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Engelsfürst von Jörg Kastner

Rezension von Carsten Kuhr

 

Zum nunmehr dritten Mal macht sich die Vatikan-Journalistin Elena Vida auf die Spur eines Verbrechens hinter den Mauern des kleinsten Staates der Welt. Ein Informant verspricht ihr brisantes Material über eine Millionenschwere Unterschlagung bei der Vatikanbank. Doch am Ort des konspirativen Treffens erwarten sie zwei ehemalige Mafia-Killer und ein toter Informant. Für die Polizei steht sie als Tatverdächtige fest. Doch der ehemalige Schweizergardist Alexander Rosin und Dirigente Donati wissen, dass mehr hinter dem Verbrechen steckt. Im Verlauf ihrer Ermittlungen werden weitere Kleriker ermordet, es kommt zu spontanen Selbstverbrennungen und der Verdacht, dass der Orden Tutus Tuus wieder auferstanden ist bewahrheitet sich. Doch diesmal geht es um die Zukunft der Welt - denn Luzifer selbst soll aus seinem Jahrtausende währenden Schlag geweckt werden ...

 

 

Jörg Kastner hat sich mittlerweile eine treue Fangemeinde erschrieben. Neben seinen historischen Romanen sind insbesondere seine Vatikan-Thriller veritable Bestseller. Kein Wunder, dass Fans wie auch der Verlag nach weiterem entsprechenden Lesefutter rufen. Und Jörg Kastner hat sich auch diesmal wieder etwas einfallen lassen. Konsequent, spannend und faszinierend führt er seine bisherige Handlung fort. Altbekanntes taucht, manchmal in einem neuen, oder veränderten Kontext auf, wird mit frischen Handlungsträgern und Plots vermischt, und ergibt in der Summe wieder ein fesselndes Lesevergnügen. Geschickt verwebt er sorgfältig recherchierte Fakten über den Kirchenstaat mit imaginativen Orden und auf Erden wandelnden Engelskindern. Dabei zieht der Roman einen Grossteil seiner Faszination auch aus der Verbindung mit den Vorgängen im vorausgehenden Buch. Die darin beschrieben Spaltung der Kirche, die zwei einander jetzt unterstützenden Päpste und nicht zuletzt die Engelskinder selbst bilden das Grundgerüst des dritten, und vermutlich abschliessenden Engelsromans. Ausgehend von diesen Entwicklungen berichtet der Autor uns vom Wiedererstarken des Geheimordens Tutus Tuus, schlägt eine Brücke in die Vergangenheit zu den Etruskern, fügt das Phänomen der Selbstverbrennung in seinen Roman als zentrales Element ein, und lässt den uralten Kampf der Engel Uriel und Luzifer erneut ausbrechen. Mit dieser ganz eigenen Mischung gelingt es Kastner erneut uns ganz in den Bann seiner Handlung zu ziehen, und die Zeit der Lektüre wie im Fluge vergehen zu lassen.

 

Den Leser erwartet kein Dan Brown Abklatsch, sondern ein Jörg Kastner, ähnlich spannend und unterhaltsam, aber glücklicherweise auch ganz eigenständig - Respekt Herr Kastner.

 

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Engelsfürst

Autor: Jörg Kastner

Broschiert - 500 Seiten - Droemer/Knaur

Erscheinungsdatum: März 2006

ISBN: 3426632527

Erhältlich bei: Amazon

 

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Erstellt: 04.03.2006, zuletzt aktualisiert: 12.01.2019 12:03