Thomas Nightingale ist noch ein relativ junger Mitarbeiter des Folly. Es sind die 1920er Jahre. Auf der Spurensuche nach den Hintergründen eines verzauberten Saxophons führt ihn die Spur über den Atlantik nach New York. Dort steht er unerwartet vor der Tür eines alten Schulkameraden, der jetzt hier lebt und die passenden Kontakte haben könnte: Augustus Berrycloth-Young.
Wie schon mehrfach zuvor schiebt Ben Aaronovitch auch hier zwischen 2 regulären Romanen der Peter-Grant-Reihe wieder eine Novelle ein, in deren Mittelpunkt eine Nebenfigur der Roman-Reihe steht.
Diesmal ist es der zum Handlungszeitpunkt noch junge Thomas Nightingale, der in den 1920er Jahren einen brisanten Auftrag auszuführen hat. Diese Story hebt sich im verschiedener Hinsicht von den bisherigen Novellen und Romanen ab. Waren es bisher immer die jeweiligen Hauptfiguren, die in der 1. Person berichteten, übernimmt diesmal ein bisher nie erwähnter Charakter die Rolle des Ich-Erzählers.
Dieser Augustus Berrycloth-Young ist ein ziemlich versnobter britischer Zauberer, den es nach Amerika verschlagen hat. Während die Spurensuche nach nicht ganz legalen magischen Aktivitäten dem Gewohnten entspricht und wieder sehr unterhaltsam ausfällt, konnte mich der Blickwinkel einer eher außerhalb stehenden Figur, eben jenes Augustus, nicht ganz so restlos überzeugen, wie ich es aus dieser Welt gewohnt bin. Der Autor trifft den versnobten und etwas hochmütig wirkenden britischen Upper-Class-Stil durchaus glaubwürdig, doch nimmt er mich leider nicht ganz so mit. Trotzdem ist die Geschichte für sich genommen gut lesbar.
Am Ende werden mehrere Geschichten um Beauregard, den Butler des Ich-Erzählers Augustus Berrycloth-Young, der hier eine größere Rolle spielt, von einem Bertram D. Argyll genannt, die es aber gar nicht zu geben schient. Zumindest konnte ich sie weder auf Deutsch noch auf Englisch finden. Was dieses Stilmittel soll, erschließt sich mir nicht.