Drachenmahr von Robert Corvus

Rezension von Christel Scheja

 

Robert Corvus ist wie einige andere Autoren mittlerweile eine Konstante in der Fantasy-Szene. Auch wenn er oftmals in Gemeinschaftprojekte involviert ist oder Zyklen schreibt, so erscheinen doch auch ab und an Einzelromane, die man gut zwischendurch lesen kann, so wie Drachenmahr, das leider nur noch antiquarisch erhältlich ist.

 

Vor Jahrzehnten zähmte Josefa, eine Glasbläserin und Mitglied eines der Patrizierhäuser einen Drachen und legte ihn ihn Ketten, sperrte ihn unter die große Kathedrale ein, wo er auch heute immer noch gefangen ist und ihr hilft, ihren Griff um die Stadt aufrecht zu erhalten. Denn die einfachen Menschen haben nicht viel von dieser Tat, sie leiden weiter unter den Machtkämpfen der Patrizierhäuser und der Terrorherrschaft.

In diese Zeit wird Zarria geboren, die sich zu einem jungen Leutnant der Garde hochgearbeitet hat. Als sie damit beginnt, den Mord an ihrem Obristen zu untersuchen, gerät sie in ein Nest aus Intrigen und Verrat, der auch sie in den Abgrund zu reißen droht, denn die schöne Ordnung in der Stadt ist nur schöner Schein.

 

Robert Corvus schafft ein düstere Szenario für seine Geschichte. Die junge Generation wird in eine Welt geboren, in der Wahrheiten verbogen worden und längst Lügen und Intrigen die Stadt beherrschen. Einfache Menschen leiden, weil sie zum Spielball der Mächtigen werden. Und die wähnen sich tatsächlich sicher und als Herren der Stadt.

Doch es ist die junge idealistische Frau, die die Wahrheit entdeckt und dann aufgrund verschiedener Vorfälle in ihrer Untersuchung weiter macht, gerade jetzt nicht mehr dazu bereit ist, diese einzustellen.

Wie man sich denken kann treibt das die Gefahr für sie hoch und der Leser kann einen spannenden und actionreichen Roman genießen. Die Geschichte ist gefällig und flott geschrieben, überrascht durch einige Wendungen, die man nicht so hat kommen sehen und bietet kurzweilige Unterhaltung.

In die Tiefe geht die Handlung zwar nicht, aber das scheint in dieser Geschichte auch nicht wichtig – hier sind das klug ausgebaute Setting und die Geheimnisse das Salz in der Suppe und machen Spaß.

 

Fazit:

»Drachenmahr« vereint viele bekannte Versatzstücke der Fantasy und des Horrors in einer Geschichte, der Autor schafft es aber daraus eine spannende Handlung zu zimmern, die von Anfang bis Ende zu unterhalten weiß.

 

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zuletzt aktualisiert: 25.07.2021 14:15 | Users Online
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