von Visionen heimgesucht, die nach Aussagen der Elfen nur eines bedeuten können: Balaia braucht sie. Das Kollegium von Xetesk hat in seiner Vermessenheit Dämonen herauf beschworen, die nun das ganze Land verheeren und nicht einmal mehr die Zauberkundigen verschonen. Sie vernichten nicht nur deren Leben und Körper, sondern auch die Seele.

Der Rabe aber scheint dagegen gefeit zu sein, da der Bund die Männer und Frauen, Magier und Kämpfer so aneinander geschmiedet hat, dass ihre Seelen fast schon eine untrennbare Einheit bilden.

Das ermöglicht es auch dem Geist des Elfenmagiers Ilkar, der den Bund einst anführte, Kontakt mit Hirad aufzunehmen und ihn zu warnen. Denn auch für die Söldner könnte dieser letzte Einsatz tödlich enden.

 

„Drachenlord macht nach der kurzen Einführung einen kleine Zeitsprung, schließt aber ansonsten inhaltlich ohne Brüche an die früheren Geschehnisse an. Wie immer weiß der Autor dabei die bekannten Elemente der Heroic Fantasy mit Traditionen und Figuren des Rollenspiels zu verknüpfen. Die Machtspiele und Intrigen haben inzwischen zu einer Katastrophe geführt, alles vorher Geschehene übersteigt, und um so düsterer geht es im Roman zu.

Auch wenn die Geschichte viel von einer Rollenspielkampagne hat, achtet James Barclay darauf, dass seine Figuren lebendig und glaubwürdig bleiben

 

„Drachenlord“ trägt zwar einen irreführenden Titel, da alles andere als diese Fabelwesen dort vorkommen, ist aber ansonsten ein spannender und actionreicher Roman, der qualitätsmäßig über viele andere Werke der Abenteuer-Fantasy heraus ragt.

 

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202407200635568fcbd20d
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Drachenlord

Reihe: Die Legenden des Raben, Bd. 5

Autor: James Barclay

Broschiert, 366 Seiten

Heyne, erschienen Mai 2007

ISBN 978-3-453-52212-1

Titelbild von Sabine Jantzen, Karte von Franz Vohwinkel

Übersetzung aus dem Englischen von Jürgen Langowski

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 08.06.2007, zuletzt aktualisiert: 05.07.2024 16:04, 4016