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Eine schöne Bescherung für den Weihnachtsmann von Toby Moon

Rezension von Heike Rau

 

Rezension:

Santa Claus und seine Frau staunen nicht schlecht, als der Sack, der eigentlich leer sein sollte, zu rappeln beginnt. Es muss etwas hineingekrochen und mit nach Hause zurückgekehrt sein. Ein Außerirdischer womöglich, der die Weltherrschaft an sich reißen will. Es könnte natürlich auch ein Koberbold sein oder eine Schleimmade. Der Weihnachtsmann könnte den Sack natürlich einfach mit einem Verschwindezauber aus dem Weg schaffen. Aber der letzte Verschwindezauber ging gründlich daneben. Also fasst sich Santa Claus ein Herz, schnappt sich den Sack und schüttelt heraus, was immer da drin ist.

 

Es ist ein Junge im Schlafanzug: Walter Wilmslow. Der Junge ist auch noch frech und verlangt nach Essen, statt Erklärungen abzugeben. Der Weihnachtsmann kramt erst einmal sein Buch hervor. Wie jeder weiß, steht hier notiert, ob ein Kind lieb oder böse war. Danach richtet sich, was es an Geschenken bekommt. Der Weihnachtsmann liest, dass Walter, seit seine kleine Schwester auf der Welt ist, immer weniger Geschenke bekommen hat. So vermutet Santa Claus nun, das Walter in den Sack gekrochen ist, um Geschenke zu stehlen. Doch der Junge, und das ist wirklich die Krönung, behauptet entführt und hier her verschleppt worden zu sein!

 

Die Geschichte hat Witz und Charme und ist so wunderbar kindgerecht geschrieben. Der kleine Walter mischt das verborgene Weihnachtland Nivalia so richtig auf und bringt das Leben der Dorfbewohner gehörig durcheinander. Immer wieder riskiert der freche Junge eine große Klappe. Er tappt ohne Rücksicht auf Verluste von einem Fettnäpfchen ins nächste. Damit hat er die Lacher auf seiner Seite. Die Empörung ist groß. Und doch steckt in Walter auch ein guter Kern. Den muss man nur erst einmal herauskitzeln.

 

Die Geschichte gefällt, weil sie so turbulent ist. Langeweile kommt hier nicht auf. Das liegt zum einen an der spannenden Erzählweise, aber auch an den Charakteren, die wirklich einmalig sind. Walter, der aus bestimmten Gründen nicht sofort wieder nach Hause geschickt werden kann, bekommt, nachdem er die Nerven des Weihnachtsmanne ruiniert hat, einen Aufpasser gestellt. Der Baumelf Knot Knorstamm, ist mit dem Jungen jedoch restlos überfordert und so nimmt das Unheil seinen Lauf. Aus ist es mit der Ruhe und Besinnlichkeit zu Weihnachten.

 

Das Buch hat einen sehr interessanten Anhang. Hier gibt der Weihnachtsmann ein Interview und man erfährt endlich, wie er es schafft, die vielen Kinder mit Geschenken zu beliefern. Gelüftet wird das Geheimnis um den großen braunen Geschenke-Sack. Diese Erklärung ist so plausibel, dass jedes Kind das einfach glauben muss! Es gibt Steckbriefe verschiedener Akteure aus dem Buch. Und da erfährt man Dinge über den Weihnachtsmann und seine Frau, die eigentlich kein Kind wissen soll. Das Buch eignet sich für Kinder zum Selberlesen, ist aber auch ganz wunderbar zum Vorlesen geeignet. Das ist sehr zu empfehlen. Dann hat nämlich die ganze Familie etwas von dieser wunderbaren Weihnachtsgeschichte.

 

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Roman:

Eine schöne Bescherung für den Weihnachtsmann

Originaltitel: Santa and the Stowaway

Autor: Toby Moon

Aus dem Englischen von Bernd Stratthaus

Gebundene Ausgabe: 224 Seiten

Verlag: cbj (21. September 2009)

Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 - 9 Jahre

ISBN-10: 3570137775

ISBN-13: 978-3570137772

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 18.11.2009, zuletzt aktualisiert: 13.08.2019 20:21