Nalia wohnt mit ihrem Vater in einem kleinen Dorf. Während die anderen Bauern jedoch nur für ihren Hof leben, verschwindet Nalias Vater, Bran, immer wieder tagelang im Wald. Was er dort treibt, weiß selbst Nalia nicht. Als die Stinkfäule immer mehr Felder befällt und die Ernte ruiniert, will der reichste der Bauern, Denzel, den Wald als vermeintliche Ursache abbrennen. Außer Nalia und ihrem Vater widerspricht ihm niemand. Als der Wald angezündet wird, ist Bran noch darinnen. Nalia folgt ihm, während hinter ihr schon die Flammen lodern.
Angelika Diem siedelt ihre Fantasy-Novell in einer Zeit an, in der anscheinend noch nicht einmal mittelalterliche Strukturen herrschen. Das ist nicht verwunderlich, handelt es sich doch um eine Vorgeschichte zu ihrer Schattenthron-Dilogie, die 1000 Jahre vor ihrer Handlung angesiedelt ist.
Hier werden die Grundlagen zur Wandler-Kultur gelegt, in der diese Fantasy-Dilogie angesiedelt ist. Folglich treten auch keine aus den Schattenthron-Bänden 1 (Das Mädchen mit den goldenen Augen) und 2 (Der Prinz mit dem flammenden Herz) bekannten Charaktere auf. Zusammenhänge werden erst am Ende dieser Vorgeschichte erkennbar, die auch vollkommen unabhängig les- und verstehbar ist.
Die Autorin erzählt aus der Perspektive ihrer Protagonistin Nalia, deren Alter unerwähnt bleibt. Sie scheint sich an der Schwelle von der Jugendlichen zur jungen Frau zu befinden.