Georgies Sohn ist auf der Welt, und auch sonst läuft es bei ihr und Darcy recht gut. Doch dann bringt ihr königlicher Cousin Edward Unruhe in ihr Leben. Um seine Geliebte, die Amerikanerin Wallis Simpson, vor der Öffentlichkeit zu verstecken, drängt er Georgie und Darcy dazu, sie eine Zeit lang zu beherbergen. Ausgerechnet jetzt hat Georgies Patenonkel, der Besitzer des Anwesens, aber einer Filmcrew gestattet, auf dem Gelände zu drehen. Kurz darauf verschwindet eine der Schauspielerinnen, und eine andere wird tot aufgefunden.
Rhys Bowen verwöhnt die Fans ihrer historischen Cosy-Crime-Reihe um Lady Georgiana nicht gerade mit häufigen Fortsetzungen. Mehr als 1 Jahr ist seit Band 17 (Mörderische Dinnerparty) vergangen, bis wir diesen Band in Händen halten können. Dafür gibt es an der Qualität nichts auszusetzen.
Auch in Georgies 18. Fall passt wieder alles logisch zusammen. Scheinbare Widersprüche klären sich (wie gewohnt) am Ende auf. Das von den bisherigen Bänden gewohnte Feeling wird wieder getroffen, wobei es durch die relativ vielen Teilhandlungen vielleicht sogar noch etwas chaotischer als sonst wird. In dieser Art dürfen gerne noch viele weitere Detektiv-Abenteuer Georgies folgen.
Ein Dauerthema bei dieser Reihe ist natürlich die deutsche Übersetzung. Nach mehreren Übersetzer-Wechseln scheint mit Lennart Janson wieder ein dauerhafter Übersetzer gefunden zu sein. Seine Art, Entfernungen in Kilometer zu ›übersetzen‹ bleibt auch diesmal bestehen. Was diesmal allerdings auffällt, ist die wiederholte Verwendung des Begriffs Gästin.
Wie gewohnt überlässt es die Autorin ihrer Protagonistin, die Ereignisse selbst zu erzählen.