Seit 2 Jahren lebt Sorla am Hof seiner Mutter, die sich als die rechtmäßige Herrscherin von Brindhal herausstellte. Doch ihm fehlt das gewohnte freie Leben, weswegen er, nachdem es ihn einmal aus dem Palast verschlagen hat, beschließt, nicht sofort zurückzukehren, sondern sich auf die Suche nach seinem Vater zu begeben.
Zwischen dem Finale des 2. Bandes (Schlangenei) und dem Start dieses 3. lässt Amadeus Firgau eine größere Lücke im Lebenslauf seines jungen Protagonisten Sorla klaffen. Rückblickend erfährt der Leser lediglich, dass dieser diese Zeit als Kronprinz am Hof seiner Mutter verbrachte.
Stand in Band 2 Sorlas Suche nach seiner Mutter im Fokus, ist es diesmal die nach seinem Vater. Auch dabei gerät der Protagonist wieder in die unterschiedlichsten Umstände, denen er oft nur mit viel Glück entkommt. Nicht alle diese Situationen und deren Lösungen können rundum überzeugen, doch wirkt die Story als Ganzes rund.
Was allerdings auffällt, ist, dass bei dem in einfachen Verhältnissen aufgewachsenen Jungen, dem Sohn dem Anschein nach ›gewöhnlicher‹ Eltern so auffallend viele Stränge in adlige Kreise führen. Da muss bei allen in den bisherigen 3 Bänden erzählten Ereignissen schon ziemlich viel Zufall am Werk gewesen sein. Im Finale dieses Buches lässt der Autor seinen Protagonisten erneut in einer Situation zurück, die kaum Schlüsse auf Sorlas weiteren Lebensweg zulässt.
Auch diesmal folgt der Autor erzählerisch wieder ausschließlich seinem Protagonisten, sodass der Leser stets auf dessen Erkenntnisstand beschränkt bleibt.