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Skulduggery Pleasant – Duell der Dimensionen von Derek Landy

Reihe: Skulduggery Pleasant, Bd. 7

Rezension von Christel Scheja

 

Durch seine Reihe um „Skulduggery Pleasant“ ist der irische Autor Derek Landy bekannt geworden, und noch scheinen ihm die Ideen nicht auszugehen, wie der siebte Roman der Serie mit dem Titel „Duell der Dimensionen“ beweist. Wieder sind der knochige Detektiv und Magier, wie auch die begabte Zauberin Walküre Unruh gefragt, wenn es darum geht, die magische Dimension zu retten.

 

Sie haben schon so viele ihrer Feinde besiegt und sich in der magischen Dimension Respekt verschafft, aber nun bekommen sie es mit einem ganz neuen Kaliber von Gegenspielern zu tun. Denn seit einiger Zeit weisen immer wieder und vor allem mehr ganz normale Menschen ohne Zauberer-Vorfahren, magische Kräfte auf. Die wenigsten können damit umgehen, einige werden direkt von Anfang an wahnsinnig, andere wieder genießen die ihnen verliehene Macht so gut sie können und vergessen dabei jede nur erdenkliche Grenze, so wie vier Jugendliche, die ein ganzes Viertel unsicher machen.

Chaos bricht in Irland aus, so dass der magische Rat nun unter Druck steht, denn wenn sie das Problem nicht in den Griff kriegen, wird der Rest der Magierwelt eingreifen und reinen Tisch machen.

Aus diesem Grund sind Skulduggery und Walküre im Zugzwang. Sie müssen nicht nur einen bestialischen Mord aufklären, sondern auch den oder die Verursacher des ganzen Übels finden, da die Entwicklungen einfach nicht natürlich sein können – und das so schnell wie möglich.

Schon bald geraten sie in eine Falle und müssen selbst um ihr Überleben fürchten, denn durch den Kontakt zu anderen Dimensionen steht mehr auf dem Spiel als sie zuvor dachten.

 

„Duell der Dimensionen“ trifft den Ton der Vorgänger-Romane erneut sehr gut – witzige und freche Dialoge zwischen den skurrilen Figuren wechseln sich mit ordentlicher Action und auch ein wenig Grusel ab. Die Helden bewegen sich durch ein irrwitziges Abenteuer, in dem nicht wenige ihrer alten Freunde und Feinde einen Auftritt haben, ehe sie der Lösung des Rätsels ein Stück näher kommen.

Die Geschichte funktioniert als dramatisches Abenteuer und bietet leichten Lesespaß. Die Figuren erweisen sich dabei jedoch eher als Schwachpunkt der Geschichte. Obwohl in den sieben Bänden sehr viel Zeit vergangen ist und Walküre von einem Mädchen zu einer jungen Frau gereift ist, hat sie sich charakterlich nicht besonders verändert, zeigt immer noch sehr viele kindliche Züge obwohl sie auf der anderen Seite noch zynischer geworden ist als früher. Und auch Skulduggery hat sich im Zusammenspiel mit seiner jungen Assistentin nur wenig verändert.

Die Handlung ist aber so spannend, dass man darüber halbwegs hinwegsehen kann. Allerdings ist es mittlerweile unmöglich in die Serie einzusteigen, da Derek Landy mittlerweile viele Anspielungen auf zurückliegende Ereignisse einbaut und auch die Beziehungen zwischen den Haupt- und Neben-Figuren nicht mehr all zu sehr erklärt, weil er das entsprechende Wissen voraus setzt.

Was bleibt ist ein leichtfüßiges Abenteuer ohne Hintergedanken, das am Ende die Weichen für eine neue Bedrohung stellt, um auch Interesse für den achten Band zu wecken.

 

„Duell der Dimensionen“ ist sicherlich wieder ein Fest für alle „Skulduggery Pleasant“-Fans, die eine humorvolle Geschichte ohne Hintergedanken und mit viel Action wünschen, dafür aber bereit sind, auf die Entwicklung der Charaktere und des Hintergrunds weitestgehend zu verzichten.

 

 

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Duell der Dimensionen

Reihe: Skulduggery Pleasant, Bd. 7

Autor: Derek Landy

Loewe, erschienen Oktober 2014

gebunden, ca. 576 Seiten

Übersetzung: Ursula Höfker

ISBN-10: 3785574525

ISBN-13: 978-3785574522

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 09.08.2014, zuletzt aktualisiert: 10.09.2019 19:06