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Ein Werwolf – Ein Buch von Rich Duncan und Bob Powers

Rezension von Christel Scheja

 

Das gewachsene Interesse an Vampiren, Werwölfen oder Zombies führt inzwischen auch dazu, dass es nicht nur Romane und Erzählungen zu diesen Wesen gibt, sondern auch Bücher ganz anderer Art.

Die Ratgeber, wie man mit sich umgehen soll, wenn man selbst gebissen und infiziert wurde, sprießen wie Unkraut aus dem Boden, einige davon sind mehr, andere weniger ernst gemeint.

 

Zur letzteren Gruppe gehört auch „Ein Werwolf – Ein Buch“. Die Autoren bezeichnen ihre Sammlung von Verhaltensregeln als gut gemeinten Ratgeber für angehende Werwölfe. Augenzwinkernd machen sie darauf aufmerksam, was so eine Verwandlung mit sich bringt – gute wie schlechte Überraschungen. Und sie wollen dabei helfen, den Schaden möglichst gering zu halten.

Dazu gehen sie auf die vielfältigen Facetten des Werwolflebens ein. Das beginnt mit den Grundlagen, zu denen solche Fragen gehören wie „Was ist Lykanthropie“? Wie kann man heraus finden, wenn man gebissen wurde, ob man nicht vielleicht selbst schon ein Werwolf ist. Gibt es untrügliche Zeichen, oder muss man die erste überraschende Verwandlung so hinnehmen? Welche Stadien gibt es?

Kann man überleben, wenn man sie nach und nach meistert? Und wie sieht es eigentlich mit Reinblütern aus? Was versteht man darunter?

Danach folgen ausführliche Erläuterungen, wie man sich auf seine erste Verwandlung vorbereiten kann, wenn man diese überleben will, Wie fühlt man sich dabei? Und welche Nebenwirkungen kann die Lykanthropie gerade am Anfang mit sich bringen – Alpträume und Visionen etwa?

Im zweiten Teil widmen sie sich dem Alltagsleben des frisch geborenen Werwolfs? Welche Veränderungen bringt das mit sich? Wie kann man es dennoch schaffen, ein halbwegs normales Leben zu führen, weiter bei seiner Familie zu sein und vielleicht sogar zu leben? Neben komplizierten gibt es aber auch sehr einfache Verhaltensregeln.

Nicht zuletzt hilft der dritte Teil dabei, mit dem Fall umzugehen, dass man unangenehm aufgefallen ist und jemanden umgebracht oder ebenfalls nur gebissen hat. Auch hier stehen sie mit Rat und Tat zur Seite.

 

Wie viele andere Ratgeber ist auch „Ein Werwolf – Ein Buch“ in einem humorvollen Unterton geschrieben. Allerdings merkt man auch, dass es eigentlich für Amerika geschrieben ist, da einige Verhaltensweisen und Traditionen nicht unbedingt in Europa zu finden sind. Aber stört man sich nicht daran, kann man sich köstlich über die gut gemeinten und durchaus nachvollziehbaren Inhalte amüsieren.

Die Autoren haben gut recherchiert und einiges von dem zusammengetragen, was Literatur und Mythen diesen Wesen inzwischen nachsagen.

Die Übertragung in die Jetztzeit gelingt ausgezeichnet und man könnte fast glauben, was sie dort zusammengetragen haben. Wie auch immer – Werwolf-Fans finden viele interessante Hinweise und Ideen, die sie vielleicht auch einmal selbst für Rollenspiele und eigene Geschichten verwenden können, und auch wenn man keine Hintergedanken hat, wird man gut unterhalten. Nur ernst nehmen sollte man „Ein Werwolf – Ein Buch“ auf keinen Fall.

 

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Ein Werwolf – Ein Buch

Autoren: Rich Duncan und Bob Powers

Broschiert, 315 Seiten

Goldmann, München, erschienen Juli 2010

Übersetzung aus dem amerikanischen Englisch von Thomas Bauer

Titelbild von Fine Pic, München

ISBN-10: 3442473012

ISBN-13: 978-3442473014

Erhältlich bei: Amazon

 

weitere Infos:


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Erstellt: 25.08.2010, zuletzt aktualisiert: 12.01.2019 12:03