Dungeon Raiders (NDS)
 
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Dungeon Raiders (NDS)

Rezension von Wiebke

 

„Dungeon Raiders“ ist ein wirklich witziges Spiel, das mit einer Vielzahl an kuriosen, aber auch gefährlichen Figuren daherkommt und eine Menge Spielspaß verspricht. Zunächst einmal trifft der Spieler auf Glandalf, einem Zauberer und Filmfreak, wie er im Buche steht. Ein kleines dünnes Männchen mit einem grauen Zauberhut, einem grünen Hawaiihemd und einem riesigen weißen Rauschebart, der sein Gesicht fast völlig verdeckt. Neben einer recht knubbeligen Nase, einem ausladenden Paar Segelohren und einen einzelnen Schneidezahn, sind es nur noch ein paar dünne Arme und Beine, die der kleinen Wicht sein Eigen nennt. Aber so unscheinbar er im ersten Moment auch ist, er hat es faustdick hinter den Ohren. Mit einer ordentlichen Portion an Mut und Selbstbewußtsein beginnt er die Mission mit dem Ziel, seinen Freund Luigi von den Piraten zu befreien, dessen Anführer kein geringerer als ein Riesenpapagei mit einem seltsamen Namen ist. Doch das ist bei weitem noch nicht alles, was er in nächster Zeit vorhat. Luigi soll ihm dabei helfen, den Grafen Dracula aufzusuchen und ihm eine Lektion zu erteilen. Denn was dieser seinem Henckersfreund Butcho antut, ist nicht gerade freundlich. Und wenn er schon einmal dabei ist etwas Gutes zu tun, will er auch noch die Welt retten. Heroische Ziele für so einen kleinen Mann. Aber zum Glück verfügt er über acht Zauberkünste, die ihm dabei helfen, seine Missionen zu meistern.

 

Mit seinem Schiff gut auf der Pirateninsel gelandet, beginnt Glandalf diese nach Hinweisen über den Verbleib seines Freundes Luigi abzusuchen. Dabei begegnen ihm verschiedenartige Dinge, die für sein Vorankommen unerlässlich sind. So trifft er auf Hinweisschilder, riesige Kiste, runde Fässer, verschiedenartige Hebel, Bodenplatten und Teleporter. Alles hat eine Bedeutung und gerade zu Beginn des Spiels geben die Schilder die nötigen Hinweise, die Glandolf benötigt um voranzukommen. Neben den Hinweisen, die unbedingt gelesen werden sollten, ist es genauso wichtig auf herumliegende Münzen zu achten. Denn zehn dieser Münzen können eine verlorene Lebenskugel auffüllen, von denen Gundolf drei besitzt. Sind diese allerdings aufgebraucht, muss er das Level von vorn beginnen, es sei denn er hat zwischenzeitlich eine Quelle gefunden und aktiviert. Dann kann sich dort heilen lassen und seinen Weg fortsetzen. Benötigt er die Münzen nicht für die Auffüllung seiner Lebenskugeln, wird ihm dafür Zeit gutgeschrieben, die er besonders gut gebrauchen kann, wenn er einen neuen Highscoore aufstellen will. Doch zu Beginn des Spiels ist es nicht einfach, die vielen Gefahren zu überwinden, die sich ihm in den Weg stellen. Da gibt es zum einen verschiedenartige Gegner, die im Kampf besiegt werden müssen, Bodenstacheln, die vorsichtig zu überqueren sind, aber auch Kamikazeschränke, die einfach umfallen und fliegende Haie, denen auszuweichen ist. Doch Vorsicht, auch ins Wasser sollten die Helden nicht fallen und den Auswirkungen von Feuer, Wind und Kälte müssen auch getrotzt werden. Ein steiniger Weg also der zu beschreiten ist und oftmals das Äußerste von Helden und Spieler gleichermaßen abverlangt.

 

Die Steuerung der Figuren erfolgt mittels Touchpen. Dabei können diese neben normalen Laufbewegungen auch springen und mit Gegnern kämpfen. Der Wechsel zwischen ihnen erfolgt mittels L- und R-Taste und mit dem Steuerkreuz kann eine Kamera bewegt werden, um die Umgebung nach Feinden abzusuchen. Ein Blick auf den oberen Bildschirm offenbart eine Inselkarte und zeigt jederzeit, wo der Held sich gerade befindet. Für die Ausführung von Zaubersprüchen müssen entweder mit dem Touchpen Figuren nachgezeichnet oder ins Mikro gepustet werden. Tätigkeiten, die recht einfach vonstatten gehen und keinerlei Übung benötigen. Anders hingegen sieht es mit der erfolgreichen Bewältigung der Gegner aus. Ob ein einfaches Zuschlagen reicht, eine Drehung vollführt werden muss oder ein Ausweichen notwendig ist, muss zunächst probiert und geübt werden, um im Spiel voranzukommen. Wichtig ist es dabei, die Stärken der drei Spielfiguren zu kennen, denn je nach zu bewältigender Gefahr, sollte auf denjenigen gewechselt werden, der diese zu überwinden schafft. Ein recht kurzweiliges und dabei lustiges Unterfangen, das neben den wirklich kurios gelungenen Figuren mit vielen witzigen Situationen punktet, zum Beispiel wenn der Held am Uferrand erst wackelt, bevor er schreiend ins Wasser fällt. Wunderschön bunt animiert, weiß das Spiel auch optisch zu begeistern, obwohl Figuren als auch Umgebung keine klaren Konturen aufweisen. Dafür ist die gewählte Hintergrundmusik äußerst passend gewählt und kleine Effekte und spaßige Sprüche untermalen das Spiel in einer Art und Weise, die jeden Spieler zum Schmunzeln bringt.

 

Fazit.

„Dungeon Raiders“ ist ein sehr spaßiges und kurzweiliges Spiel, welches gerade von Gelegenheitsspielern Einiges an Vorausschau und spielerischen Fähigkeiten abverlangt. Insgesamt gesehen besitzt es allerdings wenig Tiefgang und begeistert vorrangig durch seine witzigen Einlagen und kuriosen Kreaturen, kann sich aber spielerisch nicht von anderen Spielen dieser Art abheben.

 

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20240713202544ea21fd8b
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MEDIUM:

Dungeon Raiders

von Koch Media GmbH

Plattform: Nintendo DS

USK-Einstufung: USK ab 6 freigegeben

ISBN: 3512289016032

ASIN: B002QVFIA8

Erscheinungsdatum: 27. November 2009

Sprache: Deutsch

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 09.02.2010, zuletzt aktualisiert: 21.10.2022 08:12, 10015