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Eden & Orion - Lichtjahre zu dir von Helen Douglas

Rezension von Christel Scheja

 

Die heute mit ihrer Familie in Cornwall lebende Helen Douglas studierte Wirtschaftsgeschichte und arbeitete später als Lektorin. Theaterdirektorin und Lehrerin in London und Kalifornien. Ihrer Leidenschaft zur Astronomie setzt sie in ihren ersten Roman „Eden & Orion - Lichtjahre zu dir“ ein Zeichen.

 

Eden ist ein ganz normales Mädchen, auch wenn sie vor vielen Jahren ihre Eltern verloren hat und nur bei ihrer Tante Miranda aufwächst. Aber sie hat viele Freunde und ist mit den Dingen, die sie hat, zufrieden.

Dann taucht eines Tages der gutaussehende und charmante Ryan auf ihrer Schule und ihrer Klasse auf. Wie viele andere verliebt sich Eden in den Neuen und möchte ihm nahe sein, auch wenn das ihren langjährigen Freund Connor eher traurig macht, der jetzt endlich realisiert, dass er sich wohl damit abfinden muss, nur ihr guter Kumpel zu bleiben.

Allerdings stimmt etwas mit Ryan nicht. Warum kennt er sich in der irdischen Geschichte nicht aus, weiß nicht einmal wer Ghandi und Mandela sind? Wo und wie hat er eigentlich gelebt, dass ihm nicht einmal eine Pizza bekannt und vertraut ist?

Gerade deswegen möchte sie gerne mehr über ihn erfahren und sucht weiter seine Nähe, was Ryan nicht unangenehm zu sein scheint. Daher kann sie mit zu ihm nach Hause gehen und seine Verwandten kennen lernen.

Dort fällt ihr überraschenderweise ein Buch in die Hände, dass so unwahrscheinlich ist, das es die Wahrheit sein könnte – eine Biographie über ihren Kindheitsfreund Connor, die schier Unglaubliches enthüllt und mehr als achtzig Jahre in der Zukunft veröffentlicht wurde ...

 

Zu den beliebtesten Themen für Jugendromane gehört wohl, einen neuen Mitschüler in der Klasse auftauchen zu lassen, der entweder als Hauptfigur hinter die Geheimnisse seiner Mitschüler kommen muss, oder aber umgekehrt zum Ziel von Neugier und Schwärmerei wird, vor allem wenn er oder sie auch noch gut aussieht.

Kurzum „Eden & Orion - Lichtjahre zu dir“ fängt wie eine klassische Romanze in der Highschool an und verfolgt nicht mehr und nicht weniger die gleichen Ziele wie diese. Die junge Heldin muss sich zunächst einmal gegen ihre Rivalinnen durchsetzen und merkt recht schnell, dass ihr Auserwählter auch an ihrer interessiert ist.

Nach und nach kommt sie hinter sein Geheimnis, muss erst einmal damit fertig werden, was auch zu ordentlicher Gefühlsverwirrung führt und entscheidet sich am Ende dafür mit Feuer und Flamme dabei zu sein.

Alles in allem mag die Geschichte zwar flott geschrieben sein und weist keine Längen auf, leider ist sie aber auch sehr vorhersehbar, wenn man bereits andere Geschichten dieser Art kennt. Daran können auch die immer wieder über den Hintergrund durchschimmernden Nachweise nichts ändern – und die daraus resultierenden Probleme werden entweder ganz ausgeblendet oder einfach übergangen. Auch die Charaktere sind eher glatt gebügelt und unkompliziert, durchaus sympathisch, aber auf der anderen Seite nicht all zu komplex.

Die Science Fiction-Elemente bleiben letztendlich im Hintergrund, sie tragen ein wenig zur Atmosphäre bei, sind aber auch nicht unbedingt handlungstragend, da in erster Linie doch eher Liebe und Beziehungen im Mittelpunkt stehen.

 

Alles in allem richtet sich „Eden & Orion - Lichtjahre zu dir“ wohl vor allem an junge Leserinnen, die von dem Thema „Geheimnisvoller Neuer“ noch nicht genug bekommen und ebenfalls nicht viel gegen die phantastischen Elemente haben.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Eden & Orion - Lichtjahre zu dir

Autorin: Helen Douglas

gebunden, 267 Seiten

Fischer Sauerländer, August 2013

Übersetzung: Almut Werner

Titelbild: Davis Numuk

 

ISBN-10: 3737364869

ISBN-13: 978-3737364867

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 03.01.2014, zuletzt aktualisiert: 10.09.2019 19:06